Seit vielen Jahren erfreut sich Laufen einer großen Beliebtheit im Breitensport. Bei großen Stadtläufen wie dem Berlin-Marathon sind neben wenigen gutbezahlten Profis über 40.000 zahlende Hobbyläufer am Start. Ein neuer Ratgeber will sie im Training und Wettkampf unterstützen und gibt wichtige Tipps für Anfänger und Fortgeschrittene. Bereits der Titel „Klüger laufen“ statt „Schneller laufen“ weist darauf hin, dass es hier weniger um das Erreichen sportlicher Rekorde geht, sondern vor allem um die Erhaltung der Gesundheit durch die Stärkung von Kreislauf und Grundlagenausdauer. Die beiden erfahrenen Autorinnen kommen aus Großbritannien, Europas Laufnation Nummer eins. Sam Murphy ist Gesundheitsexpertin und Marathonläuferin, Sarah Connors Physiotherapeutin vieler britischer Top-Athleten, darunter Kelly Holmes, der Doppelolympiasiegerin über 800 und 1500 Meter in Athen 2004. weiterlesen… »

Das Lexikon der Idole

Erstellt am: Januar 8th, 2008

Der Begriff ‚Idol’ wird heute oftmals sehr schnell angewandt und verliert dadurch ein wenig an der Qualität, die ihm früher oftmals inne wohnte. Deshalb taten die Verfasser von „Das Lexikon der Idole“ gut daran, als erstes die Bezeichnung ‚Idol’ zu definieren. Laut ihrer Definition ist ein Idol ein Mensch, der zu einem Archetypen wurde – Synonym für ein ganzes Genre oder eine ganze Zeit. Dermaßen gewappnet, ist es nicht verwunderlich, dass man bei der Lektüre des Lexikons weder auf vermeintliche Idole der heutigen Zeit stößt wie z.B. Stefan Raab oder Zlatko, da sie oftmals nur ein Nischenbeliebtheit besitzen oder sich selbst schnell ins Abseits manövrieren. Vielmehr finden sich wirkliche Idole wie Albert Einstein oder Mahatma Gandhi, die einen wirklichen Archetypen-Status haben. Jeder der Biographien erstreckt sich über mindestens drei Seiten und bietet sehr viele wissenswerte und detailliert recherchierte Informationen, die das Lexikon zu einer wahren Lesefreunde machen. Man erfährt unter anderem, dass Charlie Chaplins Leiche von Ganoven gestohlen wurde, um ein Lösegeld zu erpressen oder dass auf Fidel Castro ein Anschlag mit einem tuberkuloseinfizierten Taucheranzug verübt wurde. Castro kann auch ausgezeichnet als Beispiel dafür dienen, dass die Autoren Michael Völkel und Karsten Weyershausen nicht vorbehaltlos glorifizieren, sondern objektiv auch die Schattenseiten beleuchten.

Natürlich kann kein Lexikon den Anspruch auf Vollständigkeit erheben, aber der geneigte Leser wird positiv überrascht sein, dass ein wirklich sehr weit gefasstes Spektrum sehr umfangreich abgedeckt wird. Egal, ob Kunst, Wissenschaft, Politik, Kultur oder Kunst: Aus jedem Bereich sind viele herausragende Personen mit umfangreicher Biographie und lesenswerten Anekdoten zu finden. Auch der fast immer geglückte Versuch, den Menschen hinter dem Mythos sichtbar zu machen, ist ein weiteres Argument für eine klare Kaufempfehlung.

Fazit: „Das Lexikon der Idole“ ist eine lohnenswerte Anschaffung für alle, die über kurze, kompakte und dennoch detaillierte Biographien von Menschen verfügen möchten, die entscheidenden Einfluss auf Genres oder sogar ganze Generationen hatten. Auch ohne konkretes Interesse lädt das Lexikon immer wieder zum Schmökern ein.

Titel: Das Lexikon der Idole
Autor: Michael Völkel, Karsten Weyershausen
Verlag: Lexikon Imprint Verlag
Seiten: 377
ISBN: 3896025007

Filmkalender 2008

Erstellt am: September 24th, 2007

Schön, wenn einen morgens schon Marylin Monroe anstrahlt: Dieser Filmkalender ist auch 2008 ein Klassiker: Das filmische Tages-Kompendium beinhaltet über 1000 Geburts- und Todestage, es erinnert berühmte Schauspieler(innen), weist auf Filmemacher und Filme hin, in unterhaltsamen kurzen Artikel als Begleiter durch das gesamte Jahr.

Eben ein umfangreicher, stets aktualisierter Serviceteil mit Zeitschriften, Verlage, Buchhandlungen, Festivals, Archive, Institutionen und Verleiher Schwerpunkthemen 2008 •Der europäische Film zwischen Regionalismus und globalem. Und das mit gehobenem Anspruch. Ein ebenso erfreulicher wie hilfreicher Wegweiser durch die Mühlen des Drehbuchschreibens, aufgelockert durch•die Kinder-Ikone mit Sommersprossen schlechthin: die in die Jahre gekommene Jahre Pippi Langstrumpf, lehrreich durch den•Visionär des eher unbehaglichen Films: Regisseur Philippe Garrel wird 60, und so weiter und so fort.

Weiterhin bietet der handliche Kalender aus dem angesehenen, wissen-schaftlich orientierten Marburger Schüren-Verlag auch komprimierte, professionell konzipierte, biografische Kurzportraits unter anderem von außergewöhnlichen Interpreten wie beispielsweise von Valeska Griese-bach, Anna Magnani, Josef Bierbichler, Agnès Varda, Daniel Brühl, Wong Kar-Wai, Felix Huby und Tim Robbins. Das tägliche Abreißen macht ein-fach Freude, nicht nur denr eingefleischte Cinéasten, bequeme Filmstu-denten oder neurotischen Kinoflitzern.es ist vielmehr ein lese-freundlicher „Tagebuch“ für alle Filmfreunde(innen) mit Herz und Hirn für das Medium Film. (Jean Lüdeke)

Weitere Buchbesprechungen im Lesertreff: