Windharfe

Erstellt am: September 23rd, 2007

Aurians Suche nach den Artefakten der Macht geht weiter. Im ersten Teil der Geschichte hatte sie ja eins dieser magischen Teile an sich bringen können, aber nun da ihre Schwangerschaft so weit vorgeschritten ist, kann sie ihre Kräfte nicht mehr nutzen. Und auch Miathan, der böse Erzmagusch ist nicht untätig. Er verfolgt jeden der Schritte die Aurian, Anvar und ihre Freunde tun. Und jetzt will er sie in eine Falle locken.

Der kleine Trupp befindet sich auf dem Weg nach Aerillia, der Stadt der Geflügelten. Aber der grausame Winter, den die Wettermagusch Eliseth heraufbeschworen hat, behindert sie auf Schritt und Tritt. Anvar und Aurian hoffen, dass sie dort neue Verbündete finden werden, schliesslich begleitet sie Rabe, die Prinzessin der Geflügelten.

Derweil sind auch die anderen die gegen den Erzmagusch kämpfen nicht untätig. Manchmal ist es schwer der Geschichte zu folgen, weil es so viele „Nebengeschichten“ gibt, die aber alle irgendwo eine wichtige Bedeutung haben. Und auch Forral, der eigentlich schon längst bei den Toten weilen sollten, hat immer noch ein Auge auf Aurian. Diese weiss allerdings noch nicht, dass der Erzmagusch ihr ungeborenes Kind verflucht hat. Es warten jede Menge Abenteuer auf unsere Freunde.

„Windharfe“ ist eine gelungene Fortsetzung, die es wirklich in sich hat. Unheimlich spannend und meisterhaft geschrieben. Wer also wissen will was Leviathane, Moldan, Phaerie und Xandim sind, der sollte einfach diese Geschichte lesen.

Kritik geschrieben von Isolde Wehr, Herausgeberin der romantischen Bücherecke

Titel: Windharfe
Autor: Maggie Furey
Verlag: Bastei Lübbe Taschenbücher
Seiten: 540
ISBN: 3404202678

Flammenschwert

Erstellt am: September 23rd, 2007

Aurians Aufgabe besteht noch immer darin die Artefakte der Macht an sich zu bringen. Sie hat bisher den Stab der Erde errungen und Anvar die Windharfe, aber es fehlt noch das Flammenschwert.

Aurian und Anvar sind noch in Aerillia und helfen Rabe, der Königin der Geflügelten das Land wieder fruchtbar zu machen. Der grausame Winter den die Magusch Eliseth über das Land geschickt hatte und den Anvar besiegt hat, hat auch hier seinen Tribut gefordert. Aber die Reise in Richtung Nexia muss fortgesetzt werden. Und man ist gezwungen sich von Freunden zu trennen. Zuerst begibt sich der kleine Trupp bestehend aus Shia, der Katze und ihrem Partner, Anvar, Aurian und ihrem verzauberten Sohn Wolf und noch einigen anderen treuen Freunden in die Festung der Xandim. Parric, der jetzige Rudelsfürst ist ein Mensch und kann daher diese Position über die Xandim nicht beibehalten. Jetzt liegen alle Hoffnungen auf Schiannath, einem jungen Gesetzlosen der zur neuen Freundesschar Aurians zählt.

Aber ein Aufstand kompliziert die ganze Sache und sogar Chiamh, das Windauge, hat keine Gewalt mehr über seine Landsleute. Wieder müssen Aurian und Anvar fliehen und verlieren dabei einen guten Freund. Derweil kämpfen andere in Nexia ums Überleben. Zanna versucht ihren Vater aus der Gewalt des Erzmagusch zu befreien während die Nachtfahrer Yanis und Tarnal die beiden verzweifelt suchen.

Aurian findet heraus wo das Flammenschwert auf den Einen wartet, aber bis sie an diesen Ort gelangt, hat sie zusammen mit ihren treuen Freunden die sie begleiten, noch viele Abenteuer zu bestehen.

Und ich bin gespannt wie die Geschichte im vierten Teil „Dhiammara“ weitergehen wird!

Kritik geschrieben von Isolde Wehr, Herausgeberin der romantischen Bücherecke

Titel: Flammenschwert
Autor: Maggie Furey
Verlag: Bastei Lübbe Taschenbücher
Seiten: 537
ISBN: 3404202848

Dhiammara

Erstellt am: September 23rd, 2007

Am Ende des dritten Teils verschwanden Anvar, Eliseth, Aurian und ein paar ihrer treuen Freunde durch einen Riss in der Zeit. Eliseth taucht nach sieben Jahren wieder in der Zukunft auf. Die Akademie ist verlassen und Nexia wird von Vannor regiert, etwas was ihr überhaupt nicht passt. Als sie herausfindet das sie mit dem Gral Menschen wiederbeleben und zu ihren Marionetten machen kann, nutzt sie ihre neue Macht auf alle nur möglichen Art und Weisen. Zuerst tötet sie Anvar, der gleich nach ihr wieder in der Zeit aufgetaucht ist, um ihn zu ihrem Werkzeug zu machen und dann Vannor.

Drei weitere Jahre vergeben, bevor Aurian und ihre Freunde wieder auftauchen. D’arvan wird gleich von seinem Vater Hellorin, dem Herrn der Phaerie, entführt. Und Aurian sieht das ein furchtbares Erdbeben grosse Teile Nexias verwüstet hat und dass ein machtgieriger Kaufmann die Kontrolle über die Stadt an sich gerissen hat. Zuerst findet sie den Körper Anvars gefangen in einem Zeitzauber in der Akademie wieder. Nach dem Auflösen des Zaubers jedoch erwartet sie eine böse Überraschung, denn nicht Anvars Geist sondern Forrals ist bei der Wiederbelebung von den Toten zurückgekehrt.

Nach dem ersten Schock schmieden Aurian, Forral sowie die Katzen Shia und Khanu Pläne wie sie Eliseth finden und dem ganzen Spuk endlich ein Ende setzen koennen. Aber so einfach ist das ganze nicht, denn die böse Magusch befindet sich jetzt in den südlichen Landesteilen und versucht dort die Macht an sich zu reissen.

Aurians begibt sich auf die Reise. Diesmal gilt es nicht nur die Artefakte der Macht vor weiterem Missbrauch zu schützen sondern sie muss auch Anvar wieder in seinen Körper zurückbringen und Wolf in seinem menschliche Gestalt zurückverwandeln. Nicht alle sind ihr wohlgesonnen und daher muss sie gegen neue Feinde kämpfen um das Leben ihrer Freunde zu schützen.

Ein krönender Abschluss dieser Saga! Maggie Furey hat unvergessliche Helden in einer wahrhaft zauberhaften Geschichte erschaffen!

Kritik geschrieben von Isolde Wehr, Herausgeberin der romantischen Bücherecke

Titel: Dhiammara
Autor: Maggie Furey
Verlag: Bastei Lübbe Taschenbücher
Seiten: 670
ISBN: 3404203267

Galileo

Erstellt am: September 23rd, 2007

In Clive Barkers Buch „Galileo“ geht es um eine Familie, einen Clan. Das Buch beschreibt eine Familiengeschichte des Barbarossa-Clans. Auf den ersten Blick vermutet man eine neue Stilrichtung Barkers, doch übernatürliche Dinge und Erscheinungen lassen nicht allzu lange auf sich warten. Die Geschichte spielt vor einer Vielzahl an Jahren: die Barbarossas, ein Clan (fast) unsterblicher götterähnlicher Gestalten, gibt es schon seit dem Anbeginn der Zeit. Maddoy Barbarossa schreibt an einer Familienchronik. Wie alle Mitglieder der Familie ist auch er unsterblich. Das Herrenhaus im amerikanischen North Carolina bringt ihn zurück in die Vergangenheit: die Gearys.

Die Gearys, eine der reichsten Familien der Welt, stoßen im ersten Weltkrieg hinzu. Das Schicksal beider Familien ist eng miteinander verknüpft. Eine außerordentliche Spannung erwartet den Leser, denn an ihm ist es die Zusammenhänge herauszubekommen.

