Die Masken des Cthulhu

Erstellt am: September 23rd, 2007

Die Erzählungen in „Die Masken des Cthulhu“ bedienen sich definitiv Lovecraftscher Themen und Motive, wie eine Vorbemerkung versichert und der interessierte Leser schon nach wenigen Sätzen überdeutlich spürt. Sofort spürt man wieder das typische Grauen, welches von Lovecrafts Geschichten und seinen Fantasien und Kreationen ausgeht. Bei „Die Masken des Cthulhu“ handelt es sich um einen Episodenroman und eine der Episoden, „Hasturs Rückkehr“, wurde noch vor dem Tod Lovecrafts begonnen, welcher sogar die Anfangsseiten und das Expose gelesen hatte und einige Ideen und Vorschläge einbrachte. Doch trotz der Mitarbeit von Lovecraft an der Geschichte versprüht eine andere der insgesamt sechs Geschichten das größte Grauen und den schockierendsten Grusel: Es handelt sich hierbei um die Geschichte „Etwas aus Holz“, deren Stil überwältigend ist und ein Fest für jeden Freund Lovecraftscher Atmosphäre darstellen dürfte. Aber auch die restlichen Geschichten um Ziegenmelker in den Bergen, einem Haus im Tal und dem Siegel von R`Lyeh sind Kleinode des literarischen Schrecken, von denen man heutzutage leider viel zu wenige findet.

„Die Masken des Cthulhu“ wurde von August Derleth (1909-1971) verfasst, der entscheidenden Einfluss auf den weltweiten Ruhm von H.P. Lovecraft hatte. Ohne seinen Enthusiasmus, mit dem er sich des kargen literarischen Werkes seines verstorbenen Freundes annahm. Nach der Gründung des Verlags Arkham House verlegte er dort die Erzählungen von Lovecraft, die sich im Laufe der Jahre von Geheimtipps zu anerkannten literarischen Horrorromanen entwickelten und sich neben Autoren wie Edgar Allan Poe etablieren konnten. Derleth griff viele der Motive von Lovecraft auf und ersann daraus die Geschichten, die jetzt in diesem Episodenroman vorliegen, wobei zu beachten ist, dass sich sämtliche Stories aus dem Cthulhu-Mythos berufen. Dadurch stellen die Geschichten in diesem siebten Band in „H.P. Lovecrafts Bibliothek des Schreckens“ welche im Festa Verlag erscheint, einen wunderbaren Tribut und eine tiefe Würdigung eines genialen Autors dar.

Fazit: „Die Masken des Cthulhu“ ist ein Muss für alle Fans von Lovecraft und dem von ihm kreierten Cthulhu-Mythos. Auch Fans von atmosphärisch hochwertigen Gruselgeschichten dürfen unbesorgt zugreifen.

Titel: Die Masken des Cthulhu
Autor: August Derleth
Verlag: Festa Verlag
Seiten: 175
ISBN: 3935822073

Imagica

Erstellt am: September 23rd, 2007

Charlie Eastbrook hetzt seiner Frau Judith einen Killer auf den Hals, weil sie sich von ihm getrennt hat. Doch bald darauf bereut er diesen Schritt und bittet den ehemaligen Liebhaber Judiths, John Furie Zacharias Judith zu warnen. Der Lebemann und verhinderte Maler Zacharias kommt gerade zurecht, um einen Anschlag zu verhindern. Als er den Killer verfolgt, kommt es zu einer seltsamen kurzen Begegnung zwischen Verfolger und Flüchtenden. Judith will aber von Zacharias nichts wissen und er kehrt zurück. Wieder trifft er auf den seltsamen Killer namens Pie’oh’pah und wird von ihm auf eine Reise in das wundersame Imagica mitgenommen. Auch Judith hat inzwischen von dieser ungewöhnlichen Welt erfahren und reist nach vielen Verwicklungen mit dem zwielichtigen Dowd ebenfalls dort hin. Und damit beginnt für Beide eine Zeit der Wunder …

