Montag morgen
Erstellt am: September 28th, 2007Sie haben keine Lust, jeden Morgen aufzustehen und montags ist es besonders schlimm? Und Sie haben auch keine Lust, sich eine Ausrede auszudenken, warum sie einfach im Bett liegen bleiben und das Leben draußen lassen? Dann sollten Sie wenigstens soviel Motivation aufbringen und sich „Montag morgen und es ist draußen noch dunkel und 2222 weitere Gründe, nicht aufzustehen“ kaufen. Denn sofort nach dem Kauf verfügen sie über ein umfangreiches Arsenal an Ausreden, um ab sofort jeden Tag liegen bleiben zu können bzw. nie wieder aufstehen zu müssen. Und mit ein wenig Fantasie können sie die Ausreden auch für zahlreiche andere Anlässe nutzen. Zwar handelt sich bei vielen der 2222 aufgeführten Ausreden genau genommen nur um die Ironisierung von Klischees wie „Weihnachtsartikel, die schon im Oktober in den Regalen stehen“, doch gerade das dürfte für die meisten Schmunzler sorgen. Das Autoren-Duo Oliver Kuhn und Daniel Wiechmann, die schon mit „Mein schwuler Friseur oder wie Sie sich mit 2222 Vorurteilen über ihre Mitmenschen lustig machen“ ein ähnliches Werk vorgelegt haben, dürften auch diesmal die Käufer auf ihrer Seite haben. Für den humorvollen Lesespaß nebenbei ist ihr neues Buch jedenfalls genau richtig, auch wenn sie mal keine Lust haben, aufzustehen…
Fazit: „Montag morgen und es ist draußen noch dunkel und 2222 weitere Gründe, nicht aufzustehen“ bietet auf 272 Seiten die versprochene Anzahl an Gründen und liest sich sehr humorvoll und eignet sich gut für den Lesespaß in der Pause. (Tino Hahn)
Titel: Montag morgen
Autor: Oliver Kuhn, Daniel Wichmann
Verlag: Knaur Verlag
Seiten: 272
ISBN: 3426620715
Sam Smalls bessere Hälfte
Erstellt am: September 28th, 2007Der kauzige Sam Small hat im Wirtshaus eine hitzige Diskussion über Persönlichkeitsspaltung. Auf dem Heimweg prallt er aufgrund seines kräftigen Alkoholkonsums gegen einen Laternenpfahl. Als er aufwacht, erlebt er das zuvor so hitzig besprochene im wortwörtlichen Sinn. Unverhohlen sieht er sich einem zweiten Ich gegenüber und es kommt zur Frage, wer nun nach Hause zu seiner Frau gehen soll…
Eine liebenswert, komische Kurzgeschichte um einen typischen Ehemann. Zwar nicht zum Lachen reizend, aber ein stilles Schmunzeln schafft sie schon dann und wann.
Auf deutsch in “Scheibenwahn” (Heyne, ISBN: 3-453-15602-1) erschienen.
Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at
Titel: Sam Smalls bessere Hälfte
Autor: Erik Knight
Verlag: Heyne
ISBN: 3453156021
Das Zwergen-Zerwürfnis
Erstellt am: September 28th, 2007Eine gewisse Mrs. Tasker deponiert immer wieder zwölf rotbärtige (lebendige) Zwerge im Hausflur einer Mrs. Renton. Dieser absurde Fall wird auf die zu erwartende absurde Weise vor Gericht verhandelt.
Ein mit dem von Monty Pyton bekannten, angedrehten Humor erzähle Geschichte. Gut aber so kurz, dass man sich fragt, wie viel Frechheit ein Verlag besitzen muss, um daraus ein eigenes Buch zu machen. Nach alles andere als überfüllten 26 Seiten ist sie zu Ende. Der Rest wird mit dem englischen Originaltext, Anhang und diversen Füllmaterial herausgeschunden.
Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at
Titel: Das Zwergen-Zerwürfnis
Autor: Beachcomber
Verlag: Libelle Verlag
Seiten: 71
ISBN: 3909081096
Das Dilbert Prinzip
Erstellt am: September 28th, 2007Dilbert ist die Verkörperung des durchschnittlichen amerikanischen Angestellten, der in einer Zelle eines Großraumbüros wie ein Gefangener gehalten wird. In vielen Zeitungen, Zeitschriften und an Bürotüren/Pinnwänden von Universitäten finden sich Comics, die den alltäglichen Horror in der freien Wirtschaft auf die Schippe nehmen, in diesem Buch wird zusätzlich noch das gesamte Wirtschaftssystem der USA unter die Lupe genommen. Adams beschreibt einerseits wie sich das Berufsleben gestaltet und gibt andererseits Tipps, wie man unter den gegebenen Umständen nicht unter die Räder kommt. Nach der Lektüre dieses Buches muss man sich zwangsläufig fragen, wieso überhaupt noch eine Firma wirklich existieren kann, zu erschreckend logisch klingen die Beispiele, wie idiotisch man sich anstellen kann. Am besten finde ich die These, dass nur die unfähigsten Mitglieder einer Projektgruppe in Managerpositionen befördert werden, da der Projektleiter nicht auf seine fähigsten Mitarbeiter verzichten will… Gewürzt wird das ganze dann noch mit einigen eMails, in denen Arbeitnehmer kuriose Ereignisse oder Zustände in ihrer Firma schildern. Manche Dinge kann man dabei vielleicht selbst nur dann verstehen, wenn man schon einmal gezwungen war, mit Trotteln zusammenzuarbeiten. Außerdem fallen einige offensichtlich rein amerikanische Gewohnheiten auf, die man hier nicht unbedingt nachvollziehen kann – jedenfalls gehe ich nicht unbedingt laufen, wenn jemand in meiner Nähe das Wort ‘Paradigma’ benutzt, in den USA scheint das Wort dagegen inflationär oft benutzt zu werden.
Kritik geschrieben von Info Strauch, Herausgeber von Brack’s Bücherkiste
Titel: Das Dilbert Prinzip
Autor: Scott Adams
Verlag: Heyne Verlag
Seiten: 330
ISBN: 3453148304
Aus heiterem Himmel
Erstellt am: September 28th, 2007Die Satiren in diesem Buch wurden von Cissy Kraner, der Ehefrau des Autors nach dessen Tod aus seinem Archiv zusammengestellt. Es wäre auch schade gewesen, wenn diese herrlichen Beispiele seines Humors dem Leser vorenthalten geblieben wären.
Hugo Wiener arbeitet dabei nicht unbedingt mit der feinsten Klinge sondern scheut nie den direkten Witz. Als Autor der Doppelconférencen von Karl Farkas und Ernst Waldbrunn ist er zumindest in Österreich der “Klassiker” des Kabaretts.
Leseprobe:
Einmal sollten wir einen Satz in der Befehlsform nennen. “Schmücke dein Heim!” sagte einer, und ein anderer “Koche mit Gas!” Und was sagte der Huber?
“Melk an der Donau!”
“Huber!” sagte der Lehrer. “Bilde einen ganz einfachen Satz!”
“Das Pferd zieht den Wagen.”
“Gut. Und jetzt setze den Satz in die Befehlsform!”
“Hüh!”
Einmal sollte der Huber den Namen Berta buchstabieren.
Fängt der Huber an: “B-E-R-T-H-”
“Falsch!” ruft der Lehrer. “Es gibt kein T-H mehr!”
“Wie schreiben S’ denn dann NACHTHEMD?” fragte ihn der Huber.
Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at
Titel: Aus heiterem Himmel
Autor: Hugo Wiener
Verlag: Amalthea Verlag
Seiten: 249
ISBN: 3850024164
Think Positive – Die besten Cartoons
Erstellt am: September 28th, 2007Die Cartoons von Gerhard Haderer sind fast jedem einmal irgendwo begegnet. Ob es dumm glotzende Personen an Silvester sind, Politiker beim Festschmaus oder Gartenzwerge im SM- Montur. Gerhard Haderer tritt der Welt mit seinen humorvollen Zeichnungen in den Hintern.
Der Erfolg seiner Zeichenkünste spiegelt sich in bekannten Magazinen wieder. Seine Cartoons erscheinen regelmäßig in Magazinen, wie „Stern“, „profil“, „Geo“, „trend“ und „Titanic“.
Das gebundene Buch „THINK POSITIVE – Die besten Cartoons“ ist eine Sonderausgabe aus dem Ueberreuter Verlag. Auf über 200 Seiten werden die besten Cartoons Haderers präsentiert. Darunter beispielsweise ein Mann, der bereits mit einem Strick um den Hals, den Abschiedsbrief schreibend, an einer Brücke steht: Selbstmord auf Grund der Benzinpreiserhöhung.
Die zum Teil recht makaberen Cartoons sind in Hochglanz abgelichtet. Jede Seite beschäftigt sich aufs Neue mit Urlaubern, Beamten, Politikern, Bodybuildern oder Vegetariern. Fast jede Zeichnung legt gesellschaftlich Mechanismen frei.
Haderer nennt seine Zeichnungen am liebsten „Erzählungen“. Jede Zeichnung erzählt eine Geschichte, wenn auch humorvoll, makaber und mit einiger Ironie. Zitat vom Buchdeckel: „Die Cartoons von Gerhard Haderer sind eine Wohltat für Herz und Hirn“. (PF)
Titel: Think Positive – Die besten Cartoons
Autor: Gerhard Haderer
Verlag: Ueberreuter
Seiten: 208
ISBN: 3800037513
Unordnung ist das halbe Leben
Erstellt am: September 28th, 2007Die mit ca. 3-4 Seiten relativ kurzen Satiren kommen dadurch ohne Umschweife schnell auf den Punkt bzw. die Pointe. Thematisch wird so ziemlich jedes denkbare Thema behandelt, wobei der Autor meist sehr persönlich Stellung bezieht.
Vor allem für Leser mit knapper Zeit ist das ein ausgezeichnetes Buch, weil sich die jeweils wenigen Seiten einer Geschichte schnell zwischendurch konsumieren lassen.
Und diese sind von fast durchgehend guter, wenn auch selten außergewöhnlicher Qualität. An Kishon oder gar Hugo Wiener reicht der Autor meiner Meinung nicht ganz heran, aber er ist nicht allzu weit davon entfernt.
Das Taschenbuch ist übrigens nur der erste Teil der gleichnamigen, gebundenen Ausgabe. Der zweite Teil nennt sich “Schafft die Arbeit ab”. Warum ein so relativ dünnes Buch als Taschenbuch in zwei Teile zerlegt werden muss, entzieht sich meinem Verständnis.
Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at
Titel: Unordnung ist das halbe Leben
Autor: Gabriel Laub
Verlag: Ullstein
Seiten: 188
ISBN: 3548232396
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