Die Einzelereignisse erinnern teilweise an eine Soap-Opera, teils aber auch an die guten alten Gothic-Horror Geschichten der 40er und 50er Jahre. Clive Barker liefert eine ungewöhnliche Mischung, die sich nicht leicht beschreiben lässt. Das Buch ist ein weiterer hervorragender Roman des Horrorautors Clive Barken. (PF / DB)

Titel: Galileo
Autor: Clive Barker
Verlag: Heyne Verlag
Seiten: 910
ISBN: 3453174259

Feuerwurm

Erstellt am: September 23rd, 2007

Ein Psychiater, dessen Spezialgebiet die „Theripie vorangegangener Leben“ ist, klingt nicht gerade vertrauenserweckend. John Cunningham ist dieser Psychiater. In dem Buch „Feuerwurm“ von Ian Watson führt er seine Patienten mittels Hypnose in vergangene Zeiten und Leben zurück. Schreckliche Geschichten kommen zu Tage.

Tony, ein Patient des Psychiaters, berichtet unter Hypnose, dass zwei Schuljungen in den 50er Jahren einem schrecklichen Wesen begegnet sind. Lauert es noch immer in den tiefen Felshöhlen vor der englischen Küste?

Ian Watson schreibt voller Spannung . Bereits die ersten Zeilen des Buches fesseln den Leser auf eine besondere Art und Weise. Der Autor schreibt einfach und klar verständlich. Der spannende Roman verknüpft zugleich historische Elemente, wie Alchemie, aber auch klassisches aus Science-Fiction und Horror. (Patrick Fiekers)

Titel: Feuerwurm
Autor: Ian Watson
Verlag: Blitz Verlag
Seiten: 221
ISBN: 3898409015

Meister der Dimensionen

Erstellt am: September 23rd, 2007

Robert Wolff stößt bei der Besichtigung eines Hauses auf ein Tor in eine fremde, unbekannte Welt. Dort sieht er einen Mann, der ihm ein silbernes Horn zuwirft. Da er jeden Moment überrascht werden kann, versteckt er es schnell. Nachts bricht er in das Haus ein und dringt mit Hilfe des Hornes in die Fremde Welt ein.

Dort trifft er auf eine von phantastischen Geschöpfen bevölkertes Paradies und wird durch die dort vorgefundene Nahrung wieder zum jungen, kräftigen Mann. Mit der Zeit findet es heraus, daß die Bewohner zwar ein dem Vergnügen gewidmetes Leben führen, aber sonst keinerlei Ambitionen zu haben scheinen. Auch von einem geheimnisvollen, scheinbar allmächtigen Herrn über diese, anscheinend künstlich geschaffenen Welt erfährt er.

Gerade als er sich mit einer der Bewohnerrinnen näher anfreundet, wird er von einer Horde fürchterlicher Wesen angegriffen. Er kann vorerst knapp entkommen, doch schließlich überwältigen sie ihn, bemächtigen sich des Mädchens und des Horns und lassen ihn in einer ausweglosen Situation zurück. Ein anderer Bewohner dieser seltsamen Welt rettet ihn und er macht sich an die Verfolgung einen riesigen Berg hinauf.

Wieder gerät er in Gefangenschaft. Dieses mal ist es eine Art Harpie, die über zahlreiche riesige Adler herrscht und den Herrscher der Welt abgrundtief hasst. Mit Hilfe eines anderen, wortgewandten Gefangenen kann Wolff sie davon überzeugen, dass er selbst hinter Häschern des Herrn her ist und dadurch wieder in Freiheit gelangen. Zusammen mit diesem Mann, dessen Name Kickaha ist und der sich auf dieser seltsamen Welt sehr gut auszukennen scheint, macht er sich wieder an die ursprüngliche Verfolgung. Von seinem neuen Freund erfährt Wolff, dass diese Welt wie eine mehrstöckige Torte beschaffen ist, der Paradiesgarten war die unterste Ebene, als nächste erreichen sie eine Ebene, die der amerikanischen Prärie vor Ankunft der Weißen ähnelt. Manche dort lebende Geschöpfe gab es auf der Erde aber bestenfalls in Legenden.

Ähnlich wie im „Flußwelt“-Zyklus hat Farmer hier einen Fantasyroman mit Science Fiction-Hintergrund geschrieben. Ein Mensch gerät in eine phantastische, von legendären Wesen bevölkerte Welt, die von einem fremden, technisch weit höher entwickeltem Volk geschaffen worden ist. Im Grunde ist es aber ein reiner Fantasyroman. Die Haupthandlung besteht aus einer für dieses Genre so typischen Reise durch eine märchenhafte Welt mit wunderlichen Geschöpfen und seltsamen Gegenständen um schlussendlich den Oberbösewicht zu besiegen. Die Protagonisten sind ebenso durchschnittlich und mit relativ wenig Überraschungen ausgestattet wie die Geschichte selbst. Zu seiner Entstehungszeit waren diese Gleise aber noch nicht so ausgefahren und die Idee noch innovativ. Für den heutigen Leser bleibt dank der Erzählkunst des Autors noch immer ein überdurchschnittlicher Fantasyroman.

Das Buch hat übrigens ein richtiges Ende, obwohl noch vier Fortsetzungen folgen.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at

Titel: Meister der Dimensionen
Autor: Philip José Farmer
Verlag: Knaur
Seiten: 288
ISBN: 3426605112

Die Chronik der Unsterblichen – Der Todesstoss

Erstellt am: September 23rd, 2007

Der Schwertkämpfer Andrej und sein treuer Freund, der Pirat Abu Dun, stoßen auf ihrer Reise durch Bayern, zufällig auf eine Hexenverbrennung. Andrej erkennt in der Gestalt auf dem Scheiterhaufen Maria. Zehn Jahre sucht er bereits nach ihr, hatte auf ein Lebenszeichen von ihr gehofft und wurde ständig enttäuscht. Nach der erfolgreichen Rettung erkennt Andrej, dass es sich nicht um Maria handelt, sondern um Alessa, ein Wesen seiner Art. Fassungslos muss Andrej wenig später ihren Tod beklage, nahm er doch bislang an, Wesen seiner Art könnten nur durch eine Gewalttat sterben. Auf der Suche nach der Puuri Dan, der weisen Frau aus Alessas Sippe, von der Andrej mehr über die Herkunft des Mädchens und damit auch seine eigene zu erfahren hofft, führt ihn und Abu Dan in das bayerische Dorf Trentklemm. Fremde scheinen hier nicht willkommen zu sein. Einzig Birger bietet den Reisenden seine Gastfreundschaft an und offenbart die Gründe für die Zurückhaltung. Anhänger eines alten Teufelskultes, überfielen das Dorf und raubten Frauen und Kinder. Darunter auch die Tochter Birgers. Bei dem Versuch das Mädchen zu befreien, gerät Andrej in die Fänge eines dämonischen Geschöpfes.

Nach einem Kampf, den Andrej mit knapper Not überlebt, büßt er seine übermenschlichen Kräfte ein. Trotzdem gelingt es ihnen Birgers Tochter zu befreien. Erneut treffen die beiden Freunde auf das Ungeheuer und besiegen es schließlich. Andrej erkennt, dass das Geheimnis des Ungeheuers eng mit seiner Existenz verbunden ist. Mit dem Tod des Ungeheuers kehren auch allmählich seine übermenschlichen Kräfte zurück.

Auf dem Rückweg nach Trentklemm kommt es zu einem Kampf zwischen Andrej und einem Soldaten. Als dieser verwundet vor ihm liegt, riecht Andrej das Blut des Mannes und verliert die Kontrolle über sich. Der winzige, menschlich gebliebene Teil in ihm krümmt sich vor Entsetzen, als er sieht, was er dem Mann angetan hat, aber der Wolf in ihm triumphiert.

Der Todesstoss ist der dritte Teil der Chronik der Unsterblichen. Eine absolut süchtig machende Geschichte. Ein lesenswertes Buch, das einen neuen Typus von Vampir beschreibt. Der Inhalt überzeugt, doch leider nicht das Buch an sich. Der Preis ist nicht gerechtfertigt. Grosse Buchstaben und fast mehr Seitenränder als Text sind bei einem Preis von ca. DM 40 eine Frechheit. (Silvia Dunker)

Titel: Die Chronik der Unsterblichen – Der Todesstoss
Autor: Hohlbein, Wolfgang
Verlag: vgs verlag
Seiten: 405
ISBN: 3802527712

Necropolis

Erstellt am: September 23rd, 2007

Seiner Anfälligkeit für Krankheiten verdanken Dark-Fantasy-Fans einen der besten Erschöpfer düsterer Welten und bizarrer Erzählungen: Im Alter von fünf Jahren erkrankte Clark Ashton Smith und der Schulbesuch wurde für über ein Jahr unmöglich. Während dieser Zeit entwickelte er sich zur Leseratte und verschlang von „Robinson Crusoe“ über „Andersen Märchen“ bis hin zu „Gullivers Reisen“ alles, was ihm als literarisches Futter in die Hände fiel.

Ähnlich wie H.P. Lovecraft, der sich später zu einem großen Bewunderer von Smith entwickelte, der diese Bewunderung in gleichem Maße erwiderte, entwickelte sich Smith zu einem Stubenhocker, der mit anderen Menschen nur wenig anfangen konnte und seine Zuflucht in dem unerschöpflichen Reich der Fantasie fand. Dazu passt auch, dass er den Besuch der Highschool nach wenigen Wochen abbrach, da er der unerschütterlichen Meinung war, dass er autodidaktisch besser lernen könnte und sich so optimal auf sein Berufsziel Dichter vorbereiten könne. Sein Eigenunterricht war von grandiosem Erfolg gekrönt: Er brachte sich selbst Latein, Französisch und Spanien bei und las das komplette amerikanische Wörterbuch und prägte es sich Wort für Wort ein. Dieser Wortschatz wirkte sich äußerst positiv auf seine Erzählungen aus, dessen erste Blüten bereits im Alter von 11 Jahren erschienen. Im Alter von 13 Jahren kam Smith zum ersten Mal mit dem Werk von Edgar Allan Poe in Kontakt, der ihn und seine Arbeiten stark beeinflusste.

Im Laufe der folgenden Jahre konnte Smith einige seiner Werke an die damals relativ populären Pulp-Magazine wie „Weird Tales“ verkaufen, wo auch Lovecraft einige seiner Werke veröffentlichen ließ. Lovecraft war es auch, der Smith dazu überredete, seine Werke an „Weird Tales“ zu verkaufen, da Smith zuvor sein Geld primär mit ihm verhasster körperlicher Arbeit verdienen musste, denn die Zeit war damals noch nicht reif für die hohe literarische Qualität seiner Geschichten.

Im vorliegenden „Necropolis“, welches in „H.P. Lovecrafts Bibliothek des Schreckens“ im Festa Verlag erschienen ist, geben 15 Erzählungen einen repräsentativen Querschnitt durch das gesamte schriftstellerische Können von Smith. Spielen einige seiner Erzählungen in Fantasiewelten, so bleiben sie immer noch so realistisch, dass man darin Gleichnisse von immer noch aktueller Bedeutung sehen kann. Sein Schreibstil hinterlässt auch heute noch tiefen Eindruck bei vielen Horrorautoren, so dass man bei der Lektüre seiner Erzählungen unwillkürlich denkt, dass man einiges davon schon bei anderen Autoren gelesen hat. Doch auch die Einflüsse, die andere Autoren auf ihn hatten, sind vorhanden: Manche Passagen oder Vergleiche ähneln Ambrose Pierce, mit dem ihm auch eine starke Abneigung gegen alles Weibliche gemein zu sein scheint.

Das Buch beinhaltet sieben Geschichten aus Zothique, dem letzten Kontinent der Erde in ferner Zukunft. Dieser Erdteil wird von Söldnern, Leichenbeschwörern und Magiern bevölkert, die Technik wurde von der Magie verdrängt. Doch was jetzt wie ein typisches Setting für eine Conan-Erzählung klingt, entwickelt sich unter Smiths Feder zu einem dekadenten Alptraum, der exemplarisch ist für die anderen Zyklen, die Smith im Laufe seiner kreativen Karriere erschuf.

Die andere Hälfte des Buches enthält Geschichten aus dieser und jener Welt, deren Gleichnischarakter stets offensichtlich ist, von ihrer Spannung und hohen sprachlichen Qualität ganz zu schweigen. Abgerundet wird dieser empfehlenswerte Beitrag zu „H.P. Lovecrafts Bibliothek des Schreckens“ von einer umfangreichen Biographie und einem Gedicht, welches H.P. Lovecraft höchstpersönlich für Clark Ashton Smith verfasst hat. (Tino Hahn)

Titel: Necropolis
Autor: Clark Ashton Smith
Verlag: Festa Verlag
Seiten: 254
ISBN: 3935822030

Der Anhalter

Erstellt am: September 23rd, 2007

Wie kaum anders zu erwarten, garantiert auch das neue Buch des Gänsehaut-Experten Stine wieder einige spannende Lesestunden für Jugendliche . Diesmal geht es um einen attraktiven jungen Anhalter mit einem schwierigen, zum Jähzorn neigenden Charakter, offensichtlich auf der Flucht vor den Folgen seines eigenen Temperaments – und zwei Teenager auf Urlaubsfahrt, die ihn mitnehmen. Die beiden Mädchen reagieren sehr unterschiedlich auf den geheimnisvollen Mann. Die eine, draufgängerisch und mit Sinn für’s Gefährliche, interessiert sich sehr für ihn , während die andere ihm, eher vorsichtig und ängstlich, ablehnend und feindselig gegenübersteht. Ein kleiner aggressiver Zwischenfall in einer Raststätte, Radiomeldungen über einen von einem Anhalter begangenen Mord an einem Autofahrer sowie eine bei einem Verwandtenbesuch entwendete Brieftasche rücken ihn nicht gerade in ein gutes Licht. So knistert es heftig im Wageninneren, und zu allem Überfluss werden die drei auch noch verfolgt. Es kommt zu Streit und Unstimmigkeiten, bis eines der Mädchen verschwindet… Aber wie das so ist im Krimi, am Schluss kommt alles ganz ganz anders – und nach dem verblüffenden furiosen Finale liest man das Buch gleich noch einmal, um zu sehen, wo man dem Autor auf den Leim gegangen ist. In einem Wort: Voll krass.

Titel: Der Anhalter
Autor: R. L. Stine
Verlag: Heyne Verlag
Seiten: 140
ISBN: 3453189957

Stein und Efeu

Erstellt am: September 23rd, 2007

Mychael ab Arawn, der Bruder von Ceridwen (bekannt aus Kelch und Schwert) ist auf Carn Merioneth geblieben, während seine Schwester mit ihrem Geliebten, dem Magier Dain, nach Norden gegangen ist. Nach der gewaltigen Schlacht um Carn Merioneth, die Rhuddlan, der König der Quicken-tree gewonnen hat, versucht dieser nun, die Burg bei der Menschheit in Vergessenheit geraten zu lassen. Zu viel ist passiert, so dass man Angst haben muss, die Menschheit kann mit dem Erbe der magischen Völker die auf der Erde leben, nicht umgehen.

Mychael wird von einer Ruhelosigkeit angetrieben, die er sich nicht erklären kann. In seinen Adern brennt ein Feuer, was er als Wahnsinn deutet und den er unbedingt bekämpfen will. Da ihn niemand versteht, ist er auf Carn Merioneth ein Außenseiter. Ähnlich ergeht es Llynya, dem Ätherwesen. Sie trauert noch immer Morgan hinterher, der Dieb ist in ein Wurmloch gefallen und treibt seitdem durch die Unendlichkeit.

Llynya möchte Morgan befreien, und der einzige der ihr bei einem Abstieg in ein Wurmloch helfen könnte, wäre Mychael. Also versucht sie, den wilden Mann auf sich aufmerksam zu machen. Das klappt auch, aber ganz anders, als sie es sich vorgestellt hat, denn Mychael fühlt sich geradezu magisch von der bezaubernden Llynya angezogen.

Doch es bleibt keine Zeit für sie, ihre Gefühle in Ruhe zu erforschen. Denn die Dunkelheit ist auf dem Weg, die Erde zu verschlingen und Mychael und Llynya müssen ihrer Bestimmung folgen und kämpfen, nicht nur um ihr Leben, sondern um das Leben aller …

Eine wahrhaft meisterhaft geschriebene Fortsetzung zu „Kelch und Schwert“. Fantasy vom Feinsten, gemischt mit einer tollen Liebesgeschichte, dieses Buch sollte sich niemand entgehen lassen. Glenna McReynolds gibt dem Begriff Fantasy Romance eine ganz neue Bedeutung!

Kritik geschrieben von Isolde Wehr, Herausgeberin von „Die romantische Bücherecke“

Titel: Stein und Efeu
Autor: Glenna McReynolds
Verlag: Goldmann / Blanvalet
Seiten: 575
ISBN: 3442352991

Weitere Buchbesprechungen im Lesertreff: