Bei diesem Buch handelt es sich nicht um ein offizielles Harry-Potter-Fanbuch, sondern um die Geschichte eines Online-Fanclubs (HP-FC). Mit enormen Fleiß haben die Gründerinnen Saskia und Sarah Preissner, in diesem Buch wiedergegeben was sie auf Ihrer Harry-Potter-Fan-Club-HP veröffentlicht haben.

Das Kapitel „The Making of HP-FC“ verschafft einen Einblick darüber, welche Programme die Geschwister für Ihre Site verwendet haben. Hier erklären sie verständlich, wie Sounddateien, Bilder und HTML-Codes mit Programmen wie Adobe Photoshop. sowie Adobe Premiere bearbeitet wurden.

Nach der Einführung in das virtuelle Zauberinternat folgt eine Aufnahmeprüfung, die voraussetzt das der Zauberschüler auf jeden Fall die Harry Potter Bücher kennt. Ist die Prüfung erfolgreich bestanden, gibt es nun die Möglichkeit, seinen Zauberwortschatz zu erweiten. 20 ausgewählte Zauberwörter wurden in 8 Sprachen übersetzt. Des weiteren werden einzelne Zaubersprüche mit ihrem lateinischen Ursprung und der jeweiligen Zauberwirkung genau vorgestellt. Um das erworbene Wissen zu festigen, folgen eine Reihe von kniffligen Tagesaufgaben, die am Ende zum Zauberexamen führen.
Das Zauberexamen setzt sich wiederum aus Rätseln zusammen. Mit mathematischer Logik sind aber auch diese zulösen. Und wenn es gar nicht klappt, die Lösungen befinden sich im Anhang.

Das Kapitel Zauberkräuterkunde befasst sich mit der Wirkung von Kräutern, die besonderen Fähigkeiten von Pflanzen, die komplette Ausnutzung aller Pflanzenteile und der Unvergänglichkeit von Blumen und Pflanzen. Hierzu gibt es keine Tagesaufgaben, jedoch eine Liste auf der die gängigsten Zauberpflanzen und deren wichtigsten botanischen Merkmale aufgeführt sind.

Wie viele andere bewundern Saskia und Sarah die Perfektion und den Detailreichtum der Zauberwelt, in der die Harry Potter Bücher spielen und die den Leser in ihren Bann ziehen. Das auch Saskia und Sarah diesem Bann nicht wiederstehen können, haben sie mit Ihrer HP und jetzt auch diesem Buch bewiesen.
So haben sie Ihre ganz eigene Zauberwelt geschaffen um Ihre Begeisterung am Zaubern mit anderen zuteilen.

Mit Ihrem Buch ermöglichen Saskia und Sarah auch „Mugglern“ ohne Internetanschluss eine Tür in Ihre „Zauberwelt“ zu öffnen. (Silvia Dunker)

Titel: Der Inoffizielle HP-Fanclub präsentiert: Die Zauberschule
Autor: Saskia & Sarah Preissner
Verlag: Ullstein
Seiten: 144
ISBN: 3548363008

Großer Lernsoftware-Ratgeber 2001

Erstellt am: September 17th, 2007

Welcher Softwarehersteller bietet das richtige Computerprogramm ? Stimmen die Beschreibungen ? Kann ich das Programm für meine Zwecke einsetzen ? Was erwarte ich von einem Programm ?

Thomas Feibel, Susanne Herda und ein Expertenteam, bestehend aus Pädagogen, Lehrern, Mathematikern, Natur- und Sprachwissenschaftlern, Schülern und der Landesbildstelle Baden, haben in gemeinsamer Zusammenarbeit über 400 derzeit erhältliche Computerprogramme der Themengebiete :

– Mathematik
– Deutsch und Literatur
– Lesen und Schreiben
– Neue Rechtschreibung
– Fremdsprachen
– Naturwissenschaften
– Computertechnik
– Erdkunde, Geschichte und Sachunterricht
– Kunst und Musik
– Nachschlagwerke

auf verschiedene Qualitätskriterien, wie fachgerechter Inhalt, angewendete Didaktik und mediengerechte Umsetzung geprüft. In neun Kapiteln Aufgeteilt, wurden die Programme aller Altersstufen von 4-99 Jahren, in „Volltreffer“, bis „daneben“ bewertet.

Zu jedem Titel wird der Inhalt, das Interessengebiet und die Handhabung beschrieben, so dass sich der Benutzer ein gutes Bild von der Software machen kann. Schüler und Lehrer geben ein Fazit über Spaß, Einsatzmöglichkeiten innerhalb und außerhalb der Schule, als auch über Lernziele. Des weiteren werden Preis, Erscheinungsdatum, Sprache und Systemvoraussetzungen aufgelistet. Die Benotung, oder besser gesagt, die Bewertung, wird nicht von dem Softwarevertreiber, sondern von den Benutzern erstellt. Schließlich sind wir es, welche die Software kaufen und zwar solche, die wir benötigen und nicht die, die wir so schön beschrieben bekommen.

Wer ein bestimmtes Programm für seine Bedürfnisse sucht, ist mit dem „Großer Lern-Software-Ratgeber 2001“ von Markt und Technik, welches bereits im dritten Jahr erschienen ist, weit mehr als nur gut bedient. Dieses Buch ist Richtungsweisend.

Im Anhang werden alle in dem Buch getesteten Titel und Anbieteradressen alphabetisch aufgeführt. Mein Fazit : Weiter so ! (Stephan Dunker)

Titel: Großer Lernsoftware-Ratgeber 2001
Autor: Thomas Feibel, Susanne Herda
Verlag: Markt & Technik

ISBN: 382725891X

Harry Potter Kalender 2000

Erstellt am: September 17th, 2007

Der Harry Potter Kalender wartet mit 12 Illustration aus dem Roman „Harry Potter und der Stein der Weisen“. Der Kalender mit gezeichneten Bildern von Harry, Hermine oder Fluffy bringt unsere Vorstellungskraft an den Tag.

Die Bilder sind von Joanne K. Rowling selbst gezeichnet. Harry Potter ist nun nicht mehr in aller Munde, sondern auch an allen Wänden und schaut auf uns herab.

Zusätzlich findet momentan ein Ausstellung über Harry Potter statt. Das „Wilhelm Busch Museum“ in Hannover stellt 60 farbige Zeichnungen und 70 Skizzen von der deutschen Illustratorin Sabine Wilharm aus. Zudem kann man hier den Harry der unterschiedlichen Länder kennen lernen. Insgesamt 30 Interpretationen aus aller Welt werden ausgestellt.

Die Ausstellung ist noch bis zum 25. Februar 2001 geöffnet. (Patrick Fiekers)

Titel: Harry Potter Kalender 2000
Autor: Joanne K. Rowling
Verlag: Achterbahn Verlag
ISBN: 389719600X

WAP – Architektur – Programmierung – Referenz

Erstellt am: September 16th, 2007

Die Meinungen zum mobilen Internet sind geteilt. Der eine prophezeit Erfolg und zahlreiche Anwendungsgebiet, der andere stellt das WAP-Protokoll zum alten Eisen. Trotz unterschiedlicher Meinungen wachsen WAP-Portale heran. Unterschiedliche Anwendungen für das mobile Internet treffen sich auf Handy, PDA & Co.

Internet-Programmierer und Content-Manager sind gezwungen den Schritt mitzugehen. Inhalte werden für mobile Browser aufbereitet, müssen stilgerecht dargestellt werden. Die Programmiersprachen WML und WMLScript übernehmen diesen Teil. Christian Wenz und Tobias Hauser stellen die beiden Sprachen in dem Buch „WAP – Architektur – Programmierung – Referenz“ ausführlich vor.