Ein umfangreiches Fantasy-Epos mit zahlreichen Protagonisten. Barker vermischt gekonnt typische Mysteryelemente mit Fantasy und macht eine packende und trotz des Umfanges des Buches niemals langweilige Geschichte daraus. Wobei vor allem seine Beschreibung der Figuren und der komplexe Hintergrund ausgezeichnet beschrieben werden. Obwohl er auch eine Reise, das klassische Element der Fantasy für die Beschreibung einer fremden Welt und ihrer Bewohner benutzt, ist es keine der üblichen Tolkien-Nachahmungen mit ihren üblichen, mittelalterlichen Welten. Eine Menge guter Ideen werden mit gekonntem Schreibstil zu einer umfangreichen aber schlüssigen Geschichte verwoben. Nur manchmal hat sich der Autor etwas zuviel mit der modernen Esoterik beschäftigt, und man merkt es manchmal etwas zu deutlich. Die beste Geschichte, die ich bisher von Barker gelesen hab und reichlich ausgezeichneter Lesestoff für vergleichsweise wenig Geld.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at

Titel: Imagica
Autor: Clive Barker
Verlag: Heyne Verlag
Seiten: 1069
ISBN: 3453082060

Die Stadt der Götter

Erstellt am: September 23rd, 2007

Rap und Inos reisen sich mit ihren jeweiligen Reisegefährten nach Hub, der Hauptstadt des mächtigen Impire. Dort treffen sie auf ihre Gegner und die vier berüchtigten Hexenmeister zu einem furiosen Finale.

„Die Stadt der Götter“ ist der vierte und letzte Teil der Pandemia Saga. Insgesamt ist es solide und auch spannend geschriebene Unterhaltung.

Die Hintergrundwelt Pandemia bietet zwar wenig überraschendes und ist zum Teil aus der irdischen Geschichte abgekupfert und mit für Fantasy-Romane typische Namen versehen und zum Teil genau so wie Elben, Zwerge usw. auch in anderen Büchern des Genres beschrieben werden. Dafür sind die Personen gut und oft als vielschichtige Charaktere beschrieben. Der richtige Lesestoff um zwischendurch verschlungen zu werden.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at

Titel: Die Stadt der Götter
Autor: Dave Duncan
Verlag: Bechtermünz Verlag
Seiten: 542
ISBN: 3404202880

Die Insel der Elben

Erstellt am: September 23rd, 2007

Im letzten Moment wurden die frischgebackene Königin Inos und ihre Tante Kade von der Magierin Rasha aus einer von gegnerischen Soldaten belagerten Kammer gerettet. Sie landen im orientalischen Arakkaran und es stellt sich heraus, dass ihre Retterin nicht unbedingt selbstlos ist.

Rap, sein unfreiwilliger und ungewünschter Sklave, der Kobold Little Chicken und der verwünschte Dieb Thinal blieben in der Kammer zurück, werden aber von der Hexe des Nordens, Bright Water, gerettet indem sie von ihr nach Faery, die Insel der Elben geschafft werden.

Während Königin Inos sich mit Azak, dem Herrscher von Arakkaran anfreundet und ihre Flucht plant, geraten Rap und seine Reisegefährten langsam hinter das Geheimnis der Insel der Elben und damit in den Weg des mächtigen Hexenmeisters des Westens, dem rücksichtslosen Zwerg Zinixo.

Der zweite Teil der Pandemia Saga ist wie der Erste solide Fantasy-Kost und leidet noch etwas mehr an zeitweiser Langatmigkeit. Die bisher durchaus lesenswerte und unterhaltsame Geschichte der beiden ersten Teile hätte gut und gerne auf der Hälfte der Seiten Platz gefunden, wenn die unwichtigeren Szenen deutlich kompakter erzählt worden wären.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at

Titel: Die Insel der Elben
Autor: Dave Duncan
Verlag: Bechtermünz Verlag
Seiten: 474
ISBN: 3404202716

