Heiße Hüpfer
Erstellt am: Januar 2nd, 2008Ridcully, der Erzkanzler der Unsichtbaren Universität und die anderen Magier stranden durch unglückliche Umstände und Ungeschicklichkeit auf einer weit entfernte Insel. Zu allem Unglück stellt sich noch heraus, dass sie sich viele tausend Jahre in der Vergangenheit befinden. Und ihre Anwesenheit bleibt nicht ohne Folgen auf die Zukunft.
In der Gegenwart ist der wenig talentierte Zauberer Ricewind auf dem kaum bekannten Kontinent IcksIcksIcksIcks gestrandet und kämpft mit den dort vorherrschenden, widrigen Lebensumständen. Das Land ist sehr trocken, mit zahlreichen, oft giftigen Insekten und Kriechtieren bewohnt und beheimatet auch ein Tier das etwa wie ein zu großer Hase mit überdimensionalen Schwanz und großen, sprungfreudigen Hinterbeinen ausgestattet ist. Ausgerechnet dieser Ricewind soll die von den Zauberern in der Vergangenheit verursachten Probleme wieder beseitigen. Damit beginnt für ihn eine abenteuerliche Reise, bei der ihm oft ein sonderbares Känguruh aus der Patsche hilft.
Die Zauberer und, seit längerer Zeit, wieder einmal der vom Pech verfolgte Ricewind sind die Hauptfiguren in dieser Parodie über Australien. “Heiße Hüpfer” ist ein durchschnittlicher Scheibenweltroman von Pratchett und erreicht nicht die Qualität des Vorgängers “Fliegende Fetzen”. Aber bei Pratchett ist selbst durchschnittliches noch unterhaltsam genug um den Leser nicht zu enttäuschen. Pratchett-Fans werden das Buch vermutlich in jedem Fall lesen aber für jene, die noch nichts von ihm kennen, sind andere empfehlenswerter.
Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at
Imagica
Erstellt am: Januar 2nd, 2008Charlie Eastbrook hetzt seiner Frau Judith einen Killer auf den Hals, weil sie sich von ihm getrennt hat. Doch bald darauf bereut er diesen Schritt und bittet den ehemaligen Liebhaber Judiths, John Furie Zacharias Judith zu warnen. Der Lebemann und verhinderte Maler Zacharias kommt gerade zurecht, um einen Anschlag zu verhindern. Als er den Killer verfolgt, kommt es zu einer seltsamen kurzen Begegnung zwischen Verfolger und Flüchtenden. Judith will aber von Zacharias nichts wissen und er kehrt zurück. Wieder trifft er auf den seltsamen Killer namens Pie’oh’pah und wird von ihm auf eine Reise in das wundersame Imagica mitgenommen. Auch Judith hat inzwischen von dieser ungewöhnlichen Welt erfahren und reist nach vielen Verwicklungen mit dem zwielichtigen Dowd ebenfalls dort hin. Und damit beginnt für Beide eine Zeit der Wunder …
Ein umfangreiches Fantasy-Epos mit zahlreichen Protagonisten. Barker vermischt gekonnt typische Mysteryelemente mit Fantasy und macht eine packende und trotz des Umfanges des Buches niemals langweilige Geschichte daraus. Wobei vor allem seine Beschreibung der Figuren und der komplexe Hintergrund ausgezeichnet beschrieben werden. Obwohl er auch eine Reise, das klassische Element der Fantasy für die Beschreibung einer fremden Welt und ihrer Bewohner benutzt, ist es keine der üblichen Tolkien-Nachahmungen mit ihren üblichen, mittelalterlichen Welten. Eine Menge guter Ideen werden mit gekonntem Schreibstil zu einer umfangreichen aber schlüssigen Geschichte verwoben. Nur manchmal hat sich der Autor etwas zuviel mit der modernen Esoterik beschäftigt, und man merkt es manchmal etwas zu deutlich. Die beste Geschichte, die ich bisher von Barker gelesen hab und reichlich ausgezeichneter Lesestoff für vergleichsweise wenig Geld.
Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at
Endymion – Phorten der Zeit
Erstellt am: Dezember 21st, 2007Raul wird auf Hyperion zum Tode verurteilt und obwohl er sich weigert die Kruziform anzunehmen, die eine Auferstehung ermöglicht, erwacht er nach seiner Hinrichtung wieder und bekommt einen undurchführbar erscheinenden Auftrag. Er soll ein Mädchen retten, dass bald aus einem der Zeitgräber herauskommen soll. Eine Unzahl von Soldaten und den unbesiegbar erscheinenden Schweizer Gardisten des Vatikan warten unter dem Befehl des Priester-Capitäns de Soya ebenfalls auf dieses Mädchen um sie für die Kirche gefangen zu nehmen. Doch als es so weit ist, erscheint ein alter Mythos auf der Bildfläche und die Flucht von Raul, dem blauhäutigen Androiden A.Bettik und dem Mädchen Aenea vor er allmächtigen Kirche und dem geheimnisvollen TechnoCore beginnt.
Lange nach “Hyperion” beginnt diese Geschichte erneut auf diesem Planeten in diesem Zukunftsszenario von Dan Simmons. Es ist der erste Teil dieser Geschichte, der zweite Band sollte gerade erschienen sein oder demnächst heraus kommen. Wem Hyperion gefallen hat, wird auch von diesem Buch begeistert sein. Simmons erzählt seine Geschichte wieder innerhalb dieses komplexen Universums und lässt die Geschichte im ersten Band zu einem vorläufigen Abschluss kommen. Es ist Sciene Fiction von der besseren Sorte der Space Operas mit originellen Ideen und, wie man es von Simmons gewohnt ist, spannend geschrieben.
Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at
Titel: Endymion – Phorten der Zeit
Autor: Dan Simmons
Verlag: Goldmann
Seiten: 669
ISBN: 3442433517
Schweinsgalopp
Erstellt am: Dezember 21st, 2007Auf der Scheibenwelt besucht der Schneevater am Silvesterabend die Häuser mit Kindern durch den Schornstein und hinterlässt ihnen Geschenke in dafür aufgehängten Socken. Doch diese Jahr ist er plötzlich nicht verfügbar und Tod muss als seine Aushilfe agieren. Tods Enkelin Susanne und die Zauberer in der unsichtbaren Universität werden ebenfalls in die Geschichte um den verschwundenen Schneevater hineingezogen. Und ein selbst für einen Assassinen unheimlicher bezahlter Mörder namens Kaffeetrinken treibt auch sein Unwesen.
Ein typischer Scheibenweltroman, gut wie gewohnt. Leider scheint es mit der Übersetzung wieder nicht ganz hingehauen zu haben. Der Witz um das Wortspiel mit dem Namen “Kaffeetrinken” ist mir verborgen geblieben Und im Klappentext ist mir das erste Mal das Wort “Großtochter” anstatt “Enkelin” begegnet.
Leseprobe:
“Nein getrunken hat er bestimmt nicht. Äh … ich schätze, ich sollte es dir besser sagen. Mein Opa ist Tod.”
“Oh, das tut mir leid.”
“Ich meine Tod.”
“Wie bitte?”
“Tod. Du weißt schon … der Tod.”
“Äh … schwarzer Kapuzenmantel …”
“… Sense, weißes Pferd, Knochen … ja. Tod.”
“Ich möchte nur ganz sicher gehen, das richtig zu verstehen”, sagte der o Gott in sehr vernünftigem Tonfall. “Dein Großvater ist der Tod, und du glaubst, dass er sich seltsam verhält?”
Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at
Titel: Schweinsgalopp
Autor: Terry Pratchett
Verlag: Goldmann Verlag
Seiten: 382
ISBN: 3442416310
Der Aufbruch zu den Sternen
Erstellt am: Dezember 21st, 2007Der Detektiv Elijah Baily lebt auf der Erde, wo der Großteil der Menschen in riesigen, überdachten Städten lebt. Er hat in der Vergangenheit schon einige Male mit Spacern zu tun gehabt, Menschen die vor Jahrhunderten den Weltraum besiedelt und sich angepasst und schließlich von der Erde losgesagt haben.
Darum wird er von der wichtigsten Spacer-Welt, Aurora um Hilfe gebeten, weil dort ein Roboter “getötet” wurde. Dieser Roboter war einer von nur zwei existierenden, äußerlich menschenähnlichen Robotern. Der zweite ist Daneel, der bei früheren Ermittlungen Bailys dessen Partner war.
So reist er nach Aurora und beginnt seine Arbeit, wobei ihm überraschend viele alte Bekannte begegnen. Nur der Robotroniker Dr. Fastolfe besitzt das nötige Wissen, um einen Roboter auf die Art zu deaktivieren, wie es in diesem Fall geschehen ist. Auch er selbst behauptet das überzeugend, bestreitet jedoch ebenso unmissverständlich, die Tat begangen zu haben.