Das im Hanser Verlag erschienene Buch ist in dreie Teile gegliedert: Technik, Programmierung, Referenz. Zu Beginn stellen die Autoren die WAP-Architektur vor. Dabei erläutern sie technische Gegebenheiten, Protokolle, aber auch die Installation von WAP-Gateways und –Servern. Dieser Teil ist quasi als Grundlage zur Programmierung zu sehen.

Teil zwei beschäftigt sich ausschließlich mit der Programmierung von WAP-Angeboten. Der erste Schritt ist allerdings die Einrichtung eines Servers, bzw. die Konfiguration der unterschiedlichen Protokolle. Diese werden anfangs von den Autoren dargestellt. Sie geben Hilfestellungen bei der Konfiguration von Apache oder des Internet Information Servers. Der Einstieg in WML ist schnell vollzogen. Die Sprache ähnelt der Seitenbeschreibungssprache HTML, die zum Erstellen gängiger Webseiten verwendet wird. Das Einbinden von Text, Grafiken oder Links ist schnell und einfach vollzogen. Fortgeschrittene Programmierer finden Anleitungen zum Erstellen von Vorlagen, Textfelder oder Formularen, wie Passwortfelder. Ein eigenes Kapitel widmet sich der Programmiersprache WMLScript, einer dynamischen Ergänzung von WML. In diesem Zusammenhang wird erklärt, wie WAP-Angebote serverseitig erzeugt werden.

Eine WML- und WMLScript-Referenz rundet das inhaltliche Angebot des Buches ab. Sämtliche Befehle, Funktionen und Elemente sind hier aufgeführt. Praxisanwendungen am Ende des Buches vertiefen das Basiswissen und schaffen den Zusammenhang zwischen Theorie und Praxis. Das Buch ist hervorragend als Nachschlagewerk geeignet. (Patrick Fiekers)

Titel: WAP – Architektur – Programmierung – Referenz
Autor: Christian Wenz, Tobias Hauser
Verlag: Hanser Verlag
Seiten: 339
ISBN: 3446215743

Amerikanische Traumkarrieren

Erstellt am: September 16th, 2007

Die Erfolgstorys von Ronald Haan, Arnold Schwarzenegger, Jay A. Pritzker, Donald J. Trump, Frederick W. Smith, Lido A. Iacocca, Elke Andrzejewski, Jack Nicklaus, William B. Johnson, Giorgio Moroder, Heinz Prechter, Mark McCormack und Karl Ehmer werden hier in jeweils einem Kapitel kurz vorgestellt.

Eine kurze Beschreibung wird jeweils mit Interviews zu einem Kapitel in der Art eines Magazinartikels. Kritik kommt praktisch nicht vor und wer Hintergrundinformationen sucht wird auch kaum fündig werden.

Meiner Meinung kaum ein kaum lesenswertes Buch.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber www.buchkritik.at

Titel: Amerikanische Traumkarrieren
Autor: Heinz Horrmann
Verlag: Ullstein
Seiten: 220
ISBN: 3548353576

Wat willze machen

Erstellt am: September 16th, 2007

So, fangen wir doch mal an, ist der erste Satz von Hüsch. Kurz, schmerzlos, feurig und danach kann man ans festlich gedeckte Buffett gehen. Für eine „Grabrede“ das richtige? Und wenn man dann am Titisee in schöner Lage mit „Berthold Brecht“ eine Wespe befreit, staunt die Morgengesellschaft nicht schlecht. Weiter geht’s dann bei einer Probefahrt mit dem Auto in die „Normalität“, aber dazwischen steht man im Stau, weil lachende Kühe die Fahrbahn blockieren! Irgendwo hat einer die Zukunft in der Hosentasche. In Form eines Lottoscheins erhofft man sich Millionen und in der Badewanne liegt man im Haarwasser und wäscht sich den Kopf mit dem Erkältungsbad. Weiterhin wird über Gemeinsamkeiten, Büfettordnungen und Familienverhältnisse geredet, bis man zum Schluß hoffentlich die Botschaft verstanden hat. Das war’s , das ist doch gut, das können wir so lassen. Glück auf!

Beurteilung:
Hanns Dieter Hüsch, Altmeister des deutschen Kabarett und Kai Magnus Sting präsentieren einen unterhaltsamen Querschnitt aus der Kabarettszene. In gewohnter Erzählernatur hört man Geschichte die das Leben schrieb. Gerne sieht man darüber hinweg, das Hüsch auch hier, die Fäden in der Hand hält. Nach Ende der CD kann man sich kaum an den jungen Kai Magnus Sting erinnern. Schade eigentlich.
Vielleicht sollte man eines seiner Soloprogramme besuchen. Darüber schrieb z.B. die Rheinische Post “ Lachmuskeln und Gehirnwindungen aufs Äußerte strapaziert“. Davon kann aber beim Hören der CD nicht die Rede sein!

Hans Dieter Hüsch
Geboren wurde Hüsch in Moers am Niederrhein. Nach dem Abitur studierte er ein Semester Medizin , danach Theaterwissenschaft und Literaturgeschichte mit dem Ziel, Opernregisseur zu werden. Jedoch ohne Abschluss. Hüsch sagt heute über sich selbst: „Ganz früher – nicht in grauer Vorzeit – sondern als ich anfing, mich mit der Kleinkunst und dem Kabarett zu beschäftigen, nämlich in den Jahren 1946, 47 und 48, da war ich ja noch ein richtiger Liedermacher. Damals sagte man Chansonnier. Und dann erst fing ich an, neben den Liedern reine Texte zu schreiben, Gedichte und rhythmische Prosa, literarische Collagen, politische Satiren und Privatpoesien. Aber es entstanden auch immer wieder pure Geschichten. Den Hüsch von heute den man kennt…

Kai Magnus Sting
Geboren wurde der „Bruder Lustig im Geiste, der Duisburger Eulenspiegel“ (Zitat H.-D. Hüsch) in Duisburg. Seid 1995 ist er auf den kleinen und großen Bretter die die Welt bedeuten unterwegs. Aber nicht nur die Bühne, sondern auch das Radio und Fernsehen ist zu „seinem Zuhause“ geworden (u.a. im letzten NDR-Tatort mit M. Krug und C. Brauer). Im Laufe de Jahres 1992 als 14 jähriger erste Begegnung mit H.-D. Hüsch. Ein Satz, den Kai Magnus Sting für sich als Ziel gesetzt hat, ist: „Versuche zufrieden und entspannt durchs Leben zu gehen und die Menschen glücklich zu machen.

Fazit:
Für sein neues Programm holte sich Kabarett-Altmeister Hanns Dieter Hüsch die Unterstützung des Newcomers Kai Magnus Sting oder umgekehrt? Sicherlich kommen Hüsch – Fans beim Hören diese CD auf den Geschmack, sie bis zum Ende zu hören, denn sie ist in erster Linie für sie gemacht.

Für Kai Magnus Sting eine wichtige Referenz für sein weiteren Solo – Lebensweg, denn ich bin mir sicher das wir ihn in Zukunft noch öfters zu Gesicht bekommen werden. (Werner Wessel)

Titel: Wat willze machen
Autor: Hanns Dieter Hüsch
Verlag: Roof Music

Königin von Deutschland

Erstellt am: September 16th, 2007

Von Anfang an ist es Ihr Bestreben – Madame Nessi Tausendschön, Kabarettistin, Sängerin und Schauspielerin möchte Mutter der Nation werden – Königin von Deutschland und das in 2 Stunden. Kein leichtes Unterfangen, doch Nessi schwärmt vom Adel und nutzt den Kontakt zum Publikum, ihren zukünftigen Untertanen. Sie stellt fest, das durch normale Thronfolge dieses nicht möglich ist, also wird der Veranstaltungsort zum Wahlkampf und Nessi versucht durch Wahlversprechen, ganzem Körpereinsatz, und ihrer ganz typischen Liederart mit Ihrem Tastenschmeichler Uwe Rössler an die Macht zu kommen.

