Studienführer Journalismus, Medien, Kommunikation

Erstellt am: September 19th, 2007

Nach vier Jahren ist der beliebte Studienführer zu den Kommunikationsberufen endlich in einer zweiten, völlig überarbeiteten Version erschienen. Angesichts der vielen neuen Studiengänge in diesem Bereich eine sehr gute Entscheidung.

Das Hauptproblem des Buches sei gleich vorab erwähnt: Die Vorstellungen der einzelnen Studiengänge erfolgen aufgrund von Selbstangaben der betreffenden Fachbereiche. Eine kritische Evaluierung darf man also nicht erwarten, als erste Orientierungshilfe ist der Studienführer allerdings gut geeignet.

Die Berufsbezeichnung „Journalist“ ist nach wie vor nicht geschützt. Entsprechend uneinheitlich und unübersichtlich präsentiert sich auch die Ausbildungslandschaft – über die Anerkennung oder den marktwert möglicher Abschlüsse sollte man sich vorab separat informieren. Das Arbeitsamt könnte da eine gute Anlaufstelle sein.

Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt: Wissenschaftliche Kommunikationsstudiengänge an deutschen Hochschulen und Angebote zur Aus- und Fortbildung. Die einzelnen Studiengänge und Ausbildungsangebote werden knapp und standardisiert dargestellt. Kein schlechter Ansatz, kann der Studienführer doch maximal als Vorauswahl nützlich sein. Alle Basisdaten zu den Studiengängen sind erfasst, das Material bei freien Trägern wie etwa den Journalistenschulen ist allerdings etwas dünn ausgefallen und beschränkt sich oft auf eine magere halbe Seite.

Besonders die hohe Zahl der möglichen Abschlüsse macht deutlich, dass das Ausbildungsangebot sehr heterogen ist. Genauere Vorstellungen über den angestrebten Abschluss oder die präferierte Struktur der Ausbildung sind also von Vorteil – nach der Vorauswahl muss man sich natürlich sowieso bei den möglichen Ausbildungsträgern genauer erkundigen. Die meisten Hochschulen, die ein MA oder ein Diplom in Journalistik anbieten, haben den internen Numerus Clausus außerdem wegen der hohen Bewerberzahl extrem hoch angesetzt – bei vielen Hochschulstudiengängen sollte eine eins die erste Ziffer der Durchschnittsnote sein. Da interne NC’s allerdings selbstverständlich von Jahr zu Jahr schwanken, muss man die aktuelle Meßlatte eh bei den betreffenden Hochschulen erfragen. Die Gefahr, dass der Studienführer durch jahresbezogene Informationen dadurch zu schnell seine Aktualität einbüßt, ist damit weitgehend gebannt. Schließlich ist nicht damit zu rechnen, dass sich im Laufe eines Jahres die Hälfte aller Studienordnungen ändern wird.

Alles in allem: Wer einen kommunikationswissenschaftlichen Beruf anstrebt, sollte dem Studienführer eine Chance geben. Als erste Orientierungshilfe erspart er eine Menge Eigenrecherche und liegt außerdem preislich im akzeptablen Rahmen. (Tim Kaiser)

Titel: Studienführer Journalismus, Medien, Kommunikation
Autor: Walter Hömberg, Renate Hackel-de Latour
Verlag: UVK Medien
Seiten: 350
ISBN: 3896692674

Titel: Mit Wissen verblüffen

Erstellt am: September 19th, 2007

Da sich auf immer rasantere Weise die Märkte und Stellenangebote ändern, als auch das Aufgabengebiet immer spezieller wird, bedarf es der Anpassung des Einzelnen. Zunehmende Anforderungen verlangen nach immer mehr Leistung und größerem Wissen an sein Fachgebiet. Die Aufgabenverteilung formt den Menschen zum Fachgenie.

In drei Büchern beschreibt Tom Peters, weltbekannter Consultant, Redner und Coach, wie sich diesen Herausforderungen zu stellen ist.

„Machen Sie aus sich den perfekten Dienstleister“ beschreibt von Grund auf, wie Kunden und Projekte zur wahren Leidenschaft werden. Immer enger werdende Märkten verlangen nach professionellem Servicemanagement. Diese werden zunehmend zum wichtigsten Erfolgsfaktor. Nicht nur um besser als andere Unternehmen zu sein, sondern auch um Kunden und nicht nur die Eigenen, an sich zu binden, muss der Betrieb in einen hoch qualifizierten und kundenorientierten Dienstleister verwandelt werden.

In dem Buch werden 50 nachvollziehbare Schritte aufgezeigt, welche den Weg zum Ziel beschreiben. Zu Anfang werden grundlegende Denkweisen aufgeführt, damit der gedankliche Weg, welcher zum Erfolg führen soll, auch nachvollzogen werden kann. Als dann müssen Kunden selektiert und als Kunden behandelt werden. Werden die Schritte eingehalten, steht dem Erfolg nichts mehr im Weg. Die Themenbereiche sind:

– Machen Sie jede Aufgabe zum Projekt
– Besuchen Sie jeden Ihrer Kunden
– Ganz…oder gar nicht !
– Mit dem Kunden unter einem Dach !
– Seien Sie sich stets Ihrer externen Ausrichtung bewusst
– Werden Sie ein Experte… in Sachen Talent

Fazit:
Das Buch ist ein hartes Stück Brot und nicht einfach zu lesen. Doch die Ausführungen des Autors machen Sinn. Durch die praktische Umsetzung, bzw. die Unterstützung der Denkweise, kann der Leser viel über das Themen lernen. Die Schritte überzeugen, da jeder von uns auch ein Kunde ist. (Stephan Dunker / PF)

Titel: Top 50 – Servicemanagement
Autor: Tom Peters
Verlag: Econ Verlag
Seiten: 231
ISBN: 3430174635

Mit Wissen verblüffen

Erstellt am: September 19th, 2007

Jede Gesellschaft hat ein Allgemeinwissen, welches natürlich in den verschiedenen Alters- und Bildungsschichten variiert, doch eine gemeinsame Schnittmenge des Wissen sollte generell vorhanden sein. Nach dem deprimierenden, aber leider zu erwartenden Ergebnis der PISA-Studie ist die Bildungsmisere in Deutschland offenbar geworden, so dass es jetzt in unserer Verantwortung und in unserem Interesse liegen sollte, unser Wissen zu verbessern. Denn schließlich kann man „Mit Wissen verblüffen“ und so lautet auch der Titel des vorliegenden Werks, welches animieren soll, Wissen zu horten und in sich aufzunehmen wie ein gieriger Schwamm. Denn darin liegt die Hauptintention von Autor Anton Sergl, der gleich in seinem Vorwort mit der naiven Hoffnung aufräumt, durch die Lektüre seines Buches könne der Leser all das Wissen der Welt in sich aufnehmen. Er versteht seine Publikation vielmehr als Appetitmacher, der Hunger macht auf mehr Bildung und gleichzeitig viele wissenswerte Informationen vermittelt. Dabei konzentriert sich Sergl auf sieben Säulen, die entscheidend dafür verantwortlich sind, dass unser Wissensgebäude getragen wird:

• Geschichte und Politik
• Kunst
• Literatur
• Musik
• Theater, Film und Medien
• Religionen
• Wissenschaft und Forschung

In einem Special widmet er sich noch dem Thema Sport, was insbesondere in Stammtischkreisen gar nicht mehr aus dem Allgemeinwissen rauszustreichen ist, während Literatur, Musik und Kunst leider immer unterrepräsentierter werden. Doch Kritik ist nicht die Sache von Anton Sergl, stattdessen ermuntert und motiviert er den geneigten Leser immer wieder und versucht, den Spass an Bildung auf überzeugende Weise zu vermitteln. Dieses Anliegen ist sehr ehrenwert und es gelingt dem Autoren, auch verbohrte Ignoranten zu überzeugen, allerdings müssen sie dazu erst mal von anderen dazu überzeugt werden, das Buch überhaupt in die Hand zu nehmen und zu lesen. Doch sobald die ersten Seiten gelesen wurden, übt der Rest eine beinah magische Kraft aus, die leider nicht allzu lange anhält, denn irgendwann kommt die Erkenntnis: „Ich weiß, dass ich nichts weiß!“

Fazit: „Mit Wissen verblüffen“ zeigt, wie verblüffend einfach es sein kann, sein Wissen aufzupolieren, um sowohl bei Small Talks als auch bei ernsthaften Diskussionen nicht mehr länger nur Außenstehender zu sein. Durch einen motivierenden Schreibstil gelingt es dem Autoren, Mut zu machen. Eine Lernbereitschaft des Leser wird selbstverständlich vorausgesetzt und die Erkenntnis „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ muss auch überwunden werden. (Tino Hahn)

Titel: Mit Wissen verblüffen
Autor: Anton Sergl
Verlag: Markt und Technik
Seiten: 240
ISBN: 3827261694

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