Warten auf Foucault – Anleitung zum Nicht-Studieren

Wer das Abitur mit einer besonders guten Note bestanden hat, macht viele Pläne für die Zukunft. Schließlich stehen mit einem Abitur den Abiturienten viel mehr Türen offen. Einige frühere Schüler entschließen sich zu einem Studium. Doch da fangen für manche vielleicht die Schwierigkeiten erst einmal an. Schließlich ist zum einen das richtige Studienfach auszuwählen. Auf der anderen Seite ist das Finden der richtigen Universitäten von Bedeutung, an die sich die künftigen Studenten einschreiben wollen. Es gibt jedoch eine gute Hilfe, wenn sich Studenten gar nicht schlüssig sind. Dabei handelt es sich um das Ranking der Universitäten, dass regelmäßig aufgestellt wird. Dieses Ranking bietet eine gute Grundlage für die Entscheidung für die richtige Universität. Ob der Autor des hier vorliegenden Buches dieses Ranking genutzt hat, ist nicht bekannt. Jedoch hält er in diesem Buch einige Tipps bereit, mit denen er eine Anleitung zum Nichtstudieren gibt. Dazu hat er eine besondere Einstellung.

Die Einleitung im Allgemeinen

Zitat Anfang: Abitur mit 17, Bachelor mit 20, Master mit 22: Es ist offenbar nicht bei allen angekommen, dass die Lebenserwartung auf über 36 gestiegen ist.“ Zitat Ende

Heute ist der Studentenstandard, dass man fließend in Schrift und Wort Mandarin spricht und gleichzeitig eine Schule in einem afrikanischen Staat allein aufbaut. Dazu gehören ebenfalls unbezahlte Praktika zwischen Singapur und New York sowie die besten Noten in jedem Fach. Doch wozu ist das ganze eigentlich? Natürlich um das ganze Leben zu arbeiten.

Da sagt Tom Kraftwerk „Nicht mit mir“. Damit er ein Wochenende mit vier Tagen hat, legt er seine Seminare entsprechend. Auch biegt er sich Deadlines in die richtige Richtung. Ferner hält er sich lieber in der WG auf anstatt die Bibliothek zu besuchen. Anstelle von Fame will er lieber Nebenjobs annehmen, die ihm das nötige Geld bringen. Für Tom steht in jedem Fall fest: mehr für das Leben lernt er nur, wenn das, was er tut, dem entspricht, was er will.

Der tiefere Blick in die Geschichte

Zunächst widmet sich der Autor in einem Vorwort dem Thema Studium. Da geht es um die Frage „Wie läuft Dein Studium?“ Er erklärt in dem Buch daraufhin, was Studieren überhaupt bedeutet. Im Mittelpunkt steht das Aneignen vom Inhalt mindestens einer Studienrichtung. Seminare in Hochschuleinrichtungen helfen, das gelernte Wissen zu vertiefen. Dies verdeutlicht die Existenz eines aus zwei Teilen bestehenden Studiums. Natürlich ist die Teilnahme an Veranstaltungen der Hochschule eine wichtige Voraussetzung. Schließlich ist es nur so möglich, die Grundlagen für die gewünschte Studienrichtung zu erlernen. Vor allem müssen sich Studierende auf ihr Wissen prüfen lassen. Jedoch kommt dem Selbststudium als zweiter Teil eine wesentlich größere Bedeutung zu. Dabei spielt das Engagement vom Studenten eine entscheidende Rolle, wenn es im Hinblick auf Hochschulseminare um die zeitliche Anwesenheit geht. Diese kann dem Null- bis unentlichfachen entsprechen. In seinem Vorwort erzählt der Autor ferner vom studentischen Volksmund. Danach handelt es sich um einen Workload, wenn es um den Zeitaufwand geht. Dieser besitzt in der Aufteilung ein Verhältnis von 1 zu 2. Somit sind zwei Stunden Selbststudium für jede Stunde in einem Seminar zu veranschlagen. Ausgehend vom Rat des studentischen Volksmundes ergibt sich für den Autor die folgende Formel: Herauskommt kommt im Hinblick auf das Selbststudium ein Zeitaufwand von 28 Stunden. Insgesamt bedeutet das für ihn eine 42-Stunden-Woche. Dabei ist auch noch der Nebenjob zu beachten. Dieser ist erforderlich, da seine Eltern einen zu hohen Verdienst haben, weshalb wiederum der Erhalt von BAFÖG unmöglich ist. Andererseits verdienen die Eltern wiederum zu wenig, um ihren Sohn voll zu unterstützen. Will er sich aus der Masse der Studenten hervorheben, so wird er auch noch ein Ehrenamt ausführen. Etwas später beginnt das erste Kapitel, in dem es sich um die schönste Zeit des Lebens dreht. Dieses Kapitel beginnt mit einer Aussage, die von ehemaligen Akademikern stammen soll: „Die Arbeitszeit ist einfach die schönste Zeit im Leben.“ Doch er schreibt daraufhin, dass die Aussage doch nicht so bekannt sei. Jedoch deutet er an, dass dies so sein könnte. Allerdings ist dies bei weitem nicht so. Bedenklich sei dies vor dem Hintergrund, da das Arbeitsleben immerhin einen Zeitraum von ungefähr 37 Jahren in Anspruch nimmt. In der Regel erfolgt der Renteneintritt im Alter von 67 Jahren. Dies würde wiederum zur Folge haben, dass der Eintritt in der das Arbeitsleben in einem Alter von etwa 30 Jahren erfolgen müsste. Eine der grundlegenden Voraussetzungen ist dabei, dass während des gesamten Zeitraumes keine Arbeitslosigkeit eintritt. Ausgangspunkt ist dabei das Verlassen der Schule im Alter von 18 Jahren. Entsprechend der vorherigen Ausführungen bleiben demnach 12 Jahre, damit Schüler den für sie bedeutenden Berufseinstieg finden: 12 Jahre – 24 Semester. Aus anderer Sicht ist dies mit der Regelstudienzeit von vier Bachelorstudiengängen gleichzusetzen. Doch welter Statistik kann man schon trauen, wie er als Soziologe das gelernt hat. Im Rahmen dieser Stastistik wäre wohl zunächst eine Definition des Begriffes „Arbeit“ erforderlich:

Selbständige oder sozialpflichtige Arbeit?

Vierzig-Stunden-Woche?

Frauen und Männer?

Welcher Zeitpunkt ist bei der Erhebung dieser Daten maßgeblich?

Für welches Land gilt die Statistik?

Ist denn überhaupt in der Statistik eine Quellenangabe zu entnehmen?

Dann lässt der Autor wieder den Soziologen in sich sprechen. Er rät seinen Lesern nicht von dem, was in dem Buch steht, zu glauben. Schließlich ist nichts von Quellenangaben zu finden. Wissenschaftlichen Standards entsprechen die Geschichten in dem Beuch auch nicht unbedingt. Allerdings ist das doch mit der Bibel fast das gleiche. Und bei der Bibel handelt es sich um ein Buch, welches auch heute noch gern und leicht zu lesen ist.

Mehr Informationen zum Autor

In Nordhessen wurde im Jahr 1992 Tom Kraftwerk geboren. Aufgewachsen ist er in einer niedersächsischen Provinz. Seine Eltern sehen seinen Wunsch in Bielefeld zu leben, nicht so gern. Zudem ist er aus Leidenschaft Dauerstudent. Erfolgreich studierte er nebenbei Soziologie. Dann veröffentlichte er virale Tweets, was ihm den Einstieg in die Medienbranche einbrachte. Seit 2016 ist er Masterstudent und hat keine weitere Zukunftsplanung. Fest steht für ihn nur, dass er Überlebenskünstler sein will.

Über sein Studentenleben twittert er als @tomkraftwerk.

Fazit

Es ist allzu gut bekannt, dass wir in einer Welt voller Vorurteile leben. Dies gilt natürlich für das Thema Studium und Studenten. Von daher ist es interessant, was Tom Kraftwerk alles zu erzählen hat. Vor allem liegt er damit richtig, dass auch heute auf eine gute Zeiteinteilung zu achten ist. Auch Studenten erleben eine Welt voller Hektik, die kaum Zeit für das Wesentliche lässt.

Eine gute Zeiteinteilung hilft dabei, das wichtige vom unwichtigen zu trennen. Aufgezeigt wird zudem, dass die Welt von Studenten längst nicht so einfach ist, wie es scheint. Das Buch ist teilweise recht amüsant geschrieben und wird viele Studenten an ihren eigenen Studentenalltag erinnern, wobei sie vielleicht auch ihre eigene Welt nach dem Lesen dieses Buches aus anderer Sicht sehen werden. (Marina Teuscher)