Eine neue Interpretation zu Rio Reisers – König von Deutschland – läßt das Publikum schon am Anfang toben und man bekommt Lust auf das Ende. Es gibt viel zu tun. Sie packt es an.

Man muss kein Intellektueller „Untertan“ sein um Ihre lieben und eigenartigen Lieder zu mögen. Mit ganzem Körpereinsatz, mit ausdrucksstarkem Wahlkampfreden, eigenartigem Liedgut, Chansons und ein Hauch von Stand up Comedy betört sie ihre zukünftigen Untertanen. Für Madame Nessi Tausendschön ist es kein Problem sich von der Vielfalt ihrer Kollegen und Kolleginnen abzuheben. Nessi lockt ihre Zuhörer 63 Minuten in ihr Königreich, schafft es in der kurzen Zeit den Zuhörer zu becircen und die Lust auf ein Lifeprogramm ist spätestens nach 30 Minuten vorprogrammiert. Majestät hat es geschafft.

Nessi Tausendschön
Geboren wurde die Vollblutentertainerin Nessi Tausendschön in Hannover.
Nach einer Zierpflanzengärtnerlehre absolvierte Sie ein Studium in Theaterwissenschaften, Iberoromanische Philologie und Deutsche Sprachwissenschaften. Ihr Name verdankt Sie dem Volksmund, das Gemeine Gänseblümchen (Bellis perennis). Ihr erstes Programm: „Ich sing Dir in die Ohren Kleines“ startete sie 1989. Zu ihren größten Erfolgen zählt sicherlich im Jahr 2000 der Deutscher Kabarettpreis (Sonderpreis), Internationale Kabarettpreis „Salzburger Stier“ sowie der Handelsblatt Kabarettpreis in Kommödchen in Düsseldorf.

Uwe Rössler
begann seine klassische pianistische Ausbildung im Alter von fünf Jahren und studierte Anglistik und Germanistik. Er ist mehrmaliger Preisträger und dreimaliger Gewinner des Wettbewerbs „Jugend jazzt“.

Fazit:
Die liederliche Landesmutter und hat es geschafft. Ein Streifzug durch Stand up Comedy, Fröhlichem und eigenartigem Liedgut in Verbindung mit Operettengesang, Hip Hop, Volksmusik, Sächsisch, Japanisch und einem Schlaflied…… hat den Zuhörer überzeugt. Sie selbst bezeichnet das, was sie auf der Bühne darstellt als „skurrilpoetisches Musiktheaterkabarettvariete mit akrobatischen Einlagen“ mit Körper , Stimme und Wort., doch es ist einfach mehr!

Madame Nessi Tausendschön ist Königin von Deutschland und in der heutigen Zeit wäre es auch nicht schlecht – zumindest mal für ein paar Tage oder Wochen!
God save this Queen. (Werner Wessel)

Titel: Königin von Deutschland
Autor: Nessi Tausenschön
Verlag: Roof Music

Der weiße Fetischmann

Erstellt am: September 16th, 2007

Zum 125. Geburtstag Albert Schweitzers am 14. Januar und zum 35. Todestag des Friedensnobelpreisträgers am 5. September 2000 ließ die Deutsche Grammophon den Schauspieler Klausjürgen Wussow aus den Büchern des elsässischen Geistlichen, Arztes und Organisten vorlesen. Die sonore Stimme Wussows, der mit der „Schwarzwaldklinik“ im Fernsehen populär wurde, passt ausgezeichnet zu der getragenen Stimmung, die von Schweitzers „Afrikanischen Geschichten“, von „Zwischen Wasser und Urwald“ sowie vom „Albert-Schweitzer-Lesebuch“ ausgeht.