Der Zauberturm

Erstellt am: September 23rd, 2007

Caris, ein junger Krieger im Dienste der Magier, beobachtet einen Mord. Als sein Großvater, der Erzmagnus, den seit Jahren in einem Turm verbannten Magier Antryg Windrose aufsucht, begleitet er ihn als Leibwächter. Bei einem der Besuche verschwindet Windrose zusammen mit dem Erzmagnus durch ein Tor zwischen den Welten und Caris kann ihnen gerade noch hinterher folgen, bevor es sich wieder schließt. Das Tor führt in unsere Welt, und Claris kann zwar Windrose entdecken, nicht aber den Erzmagnus.

Überraschend müssen beide wieder durch ein Tor in ihre Welt fliehen, wobei sie gezwungen sind, die junge Computerprogrammiererin Joanna mitzunehmen. Eigenartige und gefährliche Dinge gehen dort vor sich. Monströse Wesen treiben ihr Unwesen und die Drei werden von der Kirche und dem Regenten verfolgt. Ständig auf der Flucht, versuchen sie etwas über die Hintergründe der beängstigenden Ereignisse herauszubekommen.

Der flott und spannend geschriebene Parallelwelt-Fantasyroman hat einen originellen Plot und , vor allem zum Schluss, einige überraschende Wendungen. Er ist eindeutig eines der bemerkenswerteren Bücher im Fantasy-Bereich der sonst zum großen Teil vom schlechten Durchschnitt dominiert wird.

Am Ende gibt’s einen Cliff-Hanger der erst im Folgeband der Trilogie „Der Megabyte-Magier“ auflöst.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at

Titel: Der Zauberturm
Autor: Barbara Hambly
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 378
ISBN: 3404202392

Der Fall Charles Dexter Ward

Erstellt am: September 23rd, 2007

Der junge Charles Dexter Ward stößt bei seinen Nachforschungen über seine Familie auf den geheimnisvollen Joseph Curwen. Das Andenken an diesen unheimlichen Mann ist fast völlig ausgetilgt worden und Ward kann nur in mühevoller Kleinarbeit Stück für Stück aus der Vergangenheit erfahren. Sein Vorfahre scheint sich sehr intensiv mit Okkultismus beschäftigt haben, und Ward ist von dieser Persönlichkeit immer stärker fasziniert und beginnt selbst mit dem Studium der Geheimwissenschaften. Sein immer eigenartigeres Verhalten beunruhigt seine Familie und ihre Ängste sind nicht unbegründet. Mit steigendem Wissen wird auch die Gefahr durch die fürchterlichen Mächte für Ward immer größer, die er neugierig anzurufen versucht.

Lovecraft ist eine der Kultfiguren um Horrorgenre und Vorbild für viele heutige Autoren. Sein berühmter, die Schrecken meist nur andeutender, nie gänzlich beschreibender Stil schafft eine überaus passende Atmosphäre. Alle seine Geschichten haben einen gemeinsamen, von ihm geschaffenen mystischen Hintergrund der von zahlreichen, späteren Autoren weiter verwendet worden ist und auch den Hintergrund für ein Rollenspielsystem bildet. Manche Dinge daraus, wie das berüchtigte Necronomicon, geistern als werden von manchen Esoterikern noch heute für geheimnisumwitterte Realität gehalten.

„Der Fall Charles Dexter Ward“ ist sein einziger Roman und wurde erst nach seinem Tod erstmals in „Weird Tales“ veröffentlicht. Sonst schreib er nur Kurzgeschichten und Erzählungen. Für jeden, der Lovecraft noch nicht kennt, ist der Roman ein guter Einstieg in sein Werk. Nach diesem Buch lässt man den Autor entweder links liegen, oder man liest jede erreichbare Geschichte von ihm. Die zweit Möglichkeit wird zweifellos häufiger eintreffen.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at

Titel: Der Fall Charles Dexter Ward
Autor: H. P. Lovecraft
Verlag: Suhrkamp
Seiten: 227
ISBN: 3518382829

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