Hamish McBeth geht auf die Pirsch



Viele Leser erfreuen sich seit Jahren an den Abenteuern von Agatha Raisin. Begeisterung zieht die Hobby-Detektivin schon auf sich, weil sie in gewissen Momenten an die legendäre Miss Marple (für diejenigen, die sie nicht kennen: Geschrieben wurde die Reihe um Miss Marple von Agatha Christie) erinnert. Dagegen wurde die Agatha-Raisin-Reihe von M.C. Beaton verfasst, die ebenfalls die Abenteuer von Hamish MacBeth schrieb. Nun sind die ersten Abenteuer in Deutschland erschienen.

Die Einleitung im Allgemeinen

In den Mittelpunkt rückt Loch Dubh. Dort reist Priscilla Halburton-Syntha hin und nimmt ihren Verlobten mit. Schlichtweg sind alle begeistert – allerdings alle bis auf einen. Da gibt es nämlich Constable Hamish Mac Beth, der schließlich selber tiefe Empfindungen beim Constable für Priscilla hegt. Alles muss jedoch warten, bis es zur Verlobungsfeier kommt. Während einer Moorhuhnjagd wird einer der Gäste erschossen. Nach kurzer Zeit steht für Hamish fest, dass es sich um einen schwierigen Fall handelt. So gut wie jeder Gast hatte einen Grund, Bartlett nicht das allerbeste zu wünschen. Das bedeutet für Hamish Ermittlungen unter höchstem Zeitdruck. Und auch die Herzensseite braucht viel Beachtung. Schließlich will Hamish verhindern, dass Priscilla einen großen Fehler macht und den falschen Mann heiratet.

Der tiefere Blick in die Geschichte

Ein Paar befindet sich gerade auf der Fahrt. Zum einen sitzt auf dem Beifahrersitz Henry Withering. Er ist als Dramatiker tätig. Momentan geht es ihm auf dem Beifahrersitz vom Kombi nicht so gut. Schließlich sackt er immer tiefer in den Sitz hinein. Das liegt auch daran, dass er beim Blick aus dem Fenster eine eher abweisende Landschaft erkennt. Fast jammervoll fragt er seine Verlobte, wie weit es denn noch sei. Priscilla bestätigte, dass er damit rechnen muss, dass noch eine längere Strecke zu fahren sei. Sie sei sich allerdings sicher, dass sie das Ziel bald erreichen würden. Fast schon wollte Henry einige Worte erwidern, was er dann doch ließ. Schließlich entsprach die Gegend sogar nicht seinen Vorstellungen. Zudem konnte er nicht einmal schlafen, als sie immer weiter in das nördliche Schottland reisten. Während Priscilla sich darüber freute, dass es sich aufklärte, wurde Henry nur langsam wach. Doch er schaute voller Hochachtung auf die erhobenen Gipfel und lauscht zwischenzeitlich dem Wasserfall, als sie daran vorbeifuhren. Ihn beängstigte es, dass sie so gut Auto fahren konnte. Zudem bemerkte er die Ausgelassenheit bei Priscilla, je näher sie ihrer Heimat in Schottland kamen. Allerdings malte er sich auch die Zukunft aus, wie Priscilla einmal reagieren könnte. Würde sie sich in alle Machenschaften in der Grafschaft einmischen. Da er bei Priscilla keine offenbar keine Gedanken an ihn feststellen konnte, schloss er seine Augen wieder. Er ahnt in diesem Moment nicht, wie sehr er sich doch irren sollte. Sie dachte schon an ihn, wobei sie sich eher über ihn ärgerte. So hatte sie ihn gebeten, dass er möglichst in legerer Kleidung zur Fahrt erscheinen sollte. Henry tat jedoch genau das Gegenteil davon und kam in bester Kleidung zur Reise. Dabei wollte sie erst recht nicht daran denken, was sich wohl in dem Koffer befinden würde. Ihr wurde mulmig bei dem Gedanken, dass er wie ein Modell die schottischen Highlands erobern wollte. Ihre Stimmung war allerdings anders als nach dem Heiratsantrag. Die damals empfundene Glückseligkeit wich dem Bewusstsein des geringen Wissens über Henry. Sie wusste, dass er Charme besitzt und sehr beliebt war. Teilweise hatte dies mit seinen Stücken zu tun, zu deren Aufführungen es regelmäßig in experimentellen Theatern kam. Als das Stück „Duchess Darling“ zur Aufführung kam, wusste kaum jemand, was er von diesem Stück halten sollte. Schließlich waren eine Vielzahl von Klischees zu vernehmen. Für die linke Presse handelte es sich bei dem Stück um eine intelligente Satire. Zögerlich reagierte die rechte Presse. Immerhin waren einige bekannte Namen auf der Besetzungsliste zu finden. Mehrere Darsteller davon beendeten mit der Rolle in diesem Stück ihren „Winterschlaf“, da sie seit einiger Zeit nichts zu tun hatten. Für das Publikum war das Stück ein Geschenk. Es besaß wundervolle, banale, alberne und frivole Züge. Daher war das Stück ein Publikumsmagnet. Das Leben von Priscilla sah anders aus. Sie arbeitete als Assistentin für eine Moderedakteurin. Eines Tages gab es eine andere Aufgabe für sie. Zu verfassen war ein Bericht über die Mode in einem Theaterstück, wobei sie Henry Withering kennen lernte.

Mehr Informationen zur Autorin

Bei M. C. Beaton handelt es sich um die schottische Schriftstellerin Marion Chesney. Ihrer Bücher veröffentlicht sie teilweise unter einem Pseudonym. Einst hat sie ihre berufliche Laufbahn in einem Buchladen mit dem Verkauf von Romanen begonnen. Zu ihren weiteren beruflichen Tätigkeiten gehörte die Arbeit als Theaterkritikerin sowie als Redakteurin.

Weitere Werke der Autorin

Agatha Raisin-Reihe

Agatha Raisin und der tote Richter

Agatha Raisin und der tote Tierarzt

Agatha Raisin und die tote Gärtnerin

Agatha Raisin und die Tote im Feld

Agatha Raisin und der tote Ehemann

Agatha Raisin und die tote Urlauberin

Agatha Raisin und die Tote im Wasser

Agatha Raisin und der tote Friseur

Hamish MacBeth-Reihe

Hamish fischt im Trüben

Fazit

Nicht ohne Grund sind bereits acht Bände der Reihe um Agatha Raisin erschienen. So dürfte es einige Fans von M. C. Beaton geben, die bereits auf die Veröffentlichung der ersten Bände der Reihe um Hamish MacBeth gewartet haben. Wie bei Agatha Raisin werden sie von den Abenteurern von Hamish MacBeth nicht enttäuscht. Dabei sind es keine „lauten“ Romane, die M.C. Beaton schreibt. Einen knallharten Thriller darf man bei ihr nicht erwarten. Doch schafft sie es, die Geschichten so zu schreiben, das man nicht am Ende der Handlung einen Täter kennen lernt, den man so nicht vermutet hätte. Das gibt der ohnehin sympathischen Handlung, die sich am normalen Leben orientiert, einen besonderen Reiz, wobei sich die Bücher angenehm lesen lassen. (Marina Teuscher)

Abgelegt unter Aktuelle Erscheinungen

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