Wie jeder Roman Asimovs mit Baily als Hauptfigur, ist auch “Der Aufbruch zu den Sternen” eine Mischung aus Krimi und Science Fiction. In diesem Fall überwiegt die Krimihandlung sogar eher stärker als üblich, was nicht unbedingt ein Nachteil ist.
Die Dialoge neigen manchmal etwas zur Weitschweifigkeit, aber der ausgezeichnete und originelle Schluss entschädigen den Leser für diese schlimmstenfalls kleine Schwäche reichlich.
Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at.
Titel: Der Aufbruch zu den Sternen
Autor: Isaac Asimov
Verlag: Heyne
Seiten: 556
ISBN: 3453127684
Der Herr der Ringe
Erstellt am: Dezember 20th, 2007Es ist schon eine Weile vergangen, seit meiner ersten Bekanntschaft mit Tolkiens Romantrilogie “Der Herr der Ringe”.
Seitdem habe ich die Bücher immer mal wieder hervorgenommen, um darin zu schmökern, mich in eine andere Realität zu begeben, zu träumen und mit meinen Gedanken in fremden, unbekannten Welten herumzustromern. Die drei Bände gehören wohl zu den meistgelesenen Exemplaren meines Bücherschrankes. Und nicht nur ich hatte daran meine Freude, auch mein Mann, meine Kinder und unzählige Freunde und Bekannte haben sie mit Begeisterung verschlungen.
Die Geschichte spielt in Mittelerde, einer fiktiven Welt, die bevölkert ist von seltsamen Wesen. Hobbits, die nur halb so groß sind wie wir Menschen, feengleiche Elben, Zwerge, Zauberer, Drachen, böse Orks, noch bösere Geister und so manch andere Gestalten sind dort anzutreffen.
Frodo, ein Hobbit, gelangt in den Besitz eines mächtigen Zauberringes. Da dieser Ring von Sauron, dem finstersten aller Wesen geschaffen wurde, wohnen ihm zerstörerische Kräfte inne und deshalb muß der Ring vernichtet werden. Diese Aufgabe, die Frodo zuwächst, erscheint fast unmöglich zu bewältigen. Begleitet von 3 weiteren Hobbits, sowie von Elben, Menschen – auch diese gibt es in Mittelerde-, Zwergen und Gandalf, dem Zauberer, tritt der Halbling die gefahrvolle Reise ins Land Mordor, das Reich des Bösen an, wo allein der Ring zerstört werden kann. Natürlich versuchen alle Mächte der Finsternis dies zu verhindern und so müssen die Gefährten nicht nur gegen Gollum, den Vorbesitzer des Ringes – eine Mischung aus Kriechtier, Insekt und Hobbit -, sondern auch gegen Orks, Trolle, Balrogs, schwarze Reiter, fliegende Geister, Riesenspinnen und andere Kreaturen kämpfen.
Schließlich, nach verlustreichen Kriegen und einem entbehrungsreichen Marsch, den Frodo allein mit seinem Diener Sam durch das Land Mordor unternimmt, siegt das Gute und auf die Bewohner von Mittelerde wartet eine glückliche Ära.
Dieses umfangreiche Werk ist ein wundervolles Märchen. Es entführt in eine Welt voller Fantasie und lädt ein zum Besuch nie gekannter Gegenden. Tolkien entwirft ein komplettes Universum und entwickelt hierfür nicht nur die entsprechende Religion und Mythologie sondern auch eine genaue Geografie und sogar eine gut durchdachte eigene Sprache. Wenn man sich wirklich auf die Geschichte einlässt kann man ganz darin versinken und völlig vergessen, dass man sich in Wahrheit im Lande von Finanzämtern, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und Rentenanpassungsgesetzen, im Zeitalter von Atomkraftwerken, Computern und Globalisierung befindet.
In den letzten Jahren hat Tolkien viele Nachahmer gefunden. Wer kennt nicht unendlichen Regalmeter in den Bücherläden, gefüllt mit zahllosen Fantasyromanen, -geschichten, -erzählungen und -spielen? Doch nicht ein einziger von all’ den vielen Autoren hat auch nur annähernd jene Meisterschaft erreicht, mit der Tolkien zu fesseln vermag.
Selbst wer Fantasyromane eigentlich nicht mag, sollte den “Herrn der Ringe” lesen, denn dieser Klassiker ist einfach gut.
Kritik geschrieben von Eva Behrens, Herausgeberin von “Evas Leseland”.
Titel: Der Herr der Ringe
Autor: John Ronald Reuel Tolkien
Verlag: Klett-Cotta
Seiten: 1100
ISBN: 3608935444
Meister der Dimensionen
Erstellt am: Dezember 20th, 2007Robert Wolff stößt bei der Besichtigung eines Hauses auf ein Tor in eine fremde, unbekannte Welt. Dort sieht er einen Mann, der ihm ein silbernes Horn zuwirft. Da er jeden Moment überrascht werden kann, versteckt er es schnell. Nachts bricht er in das Haus ein und dringt mit Hilfe des Hornes in die Fremde Welt ein.
Dort trifft er auf eine von phantastischen Geschöpfen bevölkertes Paradies und wird durch die dort vorgefundene Nahrung wieder zum jungen, kräftigen Mann. Mit der Zeit findet es heraus, daß die Bewohner zwar ein dem Vergnügen gewidmetes Leben führen, aber sonst keinerlei Ambitionen zu haben scheinen. Auch von einem geheimnisvollen, scheinbar allmächtigen Herrn über diese, anscheinend künstlich geschaffenen Welt erfährt er.
Gerade als er sich mit einer der Bewohnerrinnen näher anfreundet, wird er von einer Horde fürchterlicher Wesen angegriffen. Er kann vorerst knapp entkommen, doch schließlich überwältigen sie ihn, bemächtigen sich des Mädchens und des Horns und lassen ihn in einer ausweglosen Situation zurück. Ein anderer Bewohner dieser seltsamen Welt rettet ihn und er macht sich an die Verfolgung einen riesigen Berg hinauf.
Wieder gerät er in Gefangenschaft. Dieses mal ist es eine Art Harpie, die über zahlreiche riesige Adler herrscht und den Herrscher der Welt abgrundtief hasst. Mit Hilfe eines anderen, wortgewandten Gefangenen kann Wolff sie davon überzeugen, dass er selbst hinter Häschern des Herrn her ist und dadurch wieder in Freiheit gelangen. Zusammen mit diesem Mann, dessen Name Kickaha ist und der sich auf dieser seltsamen Welt sehr gut auszukennen scheint, macht er sich wieder an die ursprüngliche Verfolgung. Von seinem neuen Freund erfährt Wolff, dass diese Welt wie eine mehrstöckige Torte beschaffen ist, der Paradiesgarten war die unterste Ebene, als nächste erreichen sie eine Ebene, die der amerikanischen Prärie vor Ankunft der Weißen ähnelt. Manche dort lebende Geschöpfe gab es auf der Erde aber bestenfalls in Legenden.
Ähnlich wie im “Flußwelt”-Zyklus hat Farmer hier einen Fantasyroman mit Science Fiction-Hintergrund geschrieben. Ein Mensch gerät in eine phantastische, von legendären Wesen bevölkerte Welt, die von einem fremden, technisch weit höher entwickeltem Volk geschaffen worden ist. Im Grunde ist es aber ein reiner Fantasyroman. Die Haupthandlung besteht aus einer für dieses Genre so typischen Reise durch eine märchenhafte Welt mit wunderlichen Geschöpfen und seltsamen Gegenständen um schlussendlich den Oberbösewicht zu besiegen. Die Protagonisten sind ebenso durchschnittlich und mit relativ wenig Überraschungen ausgestattet wie die Geschichte selbst. Zu seiner Entstehungszeit waren diese Gleise aber noch nicht so ausgefahren und die Idee noch innovativ. Für den heutigen Leser bleibt dank der Erzählkunst des Autors noch immer ein überdurchschnittlicher Fantasyroman.
Das Buch hat übrigens ein richtiges Ende, obwohl noch vier Fortsetzungen folgen.
Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at
Titel: Meister der Dimensionen
Autor: Philip José Farmer
Verlag: Knaur
Seiten: 288
ISBN: 3426605112
Ruhig Blut!
Erstellt am: Dezember 14th, 2007In Lancre wird die Namensgebung der neugeborenen Tochter von König Verence und Königin Magrat gefeiert. Unglücklicherweise hat der König auch eine Vampirfamilie dazu eingeladen und diese schicken sich an, die Macht über das kleine Königreich zu übernehmen. Doch in Lancre wohnen auch die drei Hexen Agnes, Nanny Ogg und Oma Wetterwachs.
Als Agnes und Nanny Ogg die Gefahr erkennen, wollen sie Oma Wetterwachs zu Hilfe holen. Doch diese hat sich gerade diesen ungünstigen Zeitpunkt ausgesucht um unangekündigt zu verschwinden. Die Beiden machen sich zusammen mit der jungen Königin und ihrem Kind auf die Suche nach ihr.
Zur gleichen Zeit tauchen immer mehr seltsame Wesen in Lancre auf. Und auch Himmelwärts, ein junger Priester, der die Namengebung vornahm, wird in die Ereignisse verwickelt. Wo doch Hexen ein gesundes Misstrauen gegen Religion mit jeder Menge Scheiterhaufen in ihrer Vergangenheit haben. Und das bekommt er auch deutlich zu spüren.
Wieder ein Scheibenweltroman mit der drei Hexen in der Hauptrolle. “Ruhig Blut!” ist Pratchett etwas besser als der Vorgänger “Heiße Hüpfer” gelangen, kommt aber nicht an dessen Vorgänger “Fliegende Fetzen” heran. Auch unter den Geschichten rund um die Hexen ist sie nicht unbedingt die Beste.
Aber eine wirkliche Enttäuschung erlebt man bei Pratchett kaum, wenn man nicht generell nichts mit seinem Humor anfangen kann. Ein durchschnittlicher Scheibenweltroman, und das sollte eigentlich schon ein Qualitätsmerkmal für sich sein.
Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at
Titel: Ruhig Blut!
Autor: Terry Pratchett
Verlag: Goldmann Verlag
Seiten: 374
ISBN: 3442416523
Hinter der irdischen Bühne
Erstellt am: Dezember 11th, 2007Nachdem Kickaha es zusammen mit Anana gelungen war die Schwarzen Scheller, die uralten Erzfeinde der Lords, zu schlagen, schaffte es der Letzte durch ein Dimensionstor zur Erde zu entkommen. Kickaha und Anana folgen ihm, werden aber dort bald von den Leuten des dortigen Lords, dem legendären Red Orc, entdeckt. Von nun an müssen sie versuchen, den letzten Schwarze Scheller auszuschalten und die sich sie verfolgenden Schergen Red Orcs und bald auch die Polizei vom Leibe zu halten.
Der vierte Teil setzt die Geschichte fort, die in “Lord der Sterne” ihren Anfang nahm und wird erst im nächsten und letzten Band der Serie “Planet der schmelzenden Berge” beendet. “Hinter der irdischen Bühne” ist eher der schwächste Teil der gesamten Serie. Neben dem eher wenig originellen gut aussehenden, geschickten und mutigen Helden wirken auch die etwas peinlichen Klagen des Autors über Hippies, moderne Musik und die auch so heruntergekommene Welt in einem Science Fiction-Roman etwas deplaziert. Wie der Rest der Serie ist aber auch dieses Buch eine flüssig und spannend erzählte Abenteuergeschichte.
Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at
Titel: Hinter der irdischen Bühne
Autor: Philip José Farmer
Verlag: Knaur
Seiten: 256
ISBN: 3426605147
Foundation
Erstellt am: Dezember 11th, 2007“Foundation” ist zusammen mit “Foundation und Imperium”, “Zweite F00oundation” und dem hochinteressanten Essay “Einführung in die Psychohistorik (Introduction to Psychohistory)” von Michael F. Flynn als “Foundation” bei Heyne erschienen.
Als das Galaktische Imperium der Menschheit zusammenbricht, gründet der Psychohistoriker Hary Sheldon zwei Foundations, um die Zeit des Chaos zu verringern. Die Psychohistorik soll mit mathematischen Mitteln die zukünftige Geschichte der Menschheit bestimmen.
Die erste Foundation entsteht auf dem abgelegenen Planeten Terminus zum ausschließlichen Zweck der Schaffung einer “Galaktischen Enzyklopedie”, in der das gesamte Wissen der Menschheit gespeichert werden soll. Ernsthafte Bedrohungen von außen zwingen die Wissenschaftler jedoch politisch zu reagieren und ihre rein wissenschaftlichen Interessen teilweise aufzugeben.
Asimov erzählt hier die ersten 200 Jahre in der Geschichte der Foundation, einer weit in der Zukunft spielenden, fiktiven Menschheitsgeschichte. Das Buch ist sicher nicht nur wegen seiner frühen Entstehungszeit ein Klassiker der SF.
Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at.
Titel: Foundation
Autor: Isaac Asimov
Verlag: Heyne
Seiten: 272
ISBN: 3453127706
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