Der wird Euch mit Feuer taufen
Erstellt am: Oktober 5th, 2007Ein toter Guru, eine Sekte namens „Orden der Ringe Gottes“ und ein Mord. Ein Mord an Jupiter, dem Guru der Sekte. Die vollkommen abgeschottete Sekte gerät so in den Blickfang der Polizei. Weitere Sektenmitglieder verschwinden, ein weiterer ermordet aufgefunden. Geht es hier um Fanatismus, Religion oder um einen Machtkampf?
Der Thriller „Der wird Euch mit Feuer taufen“ von Faye Kellermann handelt von religiösem Wahn, Gewalt und Liebe. Es geht um den Detective Peter Decker mit seinen Alltagsproblemen und um eine Sekte, die durch Mord und Gewalt in den eigenen Reihen an die Öffentlichkeit gerät.
Im Hauptquartier der Sekte wird Decker nur widerwillig aufgenommen. Die Umgebung ist ungewöhnlich feindselig. Die rätselhafte Sekte scheut die Außenwelt und kapselt sich vollkommen ab. Sie reagieren nicht anders, als zwei weitere Mitglieder verschwinden. Decker versucht herauszufinden, ob evtl. einer der Sektenführer einen kollektiven Selbstmord plant.
Das Privatleben Deckers verläuft nicht anders. In der streng jüdisch-orthodoxen Schule seiner Kinder spielen Drogen, Pornos und Konflikte neben dem Schulstoff eine entscheidende Rolle. Seine Frau Rina steht dem machtlos gegenüber.
Den Leser erwartet ein spannendes Buch über religiösen Sektenwahn, Gewalt und Liebe. Kellermanns Romane führen weltweit die Bestsellerlisten an. Dieser Thriller stand monatelang in den Bestsellerlisten. Diesen Platz hat „Der wird Euch mit Feuer taufen“ wahrlich verdient. (PF)
Titel: Der wird Euch mit Feuer taufen
Autor: Faye Kellermann
Verlag: Eichborn
Seiten: 431
ISBN: 3821808284
Das Lied der Sirenen
Erstellt am: Oktober 4th, 2007Als die Polizei bei der Verfolgung eines Serienmörders nicht voran kommt, wird Tony Hill, ein Spezialist der in England noch in der Testphase steckenden Abteilung zur Erstellung von Verbrecherpersönlichkeitsprofilen, hinzugezogen. Er arbeitet dort hauptsächlich mit der Inspektorin Carol Jordan zusammen. Gemeinsam versuchen sie den vermeintlichen Schwulenmörder zu fassen, der seine Opfer mit Hilfe von Folterinstrumenten aus der Zeit der Inquisition zu Tode martert. Und der Zeitpunkt für den nächsten Mord rückt unaufhaltsam näher.
Die in Schottland geborene Autorin erzählt den Krimi sowohl aus der Sicht des Täters als auch der Verfolger. Der Roman hat 1995 den CWA Gold Dagger Award gewonnen, und das nicht ohne Grund. Die Protagonisten sind keine eindimensionalen Charaktere und die Krimihandlung selbst bietet auch reichlich Spannung und wird konsequent geradlinig erzählt ohne dabei simpel zu wirken.
Die Folterszenen sind allerdings nichts für schwache Nerven und Leser, die zu Alpträumen nach solcher Lektüre neigen, sollten das Buch meiden. Ein klassischer Serienmörder-Krimi, hervorragend geschrieben.
Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at
Titel: Das Lied der Sirenen
Autor: Val McDermid
Verlag: Knaur
Seiten: 479
ISBN: 3426614324
Der Schneider von Panama
Erstellt am: Oktober 4th, 2007Harry Pendel ist Maßschneider in Panama und führt ein glückliches Familienleben. Auch sein Geschäft geht gut, nur die Investition in eine Reisfarm hat ihn in finanzielle Schwierigkeiten gebracht.
