Der Zerberus Schlüssel – Buch



Viele Menschen haben diese Zeit inzwischen nicht miterlebt, als Deutschland durch eine Mauer getrennt wurde. Sie begann im August 1961 und trennte von heute auf Morgen sogar Familien. Über viele Jahre lebten die Familien damit, bis es Ende der 80er Jahre zu Unruhen kam. Im November 1989 veränderte das Vorlesen einer Nachricht durch Günter Schabowski die Welt. Es wurde eine neue Reisefreiheit verkündet, sodass gerade in den Folgetagen sich viele Menschen aus Ost und West zu einem Wiedersehen trafen. Genau dieses Geschehen bildet einen Bestandteil in dem hier vorliegenden Roman.

Die Einleitung im Allgemeinen

„Alte Rivalitäten zwischen Ost und West und der gnadenlose Wettlauf um ein verschwundenes Schiff“

In einem verlassenen Haus wird eine erhängte Mumie gefunden. Außerdem sind da chinesische Schriftzeichen mit geheimnisvollen Charakter. Gefunden werden drei Männer, die erdrosselt wurden. Berlin macht durch Triaden auf sich aufmerksam. Alles erscheint Kommissar Thomas Calis sehr rätselhaft. Dann wird das Geschehen noch einmal mit dem Auftauchen einer Todesliste getoppt. An dieser Stelle kommt ein alter Freund von Thomas Calis, John Finch, ins Spiel. Er jagt Geheimnissen hinterher, die aus der Kolonialgeschichte stammen. Verbrechen, die in der Gegenwart geschehen, stellen Verbindungen zu dunkelsten Ecken der Vergangenheit her. Die Spuren führen zu einem Grab, an dessen Öffnung niemand so gern denkt.

Der tiefere Blick in die Geschichte

Die Geschichte beginnt mit zwei Sprichwörtern

Sprichwort 1:

Im Leben geht es nicht darum, zu warten, dass das Unwetter vorbeizieht, sondern zu lernen, im Regen zu tanzen.

Zig Zigler amerikanischer Autor

Sprichwort 2:

Wer auf Rache aus ist, der grabe zwei Gräber.

Chinesisches Sprichwort

Der Blick fällt zurück auf den 10. November 1989. Der Ort ist die Kaiserin-Augusta-Allee in Berlin-Charlottenburg in der Bundesrepublik Deutschland. Über das weitere Leben machte sich Harald Gärtner gerade seine Gedanken. Wie sollte er nun weiterleben? Er saß in seinem Wohnzimmer und beobachtete den Fernseher. Dies tat er mittlerweile sei 15 Stunden ununterbrochen. Schlaf hatte er kaum gefunden. Nach Essen war ihm erst recht nicht zu Mute. Ihm hingen die fettigen Haare wirr im Gesicht, die er nun zurückstreifte. Nur kurze Zeit später drückte er in einem überquellenden Aschenbecher eine weitere Chesterfield aus. Was er sah, konnte er nicht einfach glauben. Offene Grenzübergänge und jubelnde Menschenmassen waren zu sehen. Grenzer und Volkspolizisten waren untätig. Anstatt die Menschen zu kontrollieren, standen sie beisammen und diskutierten. Die Nachrichten an diesem Abend überschlugen sich in den Medien.

Fortsetzung Prolog I

Die Nachrichten überschlugen sich in den Medien. Vor Pressevertretern war ein stammelnder Schabowski zu sehen. Insgesamt empfand er die Situation nur als peinlich. Auf der Mauer turnten tausende Menschen herum.

Prolog II

  1. August 2010

Österreich, Stadt Salzburg, Stadtteil Aigen, Carl Storch Straße

Vor einem verwilderten Garten war ein kleines weißes Haus umgeben. Angebaut an das Haus war eine kleine Garage. Allerdings sah das gesamte Gelände unbewohnt und verlassen aus. Die Fenster waren mit rostigen Gittern bedeckt. Ginge es nach der Form ließe sich auf die Zeit der 50er Jahre schließen. Das bescheiden wirkende Haus besaß einen grauen Verputz, wobei der Putz an einigen Stellen bröckelte. Der schlanke und durchtrainierte Mann blickte nachdenklich auf das Haus mit seinem vermoosten Dach. Dem Erscheinungsbild nach war Alexander Reiter etwa Mitte 40. Auf manche wirkte er wie ein Student, war es aber nicht. Zudem war er im nächsten Moment verschwunden. Er hatte sich scheinbar wie ein Schatten im Nichts aufgelöst und war doch im Haus zu finden. Keiner war da, als er kam und als er ging.

Auch die hölzerne Tür begann mit einer Auflösung in ihre Bestandteile. Reiter sah zu, dass er in das Haus kam und fand darin ein Chaos vor. Auch waren die Fenster mit Zeitungspapier verklebt. Intensiver wurde sein Aufenthalt, als er im oberen Bereich ankam. Dort hatte er nach einem Aufenthalt von zwei Stunden 239 Meisterwerke der Kunst gefunden. Dazu kamen die fünf Meisterwerke, die er auf seiner Liste zu stehen hatte.

Etwas später beginnt Kapitel 1 mit einem Blick, der zurück auf das Jahr 1940 fällt.

Es ist Mittwoch, der 28. August 1940. Der Blick fällt auf die ostsibirische See südlich von Bennett Island. Es wehte ein frischer Wind. Auf dieser Basis kam es zur Entwicklung eines Sturmes. Wirklich gut sah das Wetter nicht aus. Im Raum stand auch noch eine schlechtere Wettervorhersage. An Bord des Schiffes befand sich Kapitän Robert Tyssen. Nachdenklich fiel sein Blick auf die Seekarte. Danach erst blickte er vor der Brücke auf die See. Dort stampfte ein Eisbrecher durch die See. Aus dem Norden kamen grau-schwarze Wolken.

Über die Aufbauten vom Hilfskreuzer wehten heftige Böen. Spürbar war ein Hauch von Schnee in der Luft. Der Kapitän dachte über die Arado nach, ob sie denn auch gut verzurrt sei. Er beugte sich anschließend nach vorn, um einen Blick auf die Brücke zu werfen. Dort stand schließlich ein brandneues Aufklärungsfahrzeug. Es war mit Gurten und Seilen befestigt. Jedoch zeigte der Blick, dass offenbar alles in Ordnung war. Wie die Reise jedoch zeigte, war in Wahrheit jedoch nichts in Ordnung. Begeistert war Tyssen nicht davon, dass die ersten Regentropfen an das Fenster „schlugen“. Neben der aufspritzenden Gischt fing es schon bald zu schneien an. Auch das wirkte nicht gerade aufbauend auf den Kapitän. Er befand sich gerade an Bord der Komet. Dabei handelte es sich um ein Schiff, das umgebaut wurde. Zum Abschluss der Umbaumaßnahmen kam es vor drei Monaten. Jetzt befand sich das Schiff zum ersten Mal auf großer Fahrt und hatte eine 254köpfige Besatzung an Bord. Die Fahrt würde das Schiff an das andere Ende der Welt führen. Würden sie jemals den Weg nach Hause beschreiten können? Das wusste niemand von ihnen. Sie wussten ja noch nicht einmal, ob das Ziel erreichbar ist.

Der 48jährige Tyssen galt als Veteran, wenn es um die arktischen Gewässer ging. Zudem handelte es sich bei ihm innerhalb der deutschen Hilfskreuzerflotte um den dienstältesten Kapitän. Bei dieser Fahrt ging er kein Risiko ein. Die Umrüstung des 115 Meter langen Schiffes erfolgte nach seiner Vorstellung. So wurde der Rumpf mit einer Verstärkung ausgearbeitet. Zusätzliches an Bord befindliches Material ermöglichte eine schnelle Tarnung des Schiffes. Den Namen hatte das Schiff durch Tyssen erhalten. Die Frage ist, ob Nomen est Omen auch in diesem Fall zutrifft. In früheren Tagen war das Schiff als die Ems bekannt. Im Jahr 1937 kam es zur Auslieferung an den Norddeutschen Lloyd. Zwei Jahre verkehrte das Schiff zwischen Hamburg und Brasilien. Dann brach der zweite Weltkrieg aus und das Schiff wurde durch die Kriegsmarine beschlagnahmt. Anschließend erfolgten ein Umbau und die Verstärkung der Bewaffnung des Schiffes.

Mehr Informationen zum Autor

Aufgewachsen ist Gerd Schilddorfer im österreichischen Wien. Begonnen hat er seine Karriere bei der Austria Presse Agentur als Journalist. Im Anschluss daran war er Chefreporter bei verschiedenen Dokumentationsreihen. Mittlerweile hat er eine Reihe von Sachbüchern und Thrillern veröffentlicht. In einigen Orten in Übersee und in Europa hat der begeisterte Hobbykoch bereits gelebt. Derzeit wohnt er in Wien und in Stralsund – es sei denn, er ist auf Reisen für ein neues Buch.

Weitere Werke des Autors

Der Nostradamus-Coup

Fazit

Beim Lesen von Büchern wird jeder seine individuelle Einstellung zu Büchern haben. Einigen Büchern ist dabei auf den ersten 50 bis 60 Seiten bereits zu entnehmen, dass sie einen nicht wieder loslassen. Der Zerberus-Schlüssel ist so ein Buch. Bei den einzelnen Sequenzen in der Geschichte spürt man, dass sich der Autor sehr gründlich mit der Geschichte beschäftigt hat. Er erschafft Verbindungen innerhalb der Sequenzen, die dem Inhalt ein rundes Bild verleihen. Beleuchtet wird bei dieser abwechslungsreichen Geschichte, in der sogar ein Kardinal eine Rolle spielt, ein Zeitraum von mehr als 70 Jahren.

Fortgesetzt wird damit die Reihe um John Finch, die voller spannender Ereignisse ist und mit diesem Thriller einen vierten Band erhält.

Bleibt der Autor seiner Linie treu, so dürfen Leser sich bestimmt auf eine Reihe von interessanten Abenteuern und somit Thrillern freuen. Das Buch liest sich so, dass man es nicht so einfach aus der Hand gibt. Schließlich möchte man doch schnell wissen, wie die Geschichte weitergeht.

Ein Buch, das man aufgrund der guten Schreib- und Erzählweise nicht aus der Hand legen möchte – das darf gern immer so sein. (Marina Teuscher)

Abgelegt unter Aktuelle Erscheinungen

Einen Kommentar schreiben

Du mußt angemeldet sein, um kommentieren zu können.



DigitalVD.de News-Reader zum kostenlosen Download DigitalVD.de News-Reader

Der DigitalVD.de News-Reader ist eine kostenlose Software mit der Neuheiten aus der DVD- und Heimkino-Szene automatisch auf dem eigenen PC gelesen werden knnen. Ihr werdet kostenlos und automatisch rund um die Themen Film und Heimkino auf dem Laufenden gehalten.

[Beschreibung und Download]