Die Stahlhöhlen

Erstellt am: Januar 2nd, 2008

Zuletzt ist “Die Stahlhöhlen” auf deutsch zusammen mit “Die nackte Sonne” unter dem Titel “Die Stahlhöhlen” (ISBN: 3-453-12767-6) erschienen.

Auf der Erde leben die Menschen in riesigen, überdachten Städten. Nur die Spacers, menschliche Bewohner anderer Planeten, die sich schon seit langer Zeit von der Erde losgesagt haben, leben nach ihren eigenen Regeln in einer eigenen Ansiedlung. Als dort ein Mord passiert, werden die Terraner nervös, weil sie eine Intervention der militärisch weit überlegenen Spacer fürchten. Auf der Erde kommt es wegen Robotern immer wieder zu Unruhen, weil hier die Abneigung gegen sie als Arbeitsplatzkonkurrenten und auch sonst sehr stark ist. Die Spacer leben mit ihren Robotern friedlich und problemlos zusammen.

Der Polizeibeamte Ljie Baley soll den Mord in der Stadt der Spacer aufklären. Dazu bekommt er den sehr menschlich aussehenden Spacer-Roboter Daneel Olivaw zugeteilt, um auch im Bereich der irdischen Menschen ungehindert ermitteln zu können. Nach einigen Irrwegen, stoßen die Beiden auf eine der besonders roboterfeindlichen Traditionistenorganisationen als mögliche Hintermänner für den Mord. Aber bald stoßen sie auch auf Widerstand und Versuche, sie zu behindern.

Ein Science Fiction Krimi, der durchaus mit vielen traditionellen Krimis mithalten kann. Wie bei Asimov üblich, gibt es komplexe und interessante Protagonisten und eine ansprechende Handlung.

Besonders der frühe Asimov erweist sich als Optimist bezüglich der Anwendung von Technik durch die Menschen. Seine Robotergesetze werden sich wohl kaum in jeder zukünftigen KI finden, so es welche geben sollte, weil diese sicher zuerst für militärische Mittel hergestellt werden würden. Auch sind in einigen seiner früheren Werke einige, aus heutiger Sicht ziemlich danebenliegende Zukunftsvisionen, aber das ist bei Büchern aus den 50er Jahren wohl unvermeidlich.

“Die Stahlhöhlen” ist in jedem Fall ein Klassiker seines Genres und ein lesenswerter Roman auf jeden Fall.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at

Regulator

Erstellt am: Januar 2nd, 2008

An einem schönen Sommertag in der Poplar Street im idyllischen Wentworth in Ohio taucht plötzlich ein etwas futuristisch aussehender Lieferwagen auf und seine Insassen erschießen scheinbar grundlos einen Zeitungsjungen und einen Hund. Bald nachdem die Bewohner und zufällig dort anwesende Personen sich etwas von dem ersten Schock erholt haben und vergeblich Hilfe mit dem plötzlich nicht mehr funktionierenden Telefon holen wollen, taucht der gleiche Wagen mit einigen ähnlich aussehenden Autos auf und es werden erneut Menschen erschossen. Nur die auch in der Poplar Street wohnende Audrey und ihr autistischer Neffe Seth erscheinen bei dem ausbrechenden Chaos nicht im Freien. In Nevada in der Nähe des Städtchens Desperation betreibt die Firma Deep Earth in der “China-Grube” genannten, oberirdischen Kupferabbaustätte und hat bei einer Sprengung den legendären Stollen “Rattelesnake Nummer eins” freigelegt. Seth ist mit seiner Familie auf einer Straße in der Nähe unterwegs und wird plötzlich von etwas unwiderstehlich in diesem alten Stollen angezogen. Er kann die Familie zu einem Besuch bei der Mine überreden und gelangt in einem unbeobachteten Augenblick für kurze Zeit in den alten Stollen. Bald darauf wird seine ganze Familie getötet und er kommt zu seiner Tante Audrey nach Ohio. Doch Seth hat “Tak”, ein uraltes und böses Wesen in sich und das Leben Audreys und ihres Mannes beginnt sich bald zu ändern.

Stephen King hat mit den Romanen “Desperation” und “Regulator” zwei Bücher aus dem selben Grundstoff geschrieben. Für “Regulator” hat er für diesen Zweck sein altes Pseudonym “Richard Bachman” noch einmal benutzt. Beide Romane sind in etwa dem gleichen Stil geschrieben und haben eine eher actionlastige Handlung. Sie sind aber verschieden genug, dass es nicht im Geringsten stört, wenn man vorher das jeweils Andere gelesen hat. Wem Kings typische Horrorromane wie “Es” oder “Tommynockers” gefallen haben, wird auch in “Desperation” und “Regulator” bestens bedient.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von www.buchkritik.at

Im Reich der Dinosaurier

Erstellt am: Januar 2nd, 2008

Edgar Rice Burroughs (1875-1950) schrieb den fantastischen Roman „Im Reich der Dinosaurier“ bereits im Jahr 1917. Erstmals publiziert wurde das Werk 1924. Nach Tarzan gilt es als sein bestes Werk, von vielen Kritikern gelobt.

Zu Beginn dieser Geschichte findet der Erzähler ein Manuskript in einer Flasche. Er sagt: Lesen Sie eine Seite, und in spätestens zwei Minuten werden Sie mich vergessen haben. Das ist ein Versprechen, das Burroughs hält.

Erstmals in deutscher Sprache erzählt er die seltsamen und furchtbaren Erlebnisse Bowen Tylers. Während des ersten Weltkrieges wird er auf einem Passagierdampfer von einem deutschen U-Boot angegriffen. Das Schiff sinkt. Ein englischer Schlepper rettet die Überlebenden. Darunter Tyler und ein Teil der Dampfercrew. Mit Hilfe der Besatzung des Schleppers bringt er das deutsche U-Boot unter sein Kommando. Der gefangene deutsche U-Bootkommandant sabotiert bei jeder Gelegenheit den von Bowens errechneten Kurs. Bis sie sich tief im Südpazifik befinden, weitab von der Möglichkeit in einen Kanal zurückzukehren.

Magnetisch angezogen hält das U-Boot Kurs auf eine Insel. Caprona – Eine Insel in keiner Karte verzeichnet und seit zweihundert Jahren vergessen.

Sie erreichen das innere der Insel über einen unterirdischen Fluss. Tayler hätte sich nie träumen lassen das seine Reise in einem Land endet, wo selbst die Zeit gefangen ist. Es ist ein Platz in dem die Entwicklung eine umgekehrte Umdrehung genommen hat. Sie treffen auf Arten seltsamer und prähistorischer Tiere, Wassermonster und gigantischer Flugreptilien.

Die Crew zieht über den Fluss auf die andere Seite Capronas. Plötzlich verändert sich Flora und Fauna. Aus Reptilien werden räuberische Säugetiere. Anstatt Meilen zu überqueren , durchqueren sie Epochen.

Das Buch will verschlungen werden. Schon nach den ersten Zeilen, wird der Leser von der so wahnsinnigen, fantasiesprudelnden Geschichte gefesselt. Man muss auch nicht unbedingt Fantasy-Fan sein, um einfach eine wirklich gute Geschichte einer fabelhaften Mikrowelt zumögen. (Silvia Dunker / PF)

Mummenschanz

Erstellt am: Januar 2nd, 2008

Das Phantom der Oper auf der Scheibenwelt mit der hoffnungsvollen jungen Opernsängerin Agnes und den Hexen Oma Wetterwachs und Nanny Ogg als Hauptpersonen. Im Opernhaus von Ankh-Morpork, der bekanntesten und ungewöhnlichsten Stadt auf der Scheibenwelt, passieren einige “Zwischenfälle”. Der Geist des Opernhauses soll angeblich dahinterstecken. Die nicht nur vom Stimmumfang gewichtige junge Agnes hat gerade eine Stellung dort bekommen, doch Oma Wetterwachs und Nanny Ogg haben auch Pläne mit ihr. Dann gibt’s da noch eine Werkatze, nur umgekehrt.

Wieder ein Scheibenweltroman von Pratchett, unterhaltsam und wie immer randvoll mit seinem typischen Humor.

Eine kurze Leseprobe:

Die Kutsche hielt an. Nanny sah zum Kutscher auf und lächelte unschuldig.

“Guten Morgen, werter Herr!”

Der Mann bedachte sie mit einem furchtsamen und vor allem argwöhnischen Blick. “Ist es wirklich ein guter Morgen?”

“Wir würden gerne nach Lancre reisen, aber unglücklicherweise sind wir derzeit indisponiert, in finanzieller Hinsicht, meine ich.”

“Seid ihr das?”

“Als Hexen hätten wir die Möglichkeit, auf andere Weise zu bezahlen. Zum Beispiel könnten wir dich von den kleinen Beschwerden befreien, die du vielleicht hast.”

Der Kutscher runzelte die Stirn. “Ich befördere euch nicht kostenlos, ihr alten Schachteln. Und ich habe keine kleinen Beschwerden.”

Oma trat vor.

“Möchtest du vielleicht einige große bekommen?” fragte sie.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at

Ein Sandkorn am Himmel

Erstellt am: Januar 2nd, 2008

Zuletzt ist “Ein Sandkorn am Himmel” auf deutsch zusammen mit “Sterne wie Staub” und “Ströme im All” unter dem Titel “Die Größe des Imperiums” (ISBN: 3-453-12771-4) erschienen.

Wegen einer kaum bemerkten Unregelmäßigkeit in einem Labor für Kernforschung wird der Schneider Joseph Schwartz aus dem Jahr 1949 Hunderttausende Jahre in die Zukunft transportiert. In dieser Zeit haben die Menschen unzählige Planeten in der Galaxis besiedelt und leben unter der Führung eines Galaktischen Imperiums. Die Erde selbst ist radioaktiv verseucht, aber trotzdem von Menschen bewohnt. Allerdings ist diese Erde aufgrund der ungünstigen Umstände ein in jeder Beziehung unterentwickelter Planet und die Erdenmenschen werden von der Bewohnern anderer Welten zutiefst verachtet. Kaum jemand glaubt noch daran, dass die Menschen sich auf der Erde entwickelt haben.

Der Archäologe Bel Arvardan ist einer der wenigen und reist deshalb zur Erde, um Beweise dafür zu finden. Dort trifft er im Laufe der Handlung auf den Physiker Affret Shekt und dessen Tochter Pola, in die er sich verliebt. Auch auf Schwartz treffen sie irgendwann und kommen hinter das Geheimnis einer gewaltigen Verschwörung.

Asimovs Stärken liegen in der Beschreibung facettenreicher Persönlichkeiten und Gesellschaftsformen. Seine Utopien sind eher unglaubwürdig, erst recht bei seinen frühen Werken. Die Entwicklung der Menschheit sowohl in technischer als auch in gesellschaftlicher Hinsicht innerhalb hunderttausender Jahre erscheint doch sehr unrealistisch.

Trotzdem “funktionieren” die Geschichten, selbst wenn eine Grundannahme so falsch sind wie in “Ein Sandkorn am Himmel” das existieren einer menschlichen Zivilisation auf einer radioaktiv verseuchten Erde.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at.

Wild Cards

Erstellt am: Januar 2nd, 2008

Nach dem Zweiten Weltkrieg wird die Erde mit einem sonderbaren Virus verseucht. Außerirdische haben sie als großes Versuchslabor missbraucht. Durch den Virus werden manche Menschen zu grotesken Wesen und werden “Joker” genannt. Andere bekommen außergewöhnliche Fähigkeiten, wie sie von Superhelden aus den Comics bekannt sind und werden als “Asse” bezeichnet. Es dauert nicht allzu lange, bis sich die Menschen wohl oder übel an diese Absonderlichkeiten gewöhnt haben.

Einige Angehörige außerirdischer Zivilisationen leben ebenfalls auf der Erde und versuchen meist so gut es geht zu helfen. Als ein mächtiges Wesen aus dem All, die Schwarmmutter, die Erde angreift, haben sie und die Menschheit mit Unterstützung der Asse alle Hände voll zu tun um sich zu erwehren. Es war jedoch erst ein erster Vorstoß und den sich in Sicherheit wiegenden Menschen steht noch einiges bevor. Vor allem, weil die Schwarmmutter Anhänger unter den Menschen hat.

Diese Serie wird von verschiedenen Autoren geschrieben, es ist eine sogenannte “Shared World-Serie” Das Zusammenwirken von George R. R. Martin, Melinda M. Snodgrass, Victor Milán, Pat Cadigan, Walter Jon Williams und John J. Miller hat sich in diesem Fall sehr günstig auf den Roman ausgewirkt. Die Geschichte entwickelt sich spannend fort und wimmelt von gut ausgearbeiteten, interessanten Protagonisten. Keine Science Fiction mit Tiefgang aber rundum gelungene Unterhaltung.

