Panik im Horror-Labor

Erstellt am: September 27th, 2007

Die Shocker unter den Gruselserien sind längst Vergangenheit. Unter dem Motto „Das kommt was auf Dich zu“ präsentiert das Studio METEOR eine neue Horror-Serie unter den Hörspielen. Seit November 2000 erscheinen unter diesem Label Horror-Abenteuer für Erwachsene.

Die Folge „Panik im Horror-Labor“ beginnt wie ein Abenteuer der Hörspiel-Serie „Fünf Freunde“. Parallelen zeigen sich auf, denn in der Tat: fünf Freunde mieten sich ein Boot um einen schönen Tag in der Sonne zu verbringen. Ihr Boot treibt auf einem See, als die Freunde ein wenig schwimmen wollen. Trotz aller Warnungen des Steuermanns schwimmt Dave zu einer naheliegenden Insel, um hier eine kleine Erkundungstour zu unternehmen.

Nach einiger Zeit hören die Freunde Schreie von genau dieser Insel. Sie machen sich Sorgen und fassen den endgültigen Entschluss dem Freund zu Hilfe zu eilen. Sie stoßen auf einen grausamen Fund. Ihr Freund ist bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Lediglich an der getragenen Badehose können sie ihn identifizieren. Was war der Auslöser dieses brutalen Tods? Die Freunde machen sich auf die Suche, das Geheimnis um den Tod ihres Freundes zu lüften.

Sascha Gutzeit und Nikolaus Hartmann sind die Autoren und Produzenten der METEOR – Hörspiele. Der erste Teil der Horrorserie katapultiert sie direkt in die oberen Ränge der Erwachsenenhörspiele. Zugegeben, zu Beginn des Hörspiels kam ein wenig Langeweile auf, die sich aber kurzerhand in rasende Spannung verwandelte.

Die Stimmen der Sprecher klingen gut. Es ist allerdings zu hören, dass die Sprecher Ihre Stimmen erstmalig für ein Hörspiel zur Verfügung stellten. Dies kann besonders in den ersten Minuten wahrgenommen werden. Die Geschichte, sie handelt von Klonen, in der heutigen Zeit nicht ganz abwegig, ist spannend und real aufgearbeitet. Als Sprecher kommen Christoph Müller, Angela del Vecchio, Inga Schmitz, Thorsten Cronauge, Britta Lemon, Ulf Arlinghaus, Hansotto Rademacher und Udo Kotterheidt zum Einsatz.

Besonderen Wert legen die Produzenten auf die ausgearbeiteten Horror-Manuskripte. Selbst die Titel- und Hintergrundmusiken werden im „METEOR-Labor“ selbst komponiert. Die Kassettenhüllen wirken professionell und machen durchaus einen guten Eindruck im Kassettenregal.

Alles in allem hat METEOR mit dem Hörspiel „Panik im Horror-Labor“ einen großen Schritt in die Welt der Hörspiele gemacht. Ich bin gespannt auf die weiteren Folgen. Das Erstlingswerke Gutzeits und Hartmanns kann ich nur empfehlen. (Patrick Fiekers)

Titel: Panik im Horror-Labor
Autor: Nikolaus Hartmann, Sascha Gutzeit
Verlag: METEOR Gbr

Hexenkarussell

Erstellt am: September 27th, 2007

Die 5. Folge der Meteor Horror Serie trägt den Namen „Hexenkarussell“. Das Cover auf der Kassette gibt nicht viel Informationen über den Inhalt her. Lediglich die Worte „Das blutverschmierte Rad drehte sich schneller und schneller und zog die Journalistin Ethel May (Reinhilt Schneider) in seinen teuflischen Bann…“ prangen auf dem Cover.

Ein Autofahrer traut seinen Augen nicht. An der Strasse steht ein nackter Mann und bittet um Mitnahme. Das Pärchen ist sehr hilfsbereit und greift den Mann auf. Dieser erzählt ihnen die Geschichte vom Hexenkarussell. Seine Kollegen Leroy Buchanan und Ethel May begleiteten ihn bei der Aufklärung eines mysteriösen Falls. Sie kommen dabei verworrenen Dingen auf die Spur. Dabei entdecken sie sogar, dass einige Politiker in diese Geschehnisse verwickelt sind. Schnell wird es ihnen klar, dass es sich um eine Hexe handeln muss.

Als sie die Hexe aufspüren, werden sie Zeugen eines brutalen Mordes. Ein Mensch hängt an einem Hexenkarussell. Es dreht sich und dreht sich, bis es letztendlich den Körper in Stücke reißt. Das Blut dient der Hexe, um zu ihrer wahren Schönheit zu gelangen. Aus diesem Grund sammelt und trinkt sie es. Als sie das Trio entdeckt, kommt es zu einer Konfrontation.

Das Meteor Labor bleibt auf dem Niveau der bekannten Folgen. Das Cover ist optisch gelungen, wenn auch in einem eigenen Stil. Die Titelmelodie, musikalische Effekte und der Klang sind hervorragend.

Unter den Sprechern ist dieses mal ein besondere Person. Ethel May wird von Reinhilt Schneider gesprochen. Sie ist bekannt aus den alten Europa Hörspielen und spielt hier eine der Hauptpersonen. Die zweite Hauptperson spielt Memphis T. Anderson – allerdings nicht so überzeugend und ein wenig übertrieben. Meteor setzt auch immer wieder Nachwuchssprecherinnen ein. Sabine Pass spielt in dieser Folge ein Mädchen namens Mara.

Lediglich die Handlung kann nicht unbedingt mit den anderen Folgen mithalten. Sie ist recht einfach und monoton. Insgesamt ist das „Hexenkarussell“ allerdings ein spannendes Hörspiel für Erwachsene. (Patrick Fiekers)

Titel: Hexenkarussell
Autor: Nikolaus Hartmann, Sascha Gutzeit
Verlag: METEOR Gbr

Der Kopf, der weiterlebte

Erstellt am: September 27th, 2007

Was stellt man sich unter dem Titel „Der Kopf, der weiterlebte“ vor? Sicherlich nicht ein Hörspiel aus einer Horror-Serie. Doch der Titel stammt aus den Laboratorien der Firma Meteor. Es ist das vierte Hörspiel der „METEOR Horror Serie“ von Sascha Gutzeit und Nikolaus Hartmann.

Bereits drei Folgen sind dem Label aus Wuppertal entsprungen. Allesamt siedeln sich im Splatter- und Horror-Genre an. Inhaltlich folgt diese Folge seinen Vorgängern. Der Chirurg Dr. Alfred Geissen arbeitet zusammen mit seinem Assistenten an geheimen Experimenten. Damit verstoßen Geissen und Helfer gegen den hypokratischen Eid der Mediziner, denn sie entführen Menschen, um ihnen Körperteile zu entfernen.

Während der Experimente verunglückt die Frau Geissen. Bis zu diesem Zeitpunkt ahnt sie nichts von den verbotenen Experimenten. Ihr Körper ist nach dem Unfall zerstört, lediglich der Kopf wird konserviert. Der Doktor macht sich auf die Suche nach einem geeigneten Körper, um sein Experiment zu vervollständigen.

Die Autoren dieses Hörspiels greifen ein interessantes Thema der heutigen Zeit auf. Die Gen-Forschung ist in aller Munde, wenn auch das Hörspiel einen Schritt weiter geht.

„Der Kopf, der weiterlebte“ kann meiner Meinung nach nicht an den Erfolg der ersten drei Folgen anknüpfen. Die Autoren haben es nicht geschafft die Spannung der Vorgänger weiterzuführen. An einigen Stellen wirkt diese Folge vorübergehend langweilig.

Die Produktion allerdings ist hervorragend. Die Sprecher wirken größtenteils überzeugend. Ebenso verhält es sich mit der musikalischen Untermalung. Musiken und Geräusche, wieder im Hause Meteor produziert und komponiert, stärken die Handlung und tragen stark zum Verständnis einiger Situationen bei.

Trotz der zwischenzeitig langatmigen Handlung ist das Hörspiel durchaus empfehlenswert. (Patrick Fiekers)

Titel: Der Kopf, der weiterlebte
Autor: Nikolaus Hartmann, Sascha Gutzeit
Verlag: METEOR Gbr

Der Blutfluch

Erstellt am: September 27th, 2007

„Der Blutfuch“ ist das dritte Hörspiel der Wuppertaler Hörspielmacher Meteor. Die Horror-Serie von Nikolaus Hartmann und Sascha Gutzeit richtet sich an Erwachsene. In der Tat ist mit viel Blut und Spannung zu rechnen.

„Der Blutfluch“ beginnt mit im Haus von Edwins Vater. Edwin und Antje verbringen einen romantischen Abend vor dem Kamin. Doch die Stimmung ändert sich, als Edwin eine neue Flasche Wein aus dem Keller holt. Antje entdeckt okkulte Artfakte und jede Menge Bücher. Sie liest wenige Zeilen aus einem Buch und spricht damit den „Blutfluch“ aus. Edwins Vater wurde einst ermordet. Durch einen Fluch auf dem Dolch, der zu seinem Tod führte, kommt er nicht zur Ruhe. Er muss Rache üben. Der Dolch fordert drei Opfer, um den Blutfluch zu durchdringen.