Chronologisch folgt der hier vorgelesene Text der Reise Schweitzers von Straßburg über Teneriffa und Dakar in Senegal nach Lambarene, wo der Arzt vor allem gegen die Lepra und die Schlafkrankheit seiner Patienten ankämpfte. Aus den Reiseschilderungen wird deutlich, dass es nicht fremde Landschaften und Gegenden waren, die Schweitzer reizten – er schildert die Meere aus Wasser und Wäldern als monoton -, sondern allein die beseelende Aufgabe, Menschen zu helfen. Sehr gut tritt dabei in diesen unkommentiert vorgestellten Texten Schweitzers die europäische Herablassung zu Tage, mit der die fremde Mentalität eines afrikanischen Volkes als skurril und infantil empfunden wird.

Gerade die zeitliche Distanz lässt es als wünschenswert erscheinen, eine solche Publikation als Forum zu nutzen, um auch mit kritischen Anmerkungen das Lebenswerk Schweitzers zu relativieren. Immerhin entstand diese Produktion in Zusammenarbeit mit dem Museumspädagogischen Dienst Berlin „Schauplatz Museum 1999“, so dass es hätte nahe liegen können, auch afrikanische Sichtweisen auf Schweitzer zu integrieren und von der eurozentristischen Position abzuweichen.

Aus einem rein akustisch orientierten Aspekt heraus ist „Der weiße Fetischmann“ aber eine überaus gelungene CD. Das liegt, wie erwähnt, zum einen an der Wahl Wussows zum Sprecher, und zum anderen an der Trennung der einzelnen Kapitel durch Aufnahmen Bachscher Orgelwerke, die Schweitzer selbst spielte und mit denen er einst auf Tournee ging, um Spenden für sein Hospital zu sammeln. Schweitzer trägt hier einige der bekanntesten Werke von Johann Sebastian Bach vor, etwa Toccata und Fuge d-moll (BWV 565, 2 bis 5 und 9 bis 12), Fuge g-Moll (BWV 678, 6 und 7) sowie das Choralvorspiel „Liebster Jesu, wir sind hier“ (BWV 731, 1 und 8). Damit ist diese CD mit einem weiteren Jubiläum, dem Bach-Jahr 2000, verknüpft.

Ob man sich also für den Theologen, den Arzt oder den Musikwissenschaftler Schweitzer interessiert – „Der weiße Fetischmann“ bedient alle diese Bereiche.

Kritik geschrieben von Manfred Loimeier, BÄNG 2000 – Das kritische Magazin für Leute mit Horizont

Titel: Der weiße Fetischmann
Autor: Albert Schweitzer
Verlag: Deutsche Grammophon

Aufzeichnungen aus Georgien

Erstellt am: September 16th, 2007

Am Anfang der schriftstellerischen Laufbahn des 1954 geborenen Autors Clemens Eich steht Mannheim. Die Stadt am Zusammenfluss von Rhein und Neckar verlieh ihm 1980 einen Förderpreis für seinen Gedichtband „Aufstehn und gehn“, dem 1984 das Theaterstück „So“ und 1987 der Prosaband „Zwanzig nach drei“ folgten. 1996 erhielt der in Rosenheim am Inn zur Welt gekommene Eich den Mara-Cassens-Preis der Stadt Hamburg für den Roman „Das steinerne Meer“.

Als der Schriftsteller vor etwas mehr als zwei Jahren, am 22. Februar 1998, starb, schrieb Ulrich Greiner in der Wochenzeitung Zeit, dass Eich „auf dem Weg in die erste Reihe der deutschen Autoren“ war. „Clemens Eich war eine Figur auf der Grenze und zwischen den Zeiten.“ Das trifft sehr genau die Art, was und wie Eich schrieb. Er bewegte sich zwischen den Genres, war auf keine einzelne Gattung festzulegen. Neben Lyrik, Erzählungen und dem genannten Roman verfasste Eich auch eine literarische Reportage, die soeben als Hörbuch veröffentlicht wurde: „Aufzeichnungen aus Georgien“ ist zugleich Reisebericht, Innenschau, politisches Feature. Und auch die Themen von Eichs Arbeiten bewegten sich stets „dazwischen“. Hier, in seinem Werk über Georgien, ist es die Suche nach seinem unbekannten Ururgroßvater einerseits und andererseits der Versuch, die frühere Sowjetrepublik und Heimat Stalins sowie Schewardnadses, die Terra inkognita touristisch zu bereisen.

Eich, der als ausgebildeter Schauspieler in Zürich, Landshut, Frankfurt am Main und in Wien tätig war, bewies ein gutes Gespür für emotionale Schwingungen, und als Literat zeigte er ein beneidenswertes Talent, diese Schwingungen in Worte fassen zu können. Seine „Aufzeichnungen aus Georgien“ liefern Sachkunde, vermitteln die Kultur des Landes und thematisieren auf eine ungemein subtil-unterhaltsame und selbst-ironische Weise die geradezu anachronistische Position des reisenden Betrachters in Georgien.

Der Schauspieler Matthias Fuchs liest diesen bemerkenswerten Text Eichs in einer Produktion des Südwestrundfunks (SWR). Fuchs‘ tiefe und volle Stimme bringt erstaunlich genau zu Gehör, wie sehr ein Text, zumal ein vorgelesener, von der Stimme seines Interpreten lebt. Der Schauspieler Fuchs, der in München, Wien, Hannover, Köln, Frankfurt, Düsseldorf und Hamburg auf der Bühne stand, öffnet die im Text verankerten Türen, die den Zugang zur Psyche der Protagonisten, zur Seele eines Kaukasus-Volkes erlauben, das in ihrer Vielfalt von Eich so hervorragend porträtiert wurde.

Kritik geschrieben von Manfred Loimeier, BÄNG 2000 – Das kritische Magazin für Leute mit Horizont

Titel: Aufzeichnungen aus Georgien
Autor: Clemens Eich; gelesen von Matthias Fuchs
Verlag: Deutsche Grammophon

Chopper – Geisterstimme aus dem Jenseits

Erstellt am: September 16th, 2007

Schauplatz der Handlung ist Düsseldorf im August 1983. Zwei junge Mädchen, die hübsche Bettina und die etwas schwerfällige Andrea, kehren frühmorgens von einer Betriebsfeier zurück. Als Bettina zu Hause ist und Vorbereitungen trifft, um ins Bett zu gehen, ertönt plötzlich eine furchterregende Stimme, macht anzügliche Bemerkungen und droht, Bettina zu massakrieren, falls sie widerspenstig wird. Der Besitzer dieser Stimme bleibt unsichtbar. Aber jemand scheint tatsächlich im Zimmer zu sein. Denn plötzlich löst sich das Schwert an der Wand – es ist ein Reiseandenken aus Spanien – und schwebt bedrohlich über Bettinas Hals.

Szenenwechsel: der Totengräber Heiko Baumann schwankt stockbetrunken nach Hause. Ein potentieller Einbrecher erspäht ihn und beschließt, die Gunst der Stunde zu nutzen. Aber als er bei Baumann einbricht, erwartet ihn ein grauenvoller Anblick. Baumann ist tot, schlimmer noch, er befindet sich bereits im Zustand der Verwesung. Der Einbrecher erleidet, wie wir später erfahren, ein ähnliches Schicksal.

In New York erhält kurz darauf der Agent Larry Brent einen Einsatzbefehl für Düsseldorf, um die beiden Verbrechen aufzuklären. Larry Brent ist Agent der PSA, einer geheimen Organisation die sich dem Kampf gegen das Verbrