Buch: Bevor Du mich findest



Im Mittelpunkt des Buches steht der Ort Silver Bay. In den USA gibt es im Staat New York in Warren County einen Weiler namens Silver Bay. Zu erreichen ist die Region auf einer kleinen Bucht, die sich wiederum am Lake George befindet. Dort gibt es ein YMCA Konferenzzentrum. Zuhause ist dort mit Hacker Boat Co. im Hinblick auf Motorboote der weltweit älteste Baumeister. Im Buch ist in Silver Bay eine Familie zu Hause, deren Leben sich für immer verändern wird.

Die Einleitung im Allgemeinen

Zitat Anfang: Sie hat sich ihr Leben lang versteckt. Doch damit ist es jetzt vorbei. Zitat Ende.

Noch nie war Melanie auf einer Party. Zudem ist sie noch nie geflogen. Selbst das Meer hat Melanie noch nie gesehen. Dies liegt an der Gewalttat, die ihr Vater Ramsey vor 15 Jahren an ihrer Mutter begangen hat. Bis zum heutigen Tage war es der Polizei nicht gelungen, ihren Vater zu fassen. Daher lebt sie mittlerweile im Zeugenschutzprogramm. Zwischen der Außenwelt und ihr besteht eine völlige Isolation. Schließlich gibt es immer noch die Angst, dass ihr Vater ihre Spur findet. Allerdings möchte sie mit diesem Leben Schluss machen. Es gibt für die Freiheit nur einen einzigen Weg, weshalb es bei ihr zu einem gefährlichen Entschluss kommt. Unvermeidbar ist es, dass sie sich ihrem Vater stellt. Auf der einen Seite kann sie es zulassen, dass ihr Vater sie findet. Doch noch besser ist der Weg, dass sie ihn findet. Mit diesem Entschluss wird ihre ganze Welt völlig auf den Kopf gestellt.

Der tiefere Blick in die Geschichte

Zunächst beginnt die Geschichte mit einem Blogeintrag von Arthur Goodale. Es handelt sich um einen alten Mann, der auf einer Intensivstation im Mommouth Regional Hospital liegt. Einige Arbeiten im Garten hatten ihm Rückenbeschwerden eingebracht. Nach einem Besuch beim Arzt fand er sich in einem Krankenhaus wieder. Dort sollte er einige Tage bleiben. Daher nimmt er nun einen Eintrag in seinem Blog vor. Dabei kommt er darauf zu sprechen, dass sein Lebenswandel nicht der gesündeste sei. Er spricht dann über den Fall, der in Silver Bay über viele Monate die Schlagzeilen beherrscht hat. Dabei geht es um Allison, der Frau von Ramsey und der Tochter Meg, die bei dieser Gelegenheit auf den Arm von Arthur wollte, als sie sich ein einziges Mal trafen. Eines Tages kam die Nachricht von Allison’s Tod und dem Verschwinden von Meg. Es ist eine Geschichte, die ihn lange beschäftigt hat und doch ist er schon lange kein Journalist mehr. Er wird nie die ganze Wahrheit wissen, da er inzwischen 81 Jahre alt ist und seine Ärzte von ihm verlangen, dass er sich ausruhen soll.

Inzwischen ist auss Meg die junge Melanie Denison im Alter von knapp 18 Jahren geworden. Sie erlebte einen Herbstmorgen, an dem das Frühstück zwar ruiniert war. Trotzdem schien es ein vollkommener Tag zu sein. Und doch spürte sie den Drang in sich, dass sie ihr Leben verändern soll. Sie versichert ihrem Onkel, dass sie vorsichtig sein wird. Das Einhalten von Familienregeln ist im Alter von rund 18 Jahren nicht mehr einfach. Im Gegenteil: Dieser Versuch wird immer schwieriger. Schließlich hatte sie es in der Highschool noch verstanden, wenn ihr Onkel ihr Vorschriften wie diese machte: Sie soll direkt in die Schule gehen und nach dem Unterricht sofort nach Hause kommen. Anders sah es am vergangenen Dienstag aus. Da blieb sie etwas länger auf dem College-Campus. Sie wollte mit Kommilitonen Mittag essen. Wenige Tage später kaufte sie sich auch noch eine Jeans in einem benachbarten Ort. Um größere Verstöße gegenüber Regeln handelte es sich ihrer Meinung nach nicht. Doch nun wollte sie unbedingt bei einer College-Zeitung mitarbeiten. Ihre Tante war davon nicht begeistert. Eigentlich wollte sie die beiden testen, um zu entscheiden, was sie noch wissen dürfen. Der Test klappte allerdings nicht so, wie sie es sich vorstellte. Alle hatten stets den Gedanken im Hinterkopf, das der Vater von Melanie (Meg) sie doch noch finden könnte. Daher wollte der Onkel wissen, ob es von der Zeitung eine Website gab. Obwohl Melanie es besser wusste, gab sie an, dass sie das nicht genau wusste. Er machte Bedenken dahingehend geltend, das er befürchtete, ein Bild könnte im Internet landen. Irgendwie hörte sich das jedoch für Melanie paranoid an. Man könnte leicht vergessen, dass ihre Tante und ihr Onkel dieses Leben mit ihr nicht freiwillig auf diese Weise so führten. Es waren US-Marshalls, die sich für diese Handlungsweise entschieden hatten. So kam es, das Melanie so vieles in ihrem jungen Leben noch nicht erlebte hatte. Eine andere Stadt hatte sie noch nie gesehen. Sie weiß nicht, wie es ist, in einem Hotel zu übernachten. Weder eine Reise mit dem Flugzeug noch ein Sushi-Essen gab es in ihrem Leben.

Nach intensiven Momenten des Aufbegehrens wartete sie bis ihre Tante und ihr Onkel aus dem Haus waren. Dann ging sie zum Schreibtisch von ihrem Onkel. Sie öffnete die Schublade und holte die furchtbaren Briefe der US-Marshalls hervor.

Mehr Informationen zum Autor

Zunächst studierte Michael Kardos Musik. Dann belegte er das Studienfach „Kreatives Schreiben“. Nun kann er zum einen Geschichten erfinden. Andererseits arbeitet er als Lehrbeauftragter an der Mississippi State University, wo er Englisch unterrichtet. Gleichzeitig ist er als Kodirektor vom Creative Writing Program tätig. Zum einen hat er den Pushcart Prize gewonnen. Zusätzlich kam es zur Auszeichnung mit dem Mississippi Institute of Arts & Letters Award for Fiction.

Fazit

Es ist ein Thriller, der voller Überraschungen ist. Diese Geschichte lässt sich zudem von mehreren Seiten beleuchten. Da ist zum einen Melanie, der Teenager im Alter von 17 Jahren. Wie es bei Jugendlichen halt so ist, sind sie mit dem, was Vater und Mutter oder Tante und Onkel sagen, nicht immer einverstanden. Dieses Element wurde gut in die Handlung integriert.

Ein weiteres wichtiges Element stellt die Beziehung zu ihrer Tante und ihrem Onkel dar. Es scheint die typische Geschichte von Eltern und ihrer Tochter zu sein. Und doch ist alles anders. Immer wieder ist die Belastung zu spüren, die von der Tat von Melanies Vater ausgeht. Doch diese Briefe, die ihren Entschluss stützen, sich auf die Suche nach der Wahrheit zu begeben, veärndern ihre Welt völlig – auch wenn sie nicht alle Fragen lösen können.

Eine besondere Note verleiht dieser Geschichte auch Arthur Goodale, der bei diesem Fall schon immer seine eigene Meinung dazu hatte. Auch er schafft es, für Überraschungsmomente zu sorgen. Zudem zeigt sein Beispiel, dass auch ältere oder alte Menschen sich gut mit dem Internet auskennen und mit der Umwelt kommunizieren können. Insgesamt zeichnet sich der Thriller durch einen geschickten Aufbau aus, der die Story lesenswert macht. (Marina Teuscher)

Abgelegt unter Aktuelle Erscheinungen

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