Das und seine allen mit erdachten Phantasiegeschichten übertünchte dunkle Vergangenheit benutzt ein britischer Spion um ihn anzuheuern. Er soll seine oft aus den höchsten politischen Kreisen Panamas stammenden Kunden etwas aushorchen.
Doch leider erfährt Pendel nicht viel erwähnenswertes auf diesem Weg und so fängt er an, die Dinge auszuschmücken oder gleich zu erfinden. Dabei baut er ein immer wackligeres Lügengebäude auf und sieht sich zu immer absurderen Phantastereien gedrängt. Diese Märchen stoßen bei dem zuständigen Mann in London auf offene, bereitwillige Ohren, da er genau so etwas hören will. Eine unglückselige Kette von unfähigen oder skrupellosen Beteiligen führt unweigerlich in die Katastrophe.
Carré schaut in diesem Buch mehr hinter die Persönlichkeiten der Romanfiguren als auf das Geheimdiensthandwerk selbst. Diese eigenartigen Figuren treiben die Handlung unweigerlich zu einer grotesk-komischen Tragödie hin. Mit schier unglaublicher Dummheit lässt der Autor sie zielstrebig in die Katastrophe steuern.
Carrés Spione haben sich von den Helden in seinen frühen Büchern zu Ignoranten und gescheiterten Existenzen gewandelt. Dieser Wandel hat aber keineswegs geschadet, denn “Der Schneider von Panama” gehört mit “Ein blendender Spion” sicher zu seinen besten Romanen.
Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at
Titel: Der Schneider von Panama
Autor: John le Carré
Verlag: Heyne Verlag
Seiten: 463
ISBN: 3453147340
Der Nacht-Manager
Erstellt am: Oktober 4th, 2007Jonathan Pine ist Geheimagent des britischen Geheimdienstes. Als Manager in einem Schweizer Hotel soll er Kontakt mit internationalen Waffenhändler Onsolw Roper aufnehmen um diesen auffliegen zu lassen. Anfangs geht das ziemlich nach Plan, aber das bleibt nicht so. Er verliebt sich in Jed, die Geliebte von Roper, was die Sache noch komplizierter macht.
Mit dem Ende des kalten Krieges scheint Carré hier sein Lieblingsthema abhanden gekommen zu sein. Statt den östlichen Geheimdiensten muss hier ein Waffenhändler den Widerpart für seinen Helden spielen. Mehr James Bond als die von ihm gewohnten und hervorragenden Geheimdienstgeschichten. Für mich eines der schwächsten Bücher von Carré.
Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at
Titel: Der Nacht-Manager
Autor: John le Carré
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
Seiten: 598
ISBN: 3453153243
Maigret regt sich auf
Erstellt am: Oktober 4th, 2007Maigret sucht kurz vor dem Mittagessen ein Lokal gegenüber seines Büros auf um sich einen Aperitif zu gönnen. Dort trifft er auf einen Kollegen, der in eine Unterhaltung mit einem Mann vertieft ist und ihn zu sich winkt, als er ihn sieht. Der Mann erzählt vom überraschenden Verschwinden seines Schwagers. Dieser heißt Emilie Boulay und ist der Besitzer mehrerer Nachtclubs. Trotz dieses zweifelhaften Milieus ist er ein grundsolider Mann, der sich in jeder Beziehung an die Gesetzt hält.
Einen Tag später wird er erwürgt auf einer Straße gefunden. Aufgrund der ungewöhnlichen Todesursache, in diesem Milieu wird üblicherweise mit einer Schusswaffe und manches mal mit einem Messer getötet, scheint eine Aufklärung des Mordes nicht einfach zu werden. Maigret versucht den letzten Abend Boulays zu rekonstruieren und stößt dabei auf einen kurz zuvor auf der Bank abgehobenen, ziemlich hohen Geldbetrag und einige vergeblich Telefonversuche. Danach verließ Boulay zu Fuß sein Nachtlokal. Maigret hört sich in der Umgebung und dem Milieu um und nimmt auch den Anwalt Boulays unter die Lupe. Ohne etwas zu finden, das ihn wirklich weiter bringt, verfolgt er frustriert weiter die Spuren. Besonders den Anwalt lässt er nicht aus den Augen.
