Milliardäre und ihre Erfolgsgeschichten

Erstellt am: Dezember 12th, 2007

“Milliardäre und ihre Erfolgsgeschichten” ist ein umfassendes Werk, das die Strategien, Prinzipien und Taktiken der Superreichen aufdeckt und analysiert. Voll gepackt mit ausführlichen und konkreten Erfolgstipps der Geld-Giganten.

Reichtum ist das Produkt der Arbeit und nicht ein Geschenk des Glücks. Diese These belegt Martin S. Fridson, mit der Lebensbeschreibung von 14 Milliardären. Es geht ihm dabei nicht um Heldengeschichten, sondern um Psychogramme von Siegern, Strategien und Erfolgstaktiken. Fridson bietet sieben Rezepte an, mit denen die 14 Vorbilder zu ihrem Supererfolg gekommen sind. Die erste der grundlegenden Strategien lautet: „Haben Sie Mut zum Risiko!“

Anhand der Geschäftsmethoden von H. L. Hunt und J. Kluge wird gezeigt, wie Spielernaturen zwar auf Wachstum gesetzt, sich aber immer eine Hintertür offen gehalten und von der „Hebelwirkung geschickter Finanzierung“ profitiert haben.

Ross Perot und Sam Walton haben auf „unternehmerische Innovation“ geschworen, indem sie die besten Methoden anderer kopierten und dann kombinierten. John D. Rockefeller sen. und Bill Gates orientierten sich an der Direktive: „Sichern Sie sich den größten Marktanteil!“ Einfallsreichtum und Hartnäckigkeit seien bei beiden Unternehmern die Schlüssel zum Erfolg gewesen. Wayne Huizenga handelte gemäß der Devise: „Fusionieren Sie mit anderen Konzernen!“. „Steigen Sie günstig ein!“ führte die drei Börsianer J. Paul Getty, Laurence Tisch und Warren Buffett zu Reichtum und Ansehen. Sie alle halten sich an die denkbar einfachste Formel: billig kaufen, teuer verkaufen. Kirk Kerkorian, Carl Icahn und Phil Anschutz handelten nach der Devise „auf Wachstum setzen“, wozu natürlich auch der richtige Riecher gehört.

In den beiden folgenden Kapiteln: „Investieren Sie in politische Macht!“ und „Trotzen Sie den Gewerkschaften!“ werden schließlich Strategien vorgestellt, die alle 14 Milliardäre mit Erfolg beherzigt haben. Fridson vermittelt den Eindruck, als seien Wahlspenden, Beeinflussung von Politikern und das Austricksen der Gewerkschaften unverzichtbar für die Anhäufung von Reichtum.

Das letzte Kapitel fordert den Leser mit den Worten „Jetzt sind Sie am Zuge!“ auf, die entwickelten Strategien und Prinzipien zu beherzigen und reich zu werden. Typisch amerikanisch wird prophezeit: „Hier und jetzt können Sie die geschilderten Methoden der Milliardäre anwenden und mehr Erfolg haben, als Sie sich je hätten träumen lassen.“ Dieses Handbuch des Erfolgs wirft einen Blick auf die Karrieren, die Methoden, die Gedanken und Verhaltensweisen von Selfmade-Milliardären, um die gemeinsamen Hintergründe ihres Erfolgs herauszuarbeiten und darzustellen. Jedes Kapital ergründet eine spezielle Strategie und belebt diese durch ausführliche und praxisnahe Profile früherer und aktueller Selfmade-Milliardäre.

Die persönlichen Erfolgsstrategien und faszinierenden Einblicke in die Welt der Superreichen werden alle interessieren, die sich auch nur im entferntesten für die Themen Geld, Erfolg und “Big Business” interessieren. (Silvia Dunker)

Titel: Milliardäre und ihre Erfolgsgeschichten
Autor: Martin S. Fridson
Verlag: Böresenverlag
Seiten: 376
ISBN: 3930851458

Aktien Einsteiger Buch

Erstellt am: Dezember 12th, 2007

Seitdem vor einigen Jahren mit der Telekom-Aktie in Deutschland ein erneuter Aktienboom begann und auch der „kleine“ Privatanleger plötzlich Interesse an spekulativeren Anlagemöglichkeiten hatte, haben auch Autoren diesen Markt für sich entdeckt. Dutzende von Ratgebern und Einsteigerbüchern zum Thema Aktien tummeln sich auf dem Buchmarkt und haben jetzt mit Stefan Horns „Aktien Einsteiger Buch“ einen ernstzunehmenden Konkurrenten bekommen: Der Diplom-Betriebswirt und Autor leitet seit Anfang 1999 den Bereich Finanzierung und Steuer sparende Geldanlagen im Finanz-Institut Lahnstein. Dieser Berufszweig dürfte zumindest den Visitenkarten-Designer vor ernste Probleme gestellt haben, doch die Kompetenz des Autors wird dadurch unterstrichen.

Der Name des Buches ist diesmal wirklich Programm und das auf den ersten Blick staubtrockene Thema wird durch einen anschaulichen und angenehm zu lesenden Schreibstil vermittelt. Einige der Passagen sind vielleicht etwas zu optimistisch und subjektiv ausgefallen, aber generell hat der Autor recht, wenn er immer wieder betont, dass man langfristig mit Aktien nicht verlieren kann. Ob er mit dieser Binsenweisheit allerdings TelDaFax-Aktionäre besänftigen kann, will ich mal dahingestellt lassen…

Nach einigen Hinweisen auf die Fehler und Risiken, die beim Aktienhandel lauern und einer Einführung in die Welt der Aktie beschäftigt sich das Buch damit, was man tun muss, um überhaupt wirklich reich mit Aktien zu werden: Aktien kaufen & verkaufen!

Informativ, aber manchmal mit erhobenem Zeigefinger erklärt Stefan Horn ausführlich die Vorgehensweise beim Aktienkauf und –verkauf, zeigt mögliche Fehlerquellen und psychologische Schwächen auf und schafft es gleichzeitig, möglichst wenig Fachvokabular zu verwenden. Für alle Fremdwortfetischisten verspricht das Buch auf dem Klappentext ein umfangreiches Glossar, was sich aber leider mangels Masse nicht auffinden lässt. Dieser Fauxpas mindert den insgesamt guten Eindruck des Buches, sollte aber nicht allzu gravierend auf die Kaufentscheidung Einfluss haben.

Der „Neue Markt“ wird mit nur vier Seiten sehr knapp abgehandelt, was aber für ein „Aktien Einsteiger Buch“ eigentlich zu begrüßen ist, denn Neulinge im Aktiengeschäft sollten von Firmen, die ausschließlich am „Neuen Markt“ geführt werden, wahrscheinlich besser die Finger lassen!

Fazit:
„Aktien Einsteiger Buch“ ist ein empfehlenswertes Buch für Aktieneinsteiger und bietet wesentliche Informationen und Tipps, die ein böses Erwachen verhindern können. Wer nach Erklärungen zu Börsenfachvokabular sucht, wird durch das fehlende Glossar allerdings enttäuscht. (Tino Hahn)

Titel: Aktien Einsteiger Buch
Autor: Stefan Horn
Verlag: Börsenverlag
Seiten: 220
ISBN: 3930851520

Aktien Basics

Erstellt am: Dezember 12th, 2007

Locker, witzig und mit vielen Fakten, verschafft Johanna v. Rumohr einen Einblick in den Aktiendschungel. Um am Ende einen Durchblick zu haben wird das wichtigste erklärt und unwichtiges gnadenlos ignoriert.

Im ersten Kapitel geht es um die Aktie an sich. Ihre Bedeutung im juristischem, wirtschaftlichen und auch philosophischem Sinne.
Dem folgt eine nicht ganz ernst zunehmende Grundausstattung für Aktionäre. So wird unter anderem darauf hingewiesen wie wichtig Kaffee, Füller und Beruhigungstropfen im Aktiengeschäft sind. Von Aktien allgemein bis hin zu den hochriskanten Optionsscheinen sind fast alle an der Börse üblichen Begriffe im Buch zu finden.

Der Leser findet Antworten auf zahlreiche Fragen, so zum Beispiel diese:
Wie “funktioniert” eine Aktie als Anlageprodukt?
Welche Varianten gibt es (Stammaktien, Vorzugsaktien, Belegschaftsaktien etc.)?
Wie sehen Unternehmensform und Rechtsstellung einer Aktiengesellschaft aus?
Was bestimmt den Kurs einer Aktie?
Wie ist der faktische Ablauf im Umgang mit Aktien?
Was versteht man unter Dividendenausschüttung?
Wie laufen Kauf- und Verkauforders bei Bank und Börse?
Welche Anlagestrategien gibt es?
Wie verhält es sich mit dem Risiko?
Was bewegt den Aktienkurs nach oben und wie erkenne ich das rechtzeitig?
Aktien-Tipps gibt Johanna v. Rumohr nicht, auch keine “mal-eben-in-5-Minuten-zur-ersten-Million”-Anleitung. Im Gegenteil, mit Köpfchen und Spaß selber Kompetenzen erwerben und das auf eine unkomplizierte verständliche Art ist das Ziel dieses Buches.
So kann jeder selber rausfinden, welche Aktie er kaufen sollte und welche Aktienstrategie zu ihm und seinem Leben passt.

Zum Schluss gibt es dann noch “Die Handzeichen der Börsianer” erklärt anhand einer Fotocollage. Ein Buch zum Nachschlagen, zum schmökern, zum schmunzeln und natürlich zum schnell schlau-werden. Für jeden der Lust hat, ein gewiefter Aktienprofi zu werden, eine erste gute Anlage. (Silvia Dunker)

Titel: Aktien Basics
Autor: Johanna v. Rumohr
Verlag: Gräfe und Unzer
Seiten: 144
ISBN: 3774200130

Alan Greenspan : Die Macht der Worte

Erstellt am: Dezember 12th, 2007

Geld regiert die Welt – das beweist auch die außergewöhnliche Karriere von Alan Greenspan, die von den Autoren Sicilia und Cruikshank beschrieben wird. Greenspan, langjähriger Chef der US-amerikanischen Notenbank zählt zu den einflussreichsten Kennern des internationalen und amerikanischen Marktes. Geradezu unheimlich ist manchen Zeitgenossen seine Treffsicherheit, wenn es um Prognosen für Marktentwicklungen geht. Beunruhigt dürfte auch die EU sein, da Greenspan dem Euro eine kurze und schmähliche Zukunft vorausgesagt hat.

Die Autoren haben aus ihrem Buch glücklicherweise keine Biographie gemacht, sondern sich zielsicher auf die Eigenschaften konzentriert, die Greenspan sowohl für die Finanzwelt als auch das politische Parkett interessant machen. „Der Pate der Wall Street“ gehört zu den gleichermaßen geschätzten und gefürchteten TopTen der Wirtschaftspolitik.

Ob Sozialreform, Bildungsreform oder Umstrukturierung Russlands: Greenspans Analysen gelten als unbestechlich und richtungsweisend. Was er sagt, kann Entwicklungen beeinflussen und Märkte bewegen. Das erklärt auch den Untertitel des Buches, „Die Macht der Worte“.

Wer Interesse an zukünftigen Entwicklungen des Wirtschaftsmarktes, der Börsen und des Bankensystems hat, kann hier eine Menge lernen, wobei die Zitate und Texte Greenspans durch die Autoren nach Unterthemen zusammengefasst und um Erläuterungen ergänzt wurden. Bleibt nur zu hoffen, dass sich Greenspan zumindest in bezug auf den Euro geirrt hat. (SK)

Titel: Alan Greenspan : Die Macht der Worte
Autor: David B. Sicilia, Jeffrey L. Cruikshank
Verlag: Börsenverlag
Seiten: 352
ISBN: 3898430138

Jesse Livermore – Geschichte der Börsenlegende

Erstellt am: Dezember 12th, 2007

Sein Name ist für jeden wahren Börsianer ein Begriff: Jesse Livermore, genannt „König der Spekulanten“. Sein Einfluss und seine Macht waren zwischenzeitlich derart groß, dass man sogar munkelte, er sei persönlich für den großen Börsencrash von 1929 verantwortlich gewesen.

Richard Smitten hat sich der Legende um den „großen Bären der Wall Street“ gewidmet. Wie gelang es Livermore, sich aus ärmlichen Verhältnissen zu einem der reichsten Männer hochzuarbeiten? Welche Strategien und Ideen trieben ihn zum Erfolg – und was verursachte seinen Absturz, der im November 1940 mit einem Selbstmord endete?

Livermore beschäftigte sich schon als Jugendlicher mit der Börse, die ihn zunehmend faszinierte. Mit 15 tätigte er erste Geschäfte in den sogenannten Bucket Shops. Nach sieben Jahren Trading besaß er 1899 10.000 Dollar Einsatzkapital. Die folgenden Jahre waren Berg- und Talfahrten: Mal machte er unglaubliche Gewinne, dann war er von einem Tag auf den anderen pleite, wodurch u.a. 1901 seine erste Ehe das Zeitliches segnete.

Die Stärke von Smittens Buch ist sicher nicht geheimes Insiderwissen, das einem über Nacht Reichtümer bescheren könnten, vielmehr schafft er es, die Faszination der Börse, die nicht nur Livermore selbst, sondern auch viele seiner Zeitgenossen oft zum Verhängnis wurde, überspringen zu lassen. Livermore war kein Genie oder Glückskind, er war ein intensiver Beobachter und Analyst. Sein vorrangiges Ziel war das Lernen aus Fehlern – seiner eigenen und die der anderen.

Eine seiner Kernaussagen gibt einen Teil seines universellen Ansatzes recht gut wieder: „Die Wall Street ändert sich nicht, Gewinner und Verlierer wechseln, Aktien kommen und gehen, doch die Wall Street ändert sich nicht – weil sich die Menschen nicht ändern.“

Fazit: Kein Buch für diejenigen, die nach dem puren Geheimnis des Erfolges suchen, aber eines für jene, die sich für den Menschen Livermore interessieren und von seinen Erfahrungen und Ableitungen daraus profitieren möchten. (SK)

Titel: Jesse Livermore – Geschichte der Börsenlegende
Autor: Richard Smitten
Verlag: Börsenverlag
Seiten: 348
ISBN: 3898430146

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