Drachentränen

Erstellt am: November 29th, 2007

Police Detective Harry Lyon und seine Partnerin werden bei ihrer Arbeit mit einem unheimlichen Mörder konfrontiert. Ein verwahrloster, riesiger Obdachloser mit übernatürlichen Fähigkeiten tötet scheinbar wahllos Menschen aus der untersten Gesellschaftsschicht. Schließlich wendet er sich aber auch gegen Harry Lyon und seinen persönlichen Umkreis und es kommt zu einer Auseinandersetzung mit einem unbesiegbar erscheinenden Gegner.

Drachentränen ist ein guter Horrorthriller aber nicht herausragend. Er wird beim Lesen nie langatmig und hält die Spannung das ganze Buch aufrecht. Ein gelungenes Stück Unterhaltung.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at

Titel: Drachentränen
Autor: Dean Koontz
Verlag: Heyne
Seiten: 430
ISBN: 3453124316

Von Gustibekes Planeten

Erstellt am: November 29th, 2007

Die Menschen entdecken einen mit intelligenten Lebewesen bewohnten Planeten und nehmen Kontakt auf. Die übergroßen Enten ähnlichen Außerirdischen waren an einem friedlichen Zusammenleben interessiert und besuchten in großer Zahl die Erde. Bald wurden sie für ihren unersättlichen Appetit und ihre üblen Tischmanieren berüchtigt. Ein Unfall dreht den Spieß aber dann gewissermaßen um…

Klassische, durchschnittliche satirische Science Fiction.

Auf deutsch in “Scheibenwahn” (Heyne, ISBN: 3-453-15602-1) erschienen.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at

Titel: Von Gustibekes Planeten
Autor: Cordwainer Smith
Verlag: Heyne
ISBN: 3453156021

Feuerwurm

Erstellt am: November 29th, 2007

Ein Psychiater, dessen Spezialgebiet die „Theripie vorangegangener Leben“ ist, klingt nicht gerade vertrauenserweckend. John Cunningham ist dieser Psychiater. In dem Buch „Feuerwurm“ von Ian Watson führt er seine Patienten mittels Hypnose in vergangene Zeiten und Leben zurück. Schreckliche Geschichten kommen zu Tage.

Tony, ein Patient des Psychiaters, berichtet unter Hypnose, dass zwei Schuljungen in den 50er Jahren einem schrecklichen Wesen begegnet sind. Lauert es noch immer in den tiefen Felshöhlen vor der englischen Küste?

Ian Watson schreibt voller Spannung . Bereits die ersten Zeilen des Buches fesseln den Leser auf eine besondere Art und Weise. Der Autor schreibt einfach und klar verständlich. Der spannende Roman verknüpft zugleich historische Elemente, wie Alchemie, aber auch klassisches aus Science-Fiction und Horror. (Patrick Fiekers)

Titel: Feuerwurm
Autor: Ian Watson
Verlag: Blitz Verlag
Seiten: 221
ISBN: 3898409015

Dune – Der Wüstenplanet

Erstellt am: November 25th, 2007

Obwohl bereits in den sechziger Jahren geschrieben, führt „Dune“ dennoch in den meisten Umfragen die Skala der beliebtesten SF-Romane an und verweist „Star Wars“ und Konsorten auf die weiteren Plätze. Beachtet man, dass bislang jede filmische Umsetzung von „Dune“ sich zu einem mehr oder wenig großen Flop entwickelte, so ist dieses Ergebnis noch beachtlicher.

Die 1984 entstandene Verfilmung von David Lynch war künstlerisch ambitioniert, scheiterte letztendlich jedoch an der äußerst komplexen Story, die beinahe unmöglich in 2 Stunden zu verfilmen ist. Auch der vor einigen Monaten erschienene Director’s Cut von David Lynchs „Dune“ kann an diesem Manko nur wenig ändern.

Die zweite Verfilmung, die vorletztes und letztes Jahr entstanden ist, scheitert nicht an der Story, die diesmal angemessenen Platz findet, sondern an den unzulänglichen schauspielerischen Leistungen und den erbärmlichen Special Effects, die den ganzen Film deutlich als TV-Serie outen.

So bleibt dem Leser nichts anderes übrig, als „Dune“ in seinem eigenen Kopf zu verfilmen. Und mit der jetzt anlässlich der neuen Verfilmung erschienenen Auflage werden auch wieder neue und alte Anhänger der Sage um Paul Atreides und den Wüstenplanet Arrakis in den Bann gesogen, dem schon so viele erlegen sind.

Arrakis ist eine feindliche und lebensbedrohende Welt, deren Gefahr durch riesige Sandwürmer noch potenziert wird. Einzige Bewohner des Wüstenplanets sind die Fremen, deren Augen durch das nur auf Arrakis vorkommende Spice vollkommen blau gefärbt sind. Und dieses Spice ist der Grund, warum Arrakis zu einem Streitpunkt zwischen mächtigen Herzogshäusern wird: Anhand dieser bewusstseinserweiternden Substanz ist es möglich, interstellare Flüge innerhalb von Sekundenbruchteilen zu erledigen. Wer Arrakis kontrolliert, kontrolliert das Spice und somit das Universum.

Kein Wunder, dass sich deshalb mächtige Familien in ein Intrigenspiel verwickeln, das im Verlauf der Handlung immer undurchdringlicher wird und den im Mittelpunkt stehenden Paul Atreides zuerst verwirrt, ihn dann aber zum Kämpfer für die Freiheit von Arrakis macht. Mithilfe des Spice und der Fremen organisiert er den Widerstand gegen die Harkonnen, den mächtigen Widersacher der Atreides. Doch welche Rolle spielt Pauls Mutter dabei und wem kann man vertrauen und wem nicht?

Mehr Worte über die Story zu verlieren, wäre müßig, denn die Story von „Dune“ ist hochkomplex angelegt und spielt auf mehreren Ebenen. Außerdem hat Autor Frank Herbert die Erzählung von Anfang an auf mehrere Bände festgelegt, weshalb die komplette Geschichte von „Dune“ in insgesamt 5 Bänden erschienen ist, deren Qualität allerdings im weiteren Verlauf immer mehr nachlässt.

Der große Erfolg der Serie beruht zu einem großen Teil auf dieser Komplexität, denn Frank Herbert verstand es ausgezeichnet, eine Prise Machiavelli mit Abenteuer, Action und der niemals alt werdenden Metamorphose eines behüteten Jungen zum Freiheitskämpfer zu mixen. Durch die exzellente Atmosphäre des Buches, die den Wüstenplanet Arrakis zu einem wunderschönen und gleichzeitig entsetzlichen Ort macht, hob Herbert seine Erzählung auf einen Platz ganz weit oben im Olymp der Science-Fiction-Literatur. Mittlerweile hat sogar die Computerspielbranche „Dune“ als Schauplatz entdeckt und versorgt die Schar der Echtzeitstrategiefans in regelmäßigen Abständen mit neuen Spielen rund um das Spice. Diese Gründe sorgen dafür, warum die Quelle der neuen Jünger des Spices niemals versiegen wird und „Dune“ auch noch in 50 Jahren zu einem der meistgelesenen Science-Fiction-Büchern gehören wird, auch wenn Teile davon mittlerweile schon antiquiert wirken.

Die neue Auflage anlässlich der Neuverfilmung verfügt über Bildtafeln der Schauspieler und Szenen aus dem Film, aber wer möchte schon ernsthaft Uwe Ochsenknecht in einem Science-Fiction-Film sehen? Die Bilder allein stellen keinen Kaufanreiz für passionierte Dune-Freaks dar, wer „Dune“ jedoch noch nicht besitzt, kann unbesorgt zugreifen! (Tino Hahn)

Titel: Dune – Der Wüstenplanet
Autor: Frank Herbert
Verlag: Heyne Verlag
Seiten: 873
ISBN: 3453185676

Ich, der Robot

Erstellt am: November 25th, 2007

“Das Buch ist eine durch eine Zwischenhandlung verbundene Kurzgeschichtensammlung. Der Autor ist einer der bekanntesten Klassiker in diesem Genre. Heute vielleicht nicht mehr so herausragend wie in der Entstehungszeit seiner Bücher aber allemal noch lesenswert. Kaum ein anderer Autor hatte mehr Einfluss auf andere SF-Autoren und selbst auf manche Wissenschafter (z.B. KI) als Asimov. Zuletzt ist “”Ich, der Robot”" auf deutsch zusammen mit “”Geliebter Roboter”" und “”Der Zweihundertjährige”" unter dem Titel “”Meine Freunde, die Roboter”" (ISBN: 3-453-12766-8) erschienen.

Robbie
Robbie
1940
30 Seiten

Die kleine Gloria hat einen Roboter als Kindermädchen. Als ihre Mutter sich wegen ihrer zu nahen Beziehung zu ihm Sorgen macht, gibt sie ihn weg. Gloria wird daraufhin immer zurückgezogener und die Familie zieht nach New York um sie durch die neue Umgebung von ihrer Trauer um ihren maschinellen Freund abzulenken. Doch es hilft alles nichts, Gloria versucht weiter ihren “”Robbie”" wiederzufinden.

Die kleine, sentimentale Geschichte spielt am Ende des zwanzigsten Jahrhunderts, in der Anfangszeit des Asimov-Universums. Der darin vorkommende Roboter kann noch nicht sprechen.

Runaround
Runaround
1942
28 Seiten

Auf einer Expedition zu einem stillgelegten Bergwerk am Merkur spielt der mitgenommene Roboter verrückt. Die zwei mit ihm dort festsitzenden menschlichen Forscher Donovan und Powell benutzen dort seit Jahren deaktivierte Roboter und ihren Kopf, um die Ursache dafür zu finden. Eine Kurzgeschichte über die berühmten Roboterregeln von Asimov. Durchschnitt.

Vernunft
Reason
1941
27 Seiten

Donovan und Powell sind auf einer Raumstation stationiert, die Sonnenenergie mittels eines Unwandlers an die Erde weiterleitet. Zur Unterstützung bekommen sie die Bauteile des neuen Robotertyps QT1. Nachdem sie ihn zusammengebaut haben und “”Cutie”" genannt haben, entwickelt er eigenartige Vorstellungen. Er hält sich als ein den Menschen überlegenes Wesen und glaubt nicht, von ihnen geschaffen worden zu sein. Stattdessen hält er den Umwandler für seinen Schöpfer und sich selbst für dessen Prophet. Donovan und Powell versuchen mal wütend, mal gerissen, den Roboter von den Tatsächlichen Umständen zu überzeugen.

Wieder spielen Donovan und Powell die Hauptrolle. In dieser Geschichte geht’s aber etwas humoriger zu und auch die Grundidee ist origineller und hat in der Science Fiction zahlreiche Nachahmer gefunden.

Erst den Hasen fangen
Catch the Rabbit
1944
31 Seiten

Donovan und Powell sollen den neuen Roboter Dave auf einem Asteroiden bei Bergwerksarbeiten überwachen. Dave unterstehen fünf andere Roboter, die fast so etwas wie Körperteile von ihm selbst sind. Wie üblich, tauchen bald Probleme auf. Die beiden menschlichen Überwacher versuchen alles Mögliche, um die Sache Aufzuklären. Sie erkennen, daß Dave und seine fünf “”Finger”" immer bei Notsituationen verrückt spielen. Weil sie nicht dahinter kommen, was da schief läuft, lösen sie selbst so eine Situation aus und bringen sich dabei aber nur selbst in Lebensgefahr.

Diese Geschichte hat nicht ganz die Qualität der Vorhergehenden, ist aber auch noch sehr gut.

Ein Lügner
Liar!
1941
28 Seiten

Nach der Montage stellt sich bei einem Roboter heraus, dass er Gedankenlesen kann. Die Robotpsychologin Dr. Calvin soll mit Anderen herausfinden, warum das so ist. Diese Untersuchung ist nicht ohne Fallstricke, weil der Roboter die intimsten Gedanken der Beteiligten kennt. Durch das erste Robotergesetz, niemals einen Menschen zu verletzten oder das auch nur durch Untätigkeit zuzulassen, fühlt er sich veranlasst, den Menschen auch bei ihrer privaten Konflikten behilflich zu sein. Und damit sorgt er für einige Verwirrung und bringt sich auch selbst in eine Zwickmühle.

Eine durchaus originelle Idee stand bei dieser Kurzgeschichte Pate. Wie bei “Runaround” geht es um die Konflikte zwischen den verschiedenen Robotergesetzen und die Probleme, die daraus entstehen. Offensichtlich ein Lieblingsthema des frühen Asimov.

Kleiner verlorener Robot
Little lost Robot
1947
41 Seiten

In einem gesperrten Gebiet im Weltraum wird der neue hyperatomische Motor hergestellt. Besondere Umstände bei dieser Arbeit erfordern Roboter, bei denen das erste Robotergesetz modifiziert wurde. Als sich einer dieser Roboter nach einem missverständlichen Befehl auf einem Frachtschiff zwischen zweiundsechzig absolut identischen Robotern versteckt, kann ihn niemand von ihnen unterscheiden. Dr. Calvin und Dr. Bogert von der Firma U.S. Robot werden hingesandt um das Problem zu lösen. Mit Hilfe verschiedener Versuche mit den dreiundsechzig Robotern versuchen sie den Problematischen herauszufiltern. Aber aufgrund seiner Modifikation ist es ihm immer wieder möglich, sie zu überlisten.

Wieder präsentiert Asimov eine Kurzgeschichte mit Dr. Calvin. Überhaupt sind seine Charaktere durch ihr wiederholtes Vorkommen für das Kurzgeschichtenformat auffallend komplexe Persönlichkeiten. Beim Thema der Geschichte spielen, wie fast immer, die Robotergesetze die Hauptrolle.

Flucht
Paradoxical Escape
1945
33 Seiten

Die beiden Firmen U.S.Robot und Consolidated Robot Corp. sind heftig mit der Entwicklung eines interstellaren Raumschiffes beschäftigt. Als das Rechengehirn von Consolidated Robot Corp. bei einer dafür benötigten Berechnung zerstört wird, bietet die U.S.Robot für die Berechnung dieser Aufgabe eine Riesensumme. Da U.S.Robot das einige noch funktionierende Robotsupergehirn hat, hofft die Konkurenzfirma, daß dieses ebenfalls bei der Aufgabe zerstört wird. U.S.Robot glaubt aber mit der Aufgabe fertig zu werden, ohne das das Rechnergehirn kaputt geht und damit die für die Raumfahrt nötigen Berechnungen zu bekommen und gleichzeitig einen Haufen Geld zu verdienen. Vorsichtig gehen sie ans Werk, doch die Probleme lassen Naturgemäß nicht lange auf sich warten.

Hier treten die eher witzigen Charaktere Donovan und Powell das erste Mal in einer Geschichte mit Dr.Calvin und dem restlichen Forscherteam zusammen auf. Eine locker erzählte Kurzstory mit einfallsreichen Hintergrund. Und natürlich spielen auch wieder die unvermeidlichen Robotergesetze eine Rolle…

Beweismaterial
Evidence
1946
37 Seiten

Der Kandidat für das Bürgermeisteramt, Stephen Byerley wird von seinen politischen Gegnern beschuldigt, ein Roboter zu sein. Um das zu beweisen, werden Dr. Calvin und Dr. Lanning von U.S.Robot mit einer Überprüfung beauftragt. Doch Byerley ist ein mit allen Wassern gewaschener Staatsanwalt und lässt sich nicht so leicht in die eine oder andere Richtung drängen, sondern nutzt die Situation schlussendlich für seine Zeile aus.

Eine gelungene Pointe macht diese Kurzgeschichte mit ihrem einfallsreichen Plot zu einer der Besten in “”Ich, der Robot”".

Der unvermeidliche Konflikt
The evitable Conflict
1950
34 Seiten

Die Welt ist unter einem Zentralkoordinator in vier Bereiche mit jeweils einem eigenen Koordinator und einem beratenden Superrechnergehirn aufgeteilt. Stephen Byerley ist dieser Zentralkoordinator und er sieht sich zwar kleinen, aber beunruhigenden Fehlleistungen der Rechengehirne gegenüber. Mit Hilfe von Dr. Calvin und einer Visite bei den vier Regionalkoordinatoren versucht er den Grund dafür herauszufinden.

Ein im Vergleich zu den anderen Kurzgeschichten in diesem Buch Durchschnittliche Geschichte mit eher schwachem Schluss.”

Die Kritik wurde geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at

Titel: Ich, der Robot
Autor: Isaac Asimov
Verlag: Heyne
Seiten: 263
ISBN: 3453127668

Der Zweihundertjährige

Erstellt am: November 25th, 2007

Das Buch ist eine Kurzgeschichtensammlung. Zuletzt ist “Der Zweihundertjährige” auf deutsch zusammen mit “Ich, der Robot” und “Geliebter Roboter” unter dem Titel “Meine Freunde, die Roboter” (ISBN: 3-453-12766-8) erschienen.

Im besten Mannesalter
The Prime of Life
1966

Gedicht des verärgerten Autors, weil er von Fans beim persönlichen Aufeinandertreffen immer überrascht zu hören bekommt, dass sie ihn für einen sehr alten Mann gehalten hätten.

Weibliche Intuition
Feminine Intuition
1969
33 Seiten

Die Firma U.S.Robot beschließt, einen Roboter mit intuitiven Fähigkeiten zu bauen um unter den unzähligen Sternen mit Planeten einen mit einem besiedelbaren Planeten zu finden. Die riesige Menge von Daten stellte bisher konventionelle Roboter vor unlösbare Probleme. Um Widerstand in der Öffentlichkeit vorzubeugen wird der neue Roboter als “weiblicher Roboter” bezeichnet und mit einer passenden Stimme ausgestattet. Doch ein überraschender Unfall bewirkt die Zerstörung dieses Roboters, der die Lösung gefunden, aber noch nicht weitergegeben hat. Nur ein Zeuge soll davon wissen, doch die Mitarbeiter von U.S.Robot finden ihn trotz intensiver Bemühungen nicht. Verzweifelt bitten sie die längst pensionierte Dr. Calvin um Hilfe.

Durchschnittliche Robotergeschichte mit einer humorigen Schlusspointe.

Der Wasserschlag
Waterclap
1970
47 Seiten

Der Sicherheitschef der Mondkolonie besucht eine Unterwassersiedlung um sich über deren Sicherheitsvorkehrungen zu informieren. Doch in Wirklichkeit führt er ganz anderes im Schilde.

Eine etwas langatmig geratene Geschichte. Der Hintergrund wird in Form von Dialogen zwischen den Protagonisten erklärt, und das zieht die Sache etwas in die Länge.

Daß du seiner eingedenk bist
That thou art mindful of him
1974
32 Seiten

Die Firma U.S.Robot steht vor dem Zusammenbruch, weil sich die Roboter durch ihre Effizienz bei ihrer Arbeit im Weltraum selbst überflüssig gemacht haben und ihr Gebrauch auf der Erde von der Regierung verboten ist. Keith Harriman ist sich der Ausweglosigkeit der Lage bewusst und setzt heimlich einen Roboter auf das Problem an, weil derartige Tätigkeit für diese streng untersagt ist. Und wirklich, knapp vor dem Aus findet der Roboter eine Lösung, die Harriman als seine eigene Idee in der Öffentlichkeit präsentiert.

Gute, aber nicht herausragende Robotergeschichte. Der Schluss mit seinen unerfreulichen Aussichten rettet sie aber.

Fremdling im Paradies
Stranger in Paradise
1974
34 Seiten

In einer düsteren Zeit sorgen die beiden Brüder Anthony und William als treibende Kräfte für den ersten Roboter auf dem Merkur. Das selbständig denkende Gehirn dieses Roboters befindet sich auf der Erde und bis es soweit ist, sind einige Schwierigkeiten zu überwinden. Nicht zuletzt zwischen den beiden Brüdern.

Eine eher dunkle Kurzgeschichte mit zu dieser Stimmung passenden Pointe.

Das Leben und Streben des Multivac
The Life and Times of Multivac
1975
17 Seiten

Der Supercomputer Multivac hat die Menschheit vor dem Untergang bewahrt und beherrscht seither alle Aspekte der wenigen Überlebenden. Ronald Bask schleicht sich in sein Vertrauen ein, wobei er das Vertrauen aller seiner Freunde riskiert und schlussendlich auch verliert. Doch sein von langer Hand vorbereiteter Plan scheint ihm jede Unannehmlichkeit wert zu sein.

Kurze, zügig voranschreitende Kurzgeschichte mit einer herrlich zweideutigen Pointe.

Worfeln
The Winnowing
1976
10 Seiten

Die politische Führung der Erde hat sich wegen gravierender Nahrungsknappheit zu einem groß angelegten Massenmord zugunsten weniger, dann aber überlebensfähiger Millionen Menschen entschlossen. Der Wissenschaftler Dr. Rodman hat ein Mittel gefunden, mit dessen Hilfe dieses Unternehmen auf nicht allzu auffällige Weise möglich wäre. Als er sich weigert, wird zuerst er und dann seine Familie unter Druck gesetzt.

Eine düstere Zukunftsvision mit schwarzhumoriger Pointe. Generell sind die später entstandenen Geschichten in “Der Zweihundertjährige” der Technik gegenüber weniger Kritiklos als seine frühen Werke.

Der Zweihundertjährige
The Bicentennial Man
1976
52 Seiten

Andrew, der Roboter der Familie Martin entwickelt sich, gefördert durch das Familienoberhaupt Gerald Martin zu einem erfolgreichen Künstler. Immer mehr gewinnt er die persönliche Sympathie der Familienmitglieder, vor allem der kleinen Tochter. Nachdem er durch Gerald Martin sein selbst verdientes Geld für sich behalten darf, kommt er zu Wohlstand. Schließlich gelingt es ihm, gegen den Willen Gerold Martins, aber mit heftiger Unterstützung der jüngsten Tochter, seine Freiheit als Individuum vor einem Gericht durchzusetzen. Doch langfristig ist ihm das nicht genug, und er versucht immer mehr ein Mensch zu werden, während seine Freunde nach und nach wegsterben.

Eine herrlich schwermütige und Traurige Geschichte um die Sehnsucht nach dem Menschsein. Die Titelgeschichte ist der Höhepunkte in “Der Zweihundertjährige”.

Marching in
Marching in
1976
10 Seiten

Der Musiker Jerome Bishof wird um Hilfe bei der Musiktherapie für geistig kranke Menschen gebeten. Zuerst steht er der Sache skeptisch gegenüber, doch sein Interesse beginnt zu erwachen, als er mehr darüber erfährt.

Eine Liebeserklärung an die Musik.

Altmodisch
Old fashioned
1976
12 Seiten

Zwei Astromineraloder stoßen im Asteroidengürtel auf ein Schwarzes Loch. Bei dem damit verbunden Zusammenstoß mit einem Asteroiden geht allerdings der Gro0teil ihres Raumschiffes kaputt. Ohne Funk und Antrieb sind sie im Gravitationsfeld des Schwarzen Loches gefangen und werden in spätestens zwei Wochen sterben, wenn ihnen keine außergewöhnliche Idee kommt.

Eine klassische SF-Kurzgeschichte mit einer wirklich originellen Idee.

Der Zwischenfall bei der Dreihundertjahrfeier
The Trecentenary Incident
1976
20 Seiten

Der Präsident der Vereinigten Staaten benutz einen Roboter als Doppelgänger um vor Attentätern geschützt zu sein. Bei einem großen, öffentlichen Auftritt wird dieser Roboter zerstört. Der Sicherheitsbeamte Lawrence Edwards hat den Anschlag mit eigenen Augen gesehen, und ihm fallen einige Ungereimtheiten auf. Als er durch Nachforschungen zu einem erstaunlichen Verdacht gerät, wendet es sich an der privaten Sekretär des Präsidenten.

Kurzer SF-Politthriller ohne allzu überraschende Einfälle, aber trotzdem mindestens gehobener Durchschnitt.

Geburt eines Begriffs
Birth of a Notion
1976
6 Seiten

Zeitreisender trifft in der Vergangenheit auf den berühmten Hugo Gernsback.

Hommage an den Gründer des SF-Magazins “Amazing Stories”. Man beachte den Gag beim Originaltitel, der an den berühmten Stummfilm “Birth of a Nation” angelehnt ist.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at

Titel: Der Zweihundertjährige
Autor: Isaac Asimov
Verlag: Heyne Verlag
Seiten: 280
ISBN: 3453127668

Besuch von Drüben

Erstellt am: November 25th, 2007

In diesem Buch sind 8 Erzählungen und Kurzgeschichten dieses 1869 geborenen und 1951 gestorbenen englischen Autors zu finden.

Der Horcher
The Listener
1907
37 Seiten

Ein Journalist auf der Suche nach einem günstigen Zimmer stößt auf ein wirklich günstiges Angebot. Langsam machen sich unheimliche Begebenheiten immer stärker bemerkbar. Das Angebot scheint nicht grundlos so günstig gewesen zu sein.

Die Spuk-Insel
A Haunted Island
1906
21 Seiten

Nach einem Urlaubsaufenthalt auf einer Insel in der Nähe Canadas beschließt ein Student noch einige Zeit allein dort zu verbringen um in Ruhe zu lernen. Der nächtliche Besuch zweier seltsamer Indianer lässt in dann aber schnell seine Meinung ändern.

Besuch von Drüben
Keeping his Promise
1906
18 Seiten

Der Student Mariott bereitet sich verbissen auf eine Prüfung vor, an der er schon einige Male gescheitert ist. Eines Nachts bekommt er überraschend Besuch von einem völlig ausgehungerten Jugendfreund und stellt ihm Essen und Bett zur Verfügung. Er ahnt nicht, dass ein lange vergessenes Versprechen Anlass für den ihm langsam unheimlich erscheinenden Besucher ist.

Gestohlenes Leben
With Intent to Steal
1906
28 Seiten

Als ihn der erfahrene und durch viele Abenteuer gegangene Shorthouse bittet, mit ihm eine Nacht in einer Scheune zu verbringen und einem dortigen Spuk ein Ende zu machen, willigt unser jugendlicher Held begeistert ein. Doch in dieser Nacht soll er noch das Fürchten vor solchen Mächten kennen lernen und der tapfere Shorthouse wird ihnen erliegen und auf seine Hilfe angewiesen sein.

Kein Zimmer mehr frei
The Occupant of the Room
1907
11 Seiten

Ein Engländer beschließt spontan einen Urlaub in den Alpen zu verbringen. Als er jedoch dort ankommt, findet er kein freies Zimmer mehr. Nach einigem Hin und Her wird ihm doch noch eines angeboten. Die vorherige Bewohnerin ist vor 2 Tagen spurlos in den Bergen verschwunden. Doch bald beschleicht ihm in diesem Zimmer ein ungutes Gefühl.

Ein gewisser Smith
Smith: An Episode in a Lodging House
1906
20 Seiten

Ein alter Medizinprofessor erzählt ein seltsames Erlebnis aus seinen Studententagen. Er bewohnte ein kleines, billiges Zimmer mit einem überaus seltsamen Bewohner der unter ihm liegenden Räumlichkeiten. Bald wird er selbst in die unheimlichen Ereignisse rund um dessen gefährlichen, magischen Praktiken hineingezogen.

Seltsame Abenteuer eines Privatsekretärs in New York
The Strange Adventures of a Private Secretary in New York
1906
40 Seiten

Shorthouse ist Privatsekretär bei einem Mann mit Vergangenheit. Als dieser von einem ehemaligen Kompagnon erpresst wird, bekommt er einen heiklen Auftrag. Er soll diesen Mann mit einigen Papieren aufsuchen, sich diese aber keineswegs entwenden lassen. Doch dieser Mann und sein Diener stellen sich als überaus seltsame und beängstigende Personen heraus.

Griff nach der Seele
A Psyhical Invasion
1908
64 Seiten

Dr. Silence nimmt sich nur Fällen an, die ihn interessieren. In diesem Fall verlangt er aber kein Honorar. Als ihm das Schicksal eines jungen Schriftstellers geschildert wird, der von unsäglicher Angst geplagt wird, beschließt er zu helfen. Die junge Mann spürt seit einem Versuch mit einer Droge eine unsagbar böse, unsichtbare Persönlichkeit in seinem Haus. Dr. Silence rät ihm, das Haus zu verlassen und greift ihm dabei finanziell unter die Hände. Er selbst beschließt, eine Nacht in dem Haus zu verbringen, um der Sache auf den Grund zu gehen. Zur Unterstützung nimmt er einen Hund und eine Katze mit, da Tiere in übersinnlichen Dingen weit sensibler als Menschen sind. Doch er hat nicht mit einem derart mächtigen und bösen Wesen gerechnet, wie er dann gegenübertreten muss.

Die Geschichten handeln, dem Titel des Buches entsprechen, fast durchwegs von Geistererscheinungen. Meist sind sie bösartiger Natur und bedrohen den Betroffenen in seinem Seelengleichgewicht. Dem oft weitschweifigen Stil merkt man die Entstehungszeit der Geschichten meist an, was bei dieser Thematik aber durchaus eine passende Atmosphäre entstehen lässt. Manche Helden sind dann doch etwas zu heldenhaft, aber in den meisten Geschichten ist die Hauptfigur eher ein ziemlich hilfloses Opfer. Wer sehr klassische Gruselgeschichten mag, wird bei Blackwood gut bedient.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at

Titel: Besuch von Drüben
Autor: Algernon Blackwood
Verlag: Suhrkamp
Seiten: 245
ISBN: 3518392018

Geliebter Roboter

Erstellt am: November 25th, 2007

Das Buch ist eine Kurzgeschichtensammlung. Zuletzt ist “Geliebter Roboter” auf deutsch zusammen mit “Ich, der Robot” und “Der Zweihundertjährige” unter dem Titel “Meine Freunde, die Roboter” (ISBN: 3-453-12766-8) erschienen.

Das Chronoskop
The Dead past
1956
49 Seiten

Mit Hilfe des Chronoskops ist es möglich in die Vergangenheit zu sehen und hören. Professor Potterly ist Historiker mit dem Spezialgebiet Karthago, von dem er regelrecht besessen ist. Er such um die Bewilligung des Chronoskops für seine Forschungen an, wird jedoch abgelehnt und fühlt sich dadurch ungerecht behandelt. Darauf hin sucht er Kontakt zu dem jungen Physiker Foster und kann ihn mühsam dazu überreden, selbst den Bau eines Chronoskops zu versuchen. Als es dann soweit ist, ergeben sich unerwartete Probleme.

Einmal keine Robotergeschichte von Asimov. Trotzdem oder gerade deshalb eine ausgezeichnete Kurzgeschichte mit originellen Plot.

Wahltag im Jahre 2008
Franchise
1955
20 Seiten

Der Supercomputer Multivac kann das Wahlverhalten aller Wähler vorausberechnen und darum wird ihm die Wahl komplett überlassen. Es gibt keine Wahlen im klassischen Sinn mehr. Nur ein einziger Wähler wird ausgewählt, aber nicht um über die Kandidaten abzustimmen, sondern nur um einige Fragen des Rechnergehirns zu beantworten.

Hier wird spekuliert, was passiert, wenn die Hochrechnungen von Computern bei Wahlen die Wahlen selbst ersetzten.

Sternstunde in Twin Gulch
The Watery Place
1956
26 Seiten

Außerirdische landen bei einem verschlafenen Kaff und bekommen einen unerwarteten Empfang.

Eine typische Kurzgeschichte, etwas im Stil der “Twilight Zone”, mit witziger Pointe.

Geliebter Roboter
Satisfaction Guaranteed
1951
19 Seiten
Clair Belmont, unscheinbare und wenig selbstbewusste Frau eines Mitarbeiters der Firma U.S.Robot soll zu Testzwecken den Roboter Tony aus Haushaltshilfe für eine kurze Zeit bei ihr aufnehmen. Anfangs steht sie der Angelegenheit skeptisch gegenüber uns willigt nur auf Drängen ihres Mannes ein. Doch der Roboter ist darauf programmiert, ihr jeden Wunsch von den Augen abzulesen. Und er erkennt mehr Wünsche, als nur die Offensichtlichen.

Durchschnittliche Robotergeschichte mit Dr. Calvin in einer Nebenrolle.

Höllenfeuer
Hell-Fire
1956
3 Seiten

Ein kurzer Text des offensichtlich der Atombombe skeptisch gegenüberstehenden Asimov.

Die Posaune des Jüngsten Gerichts
The Last Trump
1955
19 Seiten

Launige Geschichte über unerwartete Ereignisse nachdem die Zeit des Jüngsten Gerichts angebrochen ist.

Die Schule
The fun they had
1954
5 Seiten

Kinder werden individuell von elektronischen Lehrern unterrichtet. Als die kleine Margie ein Buch zu Gesicht bekommt, wo noch von einer Schule mit menschlichen Lehrern die Rede ist, überkommt sie Wehmut.

Der Witzbold
Jokester
1956
19 Seiten

Schachgroßmeister füttern die Großcomputer mit den wenigen Fragen, die die Menschheit diesen noch nicht gestellt hat, weil sie durch ihre Kreativität an Fragen denken, an die sonst niemand denken würde. Noel Meyerhof ist ein Großmeister und ihm ist der Gedanke gekommen, die Großrechner nach dem Ursprung und Grund für den menschlichen Humor zu befragen. Bei Systemanalytikern und Politikern kommt er in den Verdacht, den Großrechner für private Dinge zu missbrauchen, aber er kann alle Zweifel zum Teil beseitigen. Als die Antwort dann vom elektronischen Gehirn kommt, stellt sie eine unangenehme Überraschung dar.

Der Märchenerzähler
Someday
1956
11 Seiten

Eine kleine Geschichte um einen elektronischen Märchenerzähler und die Faszination von Schrift in einer Zeit, wo diese nicht mehr existiert.

Die Träumer
Dreaming is a private thing
1955
18 Seiten

Von professionellen Träumer mittels spezieller Maschinen produzierte Träume sind das bevorzugte Unterhaltungsmedium geworden. Doch für die Träumer selbst bleibt wenig.

Mit deutlicher Medienkritik versetzte Kurzstory.

Die Kritik wurde geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at

Titel: Geliebter Roboter
Autor: Isaac Asimov
Verlag: Heyne
Seiten: 171
ISBN: 3453127668

Koboldgeist

Erstellt am: Oktober 21st, 2007

Walter Beauregard ist ein alternder, unverbesserlicher Schürzenjäger, und als es nicht mehr recht klappen will, versucht er alles mögliche um wieder zu seiner Manneskraft zu kommen.

Als alles nichts hilft, versuchte er es mit Magie. Und tatsächlich gelingt ihm eine Beschwörung. Er verlangt von dem herbeigerufenen Kobold ein wirksames Mittel gegen seine Probleme und erhält es auch. Doch die Sache hat einen Haken, wie sich in der entscheidenden Situation herausstellt…

Eine witzige und pikante Kurzgeschichte.

Auf deutsch in “Scheibenwahn” (Heyne, ISBN: 3-453-15602-1) erschienen.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at

Titel: Koboldgeist
Autor: Frederic Brown
Verlag: Heyne
ISBN: 3453156021

Weitere Buchbesprechungen im Lesertreff:

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