Simenons klassischer Krimiheld wird wohl kaum jemand nicht bekannt sein. Zahlreiche Verfilmungen haben für seinen großen Bekanntheitsgrad gesorgt. Aber natürlich sind die Romane mindestens ebenso bemerkenswert. Leicht distanziert erzählt Simenon seine klassischen Krimis ohne allzu sehr ins Psychologisieren zu verfallen. Der Schwerpunkt ist die Krimihandlung und nicht die ausführliche Seelenschau der Protagonisten.
Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at
Titel: Maigret regt sich auf
Autor: Georges Simenon
Verlag: Diogenes
Seiten: 176
ISBN: 3257208200
Die weiße Löwin
Erstellt am: Oktober 4th, 2007Henning Mankell lebt in Mabuto/ Mosambik , ist aber in Schweden geboren.
Dieser Kriminalroman ist einer der fulminantesten , die ich je gelesen habe.
Die Handlung spielt sich hauptsächlich in Schweden ab.
Hineingewoben in die Erzählung aber sind die politischen Verhältnisse in Afrika.
Man merkt, dass sich Mankell bestens auskennt mit den politischen Problemen , die das Leben in Afrika bestimmen.
Wie sternförmig fügen sich die Geschehnisse der Handlung aus verschiedenen Kontinenten und Ebenen zusammen.
Viele Ereignisse führen den Leser zunächst auf irrige Spuren , bis allmählich deutlich wird, wie geschickt die afrikanischen Konservativen , die die Apartheid aufrechterhalten wollen, ihre Fäden spinnen und keine Intrige , ja keinen Mord scheuen, um die Veränderungen hin zu einer liberalen , aufgeklärten , gleichberechtigten und humanen Gesellschaft um jeden Preis zu unterlaufen.
Das alles läßt einen Wirklichkeitsgehalt vermuten , den andere Kriminalgeschichten selten aufweisen.
Kriminalkommissar Wallander ist wie immer dabei. Er lässt sich auf gefährliche Abenteuer ein, um der Wahrheit auf die Spur zu kommen.
Auch sein Vater und die Tochter sind dieses Mal einbezogen in die Gefahren der Verbrechensaufklärung.
Ein atemberaubend spannender, sehr empfehlenswerter Kriminalroman. (Claudine Borries)
Titel: Die weiße Löwin
Autor: Henning Mankell
Verlag: dtv
Seiten: 538
ISBN: 3423201509
Das Leuchten der Sirene
Erstellt am: Oktober 3rd, 2007Als Ende des 19. Jahrhunderts der Polizeichef Siziliens ermordet in einem Bordell aufgefunden wird, schickt die noch junge italienische Regierung einen ihrer fähigsten Polizisten. Als Michele Tindari dort eintrifft, wird gerade versucht die ganze Sache unter den Teppich zu kehren. Bei seinen Ermittlungen stößt er oft auf eisige Ablehnung, Unverständnis und zweifelhaften Entgegenkommen. Auch ein von der Allgemeinheit fast mystisch respektierter Adeliger und seine geheimnisvolle Tochter erregt bald seine Aufmerksamkeit. Doch diese Familie scheint für ihn außer Reichweite zu sein. Als er seine Frau nach Sizilien kommen lässt und diese ermordet wird, wird die Suche nach dem Mörder plötzlich eine zutiefst persönliche Angelegenheit.
Ein beachtlicher historischer Krimi aus der Anfangszeit des italienischen Staates. Langsam wird die Hauptfigur von den Eigenheiten und der Fremdartigkeit Siziliens, vor allem repräsentiert von einer schönen, rätselhaften Frau, in den Bann gezogen. Sogar mit einigen übernatürlichen Phänomenen wird er konfrontiert. Dieses Wanken zwischen seiner Rationalität und den eigentümlichen Menschen und Gegebenheiten in diesem ursprünglichen Land, das durch sein Begehren nach einer geheimnisumwobenen Frau noch komplizierter wird, zieht sich, neben der eigentlichen Krimihandlung, als Hauptmotiv durch den ganzen Roman.
Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at
Titel: Das Leuchten der Sirene
Autor: Domenico Campana
Verlag: Knaur
Seiten: 227
ISBN: 342663032X
Das Schiff im Noor
Erstellt am: Oktober 3rd, 2007Der kopenhagener Kriminalassistent Jorgensen wird im Rahmen eines Weiterbildungsprogrammes für einige Monate auf die abgelegene Insel Lilleo geschickt. Der Bauer und gleichzeitig dortige Polizist Malte Hansen erwartet ihn und nimmt ihn auf das Begräbnis eines alten, heruntergekommenen Bauern mit. Das Zusammentreffen seiner Ankunft und der Tod dieses Mannes sollten bald für Gerüchte sorgen.
Ohne wirkliche Aufgabe macht Jorgensen an die Ordnung des Archivs des Vorgängers von Malte. Dieser Mann scheint ein eigenbrötlerischer, etwas wunderlicher Mann gewesen zu sein der eine Menge vorerst eigenartiger Dinge und noch mehr Papierkram hinterlassen hat. Bei dieser Arbeit stößt Jorgensen auf die Geschichte eines geheimnisvollen Schiffes, das im Jahr 1809 vor der Insel gesunken sein soll. Örtliche Sagen und mühsames Zusammensuchen der diesbezüglichen Nachforschungen des ehemaligen Polizeimeisters bringen langsam etwas Licht in die Sache.
Damit scheint auch die über hundert Jahre später spielende Geschichte eines Sonderlings zusammenzuhängen. Dieser religiöse Fanatiker hat eine eigenartige, kleine Sekte auf der Insel gegründet und geführt zu haben und etwas mit dem Unfalltod eines ebenfalls dem versunkenen Schiff nachforschenden Engländers zu tun zu haben.
Was aufgrund der Hauptfigur ein klassischer Krimi zu sein scheint, entpuppt sich als eine Geschichte über eine abgelegene Insel mit allen ihren Besonderheiten, und in erster Linie, ihrer scheinbar so belanglosen Vergangenheit. Dabei gelingt es den beiden Autoren in bewundernswerter Weise eine herrlich melancholische Stimmung aufkommen zu lassen, ohne auch nur im Geringsten kitschig zu werden. Der Leser bekommt bald selbst Lust die Einsamkeit und herbe Schönheit einer solchen Umgebung auszuprobieren.
Und dann sind da noch die vielen, scheinbar kleinen Geheimnisse einer seit Jahrhunderten überschaubaren Einwohnerschaft. Meisterhaft wird eine unglaubliche Spannung aufgebaut, ohne einen großartigen Kriminalfall mit einem fürchterlichen Killer oder von langer Hand sorgfältig geplante Morde dazu zu benötigen. Man hat oft das Gefühl, dem forschenden Jorgenson bei seinen Bemühungen über die Schulter zu schauen und entwickelt die gleiche Neugier auf die Hintergründe hinter den zahlreichen Indizien und manchmal auftauchenden, seltsamen Gegenständen.
Wer auf eine spannende Geschichte und gelungene Atmosphäre wert legt, und ohne geistreich konstruierte Morde oder viel Blut und Action auskommt, liegt mit diesem Roman goldrichtig.
Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber www.buchkritik.at
Titel: Das Schiff im Noor
Autor: Georg & Richard Precht
Verlag: Limes
Seiten: 536
ISBN: 3809024430
Im Angesicht des Feindes
Erstellt am: Oktober 3rd, 2007Charlotte, die Tochter der ehrgeizigen und erfolgreichen konservativen jungen Politikerin Eva Bowen wird entführt. Der Kidnapper verlangt die Bekanntgabe des bisher verschwiegen Vaters des Mädchens. Doch dieser Vater ist Dennis Luxford, Chefredakteur eines linken Boulevardblattes.
Bowen glaubt das Luxford hinter der Entführung steckt, und weigert sich wegen die negativen Konsequenzen für ihre Karriere auf die Forderung einzugehen. Luxford wendet sich an St.James, einen freiberuflichen Gerichtsgutachter für Spurenauswertung um Hilfe, weil sich Eva Bowen weigert die Polizei einzuschalten. St.James macht sich mit seiner Hilfskraft Helen Clyde, der zukünftigen Frau des Scottland Yard Inspektors Lynley, auf die Suche nach Spuren.
Nach einer dramatischen Zuspitzung der Situation, wird doch Scottland Yard eingeschaltet und Lynley bekommt den Fall. Nachdem er erfährt, dass Helen schon davon wusste und ihm aber nichts darüber sagte, beschwört er mit einem wütenden Auftritt bei ihr und St.James auch noch eine private Krise hervor.
Bei den Ermittlungen wird Lynley mit der beinharten und rücksichtslosen Welt der Politik auf der einen und Sensationsmedien auf der anderen Seite konfrontiert. Aber die Suche nach Spuren geht nur sehr zäh weiter … George nutzt die Krimihandlung um bestimmte Teile der Gesellschaft und, noch mehr die Personen die sich darin bewegen in einer Extremsituation darzustellen. Kaum einer ihrer Protagonisten bleibt dabei ohne Fleck auf der weißen Weste zurück.
Ihre Romane sind nicht unbedingt zum vorzeitigen Erraten der Täter geeignet, weil sie die dazu nötigen Hinweise erst zu spät erwähnt. Der Leser erfährt dazu kaum mehr, als die Ermittler im Buch. Was diese Krimis aber nicht weniger spannend macht.
Ihr flüssiger Schreibstil macht den relativ dicken Wälzer zu einem unterhaltsamen und schnell gelesenen Schmöker im beste Sinn des Wortes.
Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at
Titel: Im Angesicht des Feindes
Autor: Elizabeth George
Verlag: Goldmann
Seiten: 736
ISBN: 3442441080
Der junge Diakon und Freund Cadfaels Mark reist 1144 im Auftrag seines Bischofs unterwegs nach Wales und nimmt ihn als Dolmetscher in seine alte Heimat mit.
Erstellt am: Oktober 3rd, 2007Als Geoffrey de Madeville, der Graf von Essex 1144 stirbt und seine Schreckensherrschaft damit endet, kehren die Mönche in das von ihm zerstörte Klosters Ramsey zurück. Sie senden Brüder aus, um Spenden und Hilfe für den Wiederaufbau zu erhalten.
So kommen Subprior Herluin und sein junger Begleiter Bruder Tutilo in das Kloster Shrewsbury und bitten dort um Unterstützung. Nachdem sie diese erhalten haben und weitergereist sind, sucht eine Überschwemmung Shrewsbury heim. Bei den Aufräumarbeiten danach wird ein Diebstahl einer für das Kloster äußerst wertvollen Reliquie entdeckt, der während der Aufregung bei der Überflutung passiert ist.
Bruder Cadfael und sein enger Freund, Sheriff Hugh machen sich an die Aufklärung des Verbrechens. Doch Diebstahl soll nicht das Einzige Verbrechen bleiben …
Von der Ersten bis zur Letzten Seite liest sich dieser klassische Krimi im mittelalterlichen England mit einigen überraschenden Wendungen spannend und ohne die geringste Langeweile aufkommen zu lassen. Ohne allzu sehr zu psychologisieren werden die Akteure interessant beschrieben und machen den positiven Eindruck noch kompletter.
Die mittelalterliche Welt und die damaligen Lebensumstände werden allerdings relativ wenig berücksichtigt. Aber vielleicht ist das Buch auch deshalb als Krimi um so besser.
Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at
Titel: Der fromme Dieb
Autor: Ellis Peters
Verlag: Heyne
Seiten: 319
ISBN: 3453136500
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