Eine Gruppe von Teenagern trifft nach einer Auseinandersetzung mit der Polizei in dem verfluchten Haus ein. Schuld war ein Deal auf der Kirmes. Sie treffen sich in der Geisterbahn mit einem Dealer, um Koks zu kaufen. Nach einer Auseinandersetzung wird der Dealer erschossen und den Teenies gelingt die Flucht mit einem gestohlenen Wagen. Sie geraten noch tiefer in den Sumpf des Verbrechens, denn an einer Straßensperre werden sie von der Polizei gestoppt. Eine Schießerei folgt, denn im zugedröhnten Zustand können einer der Jungs seinen Mund nicht halten.

Angekommen im Haus, der letzten Zufluchtsstätte beginnt ein Massaker.

Die dritte Meteor-Produktion erinnert an bekannte Horrorfilme. Die Handlung von „Der Blutfluch“ ist etwas verstrickt. Von ein auf die andere Minute wechseln die Schauplätze vom Horror-Haus zur Kirmes. Dies geschieht besonders häufig in der Anfangszeit. Zum Teil macht sich dieser Wechsel erst spät bemerkbar.

Die Sprecher jedoch haben ihre Aufgabe erfüllt und eine recht überzeugende Darstellung der Personen erwirkt (Jan Wiesemann, Saskia Gutzei, Jens Kalkhorst). Teil 3 kann nach dem ersten Hören nicht mit den ersten beiden Folgen mithalten, ist aber dennoch ein gutes Hörspiel mit ausgefeilten Soundeffekten und gruseligen Szenen. (Patrick Fiekers)

Titel: Der Blutfluch
Autor: Sascha Gutzeit, Nikolaus Hartmann
Verlag: METEOR Gbr

Aliens in Raven Rock

Erstellt am: September 27th, 2007

Die zweite Folge der gruseligen Hörspiel-Serie aus dem Meteor Labor setzt die erfolgsversprechende Horrorserie fort. Das Hörspiel für Erwachsene trägt den Titel „Aliens in Raven Rock“.

Das Hörspiel beginnt bereits spannend, denn Jodie Delaney, gesprochen von Sabine Paas, und Kim Carvello (Marcia Golgowsky) sind auf dem Weg in die Kleinstadt Raven Rock. Sie wollen ihren Urlaub ein paar Tage ruhig und zurückgezogen auf dem Land verbringen. Doch sie bekommen mehr Ruhe, als ihnen lieb ist. Die Kleinstadt wirkt wie ausgestorben. Die Kindheitserinnerungen, an die sie sich auf der Autofahrt noch erinnert haben, sind verschwunden. Nichts ähnelt dem ursprünglichen Raven Rock. Selbst die Verwandten haben sich verändert, wirken leblos.

Nach einer Lösung für dieser äußerst merkwürdige Verhalten suchend, machen sich Jodie und Kim auf den Weg. Als sie auf eine Leiche stoßen, trauen sie ihren Augen nicht. Ebenfalls bemerken sie große Metallkugeln, die auf den ersten Blick an Außerirdische erinnern. Was geht vor in Raven Rock? Werden Jodie und Kim das Geheimnis lüften können?

Teil 2 der Meteor-Serie erinnert an Klassiker alter Hörspielfolgen. Allein der Titel „Aliens in Raven Rock“ lässt einen Abklatsch längst wiederholter Geschichten und Handlungen vermuten. Doch dies ist ein Irrtum. Die Macher der Meteor – Serie haben eine neue, spannende Story geschrieben, die sich nur minimalen Teilen in längst da gewesenen Geschichten wiederspiegelt. Die gesamte Aufmachung des Hörspiels erinnert an alte Science-Fiction-Klassiker, wie „Begegnung der dritten Art“.

Die Rollen werden neben Sabine Paas und Marcia Golgowsky von Thomas Kuhl, Sabine Misiorny, Jan Wiesemann und Peter Wagen gesprochen. Hier ist ein gewaltiger Sprung zu bemerken. Während es den Sprechern der ersten Folge „Panik im Horror-Labor“ noch an Erfahrung litt, laufen Sabine Paas und Co. zur Höchstform auf.

Die Soundeffekte und Hintergrundmusiken, ebenfalls aus den Studios von Meteor, stellen überzeugend den Zusammenhang zwischen Situation, Ort und Handlung dar. Auch wenn man sich die Aliens nicht unbedingt in körperlicher Form vorstellen kann, so sind ist Geräuschkulisse einwandfrei. Die Illustration auf dem Cover des Hörspiels zeigt die Außerirdischen, wenn auch nicht gerade in Hochqualität.

Mit „Aliens in Raven Rock“ hat Meteor wieder einmal bewiesen, dass sie einen Platz neben den großen Hörspielproduzenten verdient haben. (Patrick Fiekers)

Titel: Aliens in Raven Rock
Autor: Sascha Gutzeit, Nikolaus Hartmann
Verlag: METEOR Gbr

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