Wie am Originaltitel zu sehen ist, hat der Heyne-Verlag ein in Deutschland beliebtes Mittel zu Gewinnsteigerung angewandt und jedes Buch in zwei Teile veröffentlicht. Das deutsche Wild Cards IV ist der zweite Teil von Wild Cards II im Original.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at

Das Bild – Rose Madder

Erstellt am: Januar 2nd, 2008

Rose Daniels ist mit einem Polizisten verheiratet und ihre Ehe ist die Hölle. Die schweren Misshandlungen gehen so weit, dass sie eines Tages sogar ihr ungeborenes Kind verliert. Schließlich flieht sie von ihrem Mann, setzt sich in einen Überlandbus und fährt in eine weit entfernte Stadt. Dort findet sie Aufnahme in einem Frauenhaus und langsam in ein normales Leben zurück. Als sie bei einem Pfandleiher den Wert ihres Eherings herausfinden will, entdeckt sie dort ein Bild, das sie seltsam anzieht. Sie bekommt es im Tausch gegen ihren Ring und hängt es in ihrer neuen kleinen Wohnung auf.

Doch Norman, ihr Mann hat sie nicht vergessen und verfolgt mühsam aber immer erfolgreicher ihre Spur. Rose bekommt einen gut bezahlten Job angeboten und lernt einen sympathischen jungen Mann kennen, aber das Bild in ihrer Wohnung entwickelt seltsame Phänomene.

Schließlich taucht Norman in der Stadt auf und verliert bei der Suche nach ihr jede Zurückhaltung und zunehmen seinen Verstand. Die Situation eskaliert zunehmend und treibt auf ein aberwitziges Finale zu.

In der ersten Hälfte des Romans passiert ziemlich wenig und selbst der brillante Geschichtenerzähler King schaffte es hier nicht immer, Längen zu vermeiden. Erst ungefähr ab der Mitte kommt die Geschichte durch das verstärkte Auftauchen übersinnlicher Aspekte in Schwung um gegen das Ende immer mehr an Spannung und Tempo zu gewinnen. Nur im letzten Kapitel geht es wieder ruhiger zu.

Es ist wohl kaum das beste Buch von King aber trotzdem durchaus lesenswert. Wer nur seine Horrorromane kennt, wird aber möglicherweise enttäuscht sein. Obwohl auch in “Das Bild” übersinnliches eine Rolle spielt, spielt sich der Großteil der Handlung in einem mehr oder weniger normalen Umfeld ab und auch der “Horror” entstammt einem zwar nicht ganz normalen, aber durchaus realistischen Menschen.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at

Bilder um 11

Erstellt am: Januar 2nd, 2008

Eine Gruppe Ökoterroristen besetzen gewaltsam einen kleinen TV-Sender um eine Abstimmung über ein Umweltthema in ihrem Sinn zu beeinflussen. Sie lassen alle dort anwesenden Personen bis auf den Nachrichtensprecher Toby Inman, den Sportansager Carl Mendozza, die Wetterfee Heather Blake und den Leiter des Senders, Eddie Franker, frei. Als sie einige Male auf Sendzung gehen, werden zwar die sie belagernden Ordnungshüter immer erregter, aber manche der Geißeln findet zum Teil Gefallen an der öffentlichen Aufmerksamkeit und den emporschnellenden Zuschauerquoten.

Als die Abstimmung in ihrem Sinne gelaufen ist und sie bis dahin eine Erstürmung des Senders mit allen möglichen Tricks verhindern konnten, sieht alles nach einem glücklichen Ausgang aus. Doch der Chef der Terroristen überrascht alle mit zusätzlichen, weitergehenden Forderungen und die Besetzung wird weitergeführt.

Damit rufen die Terroristen aber mächtigere und gewitztere Kontrahenten auf den Plan als die örtlichen Polizeibehörden es waren. Und langsam beginnen sich auch unter den Terroristen verschiedene Fraktionen zu bilden.

Obwohl das Buch bei Heyne als Science Fiction geführt wird, ist es eindeutig ein Medienthriller mit weniger Unwahrscheinlichkeiten als viele andere Romane aus diesem Genre.

Wie in einem Kammerspiel spielt sich die immer wieder überraschende Wendungen nehmende Handlung fast ausschließlich als sich oft wechselnde Konflikte zwischen den Protagonisten ab. Und deren Persönlichkeiten sind sehr überzeugend beschrieben.

Der enge Handlungsraum und die ziemlich große Seitenzahl führt aber in diesem Fall nicht zu der geringsten Langatmigkeit. Ohne großartige Verschwörungstheorien herhalten müssen, liefert das Buch gleichzeitig einen kritischen Standpunkt und einen spannungsreichen Lesestoff.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at

Der Fall Charles Dexter Ward

Erstellt am: Januar 2nd, 2008

Der junge Charles Dexter Ward stößt bei seinen Nachforschungen über seine Familie auf den geheimnisvollen Joseph Curwen. Das Andenken an diesen unheimlichen Mann ist fast völlig ausgetilgt worden und Ward kann nur in mühevoller Kleinarbeit Stück für Stück aus der Vergangenheit erfahren. Sein Vorfahre scheint sich sehr intensiv mit Okkultismus beschäftigt haben, und Ward ist von dieser Persönlichkeit immer stärker fasziniert und beginnt selbst mit dem Studium der Geheimwissenschaften. Sein immer eigenartigeres Verhalten beunruhigt seine Familie und ihre Ängste sind nicht unbegründet. Mit steigendem Wissen wird auch die Gefahr durch die fürchterlichen Mächte für Ward immer größer, die er neugierig anzurufen versucht.

Lovecraft ist eine der Kultfiguren um Horrorgenre und Vorbild für viele heutige Autoren. Sein berühmter, die Schrecken meist nur andeutender, nie gänzlich beschreibender Stil schafft eine überaus passende Atmosphäre. Alle seine Geschichten haben einen gemeinsamen, von ihm geschaffenen mystischen Hintergrund der von zahlreichen, späteren Autoren weiter verwendet worden ist und auch den Hintergrund für ein Rollenspielsystem bildet. Manche Dinge daraus, wie das berüchtigte Necronomicon, geistern als werden von manchen Esoterikern noch heute für geheimnisumwitterte Realität gehalten.

“Der Fall Charles Dexter Ward” ist sein einziger Roman und wurde erst nach seinem Tod erstmals in “Weird Tales” veröffentlicht. Sonst schreib er nur Kurzgeschichten und Erzählungen. Für jeden, der Lovecraft noch nicht kennt, ist der Roman ein guter Einstieg in sein Werk. Nach diesem Buch lässt man den Autor entweder links liegen, oder man liest jede erreichbare Geschichte von ihm. Die zweit Möglichkeit wird zweifellos häufiger eintreffen.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at

Das Joch der Zyklopen

Erstellt am: Januar 2nd, 2008

Eriador steht unter der grausamen Herrschaft des Hexerkönigs Grünspatz als der Graf von Bedwyrdrin, Gahris Bedwyr Besuch von einem seiner Häscher bekommt. Seinem jüngeren Sohn Luthien wird bei einem Schaukampf in der Arena zu Ehren des Gastes befohlen, seinen Gegner und Freund zu töten. Als er sich weigert, wird dieser von einem Zykopen, der dem Gast als Leibwächter dient mit einer Armbrust ermordet. Als sein Vater nicht wagt, dagegen aufzubegehren, tötet Luthien den Zyklopen und flieht.

Auf der Flucht trifft er auf den Dieb Oliver deBurrows und hilft diesem aus einer Notlage. Nachdem sie ihren Verfolgern oft nur knapp entkommen können, geraten sie in einen ausweglos erscheinenden Hinterhalt. Doch ein Zauberer ermöglicht ihnen die Flucht und verlangt als Dank eine scheinbar nicht allzu schwierige Gegenleistung. Diese stellt sich aber als nicht so leicht heraus, und die beiden Kameraden entkommen nur knapp dem Tod.

Daraufhin reisen sie in die Stadt Montfort und beginnen eine Laufbahn als Diebe. Als sie durch ihren Erfolg langsam zur Berühmtheit werden, wird auch der Herrscher von Montfort, der Herzog und alte Hexenmeister Morkney auf sie aufmerksam …

Durchschnittliche Fantasy, unterhaltsam ohne wirklich zu beeindrucken.

Die Hintergrundgeschichte besteht aus einem etwas zurechtgebogenen, mittelalterlichen Schottland mit allen üblichen Fantasygeschöpfen besetzt. Es fehlen weder Elfen, Zwerge, Zauberer und Drachen noch die dazugehörigen Helden.

Ein Roman den man ohne weiteres lesen kann, aber nicht unbedingt gelesen haben muß.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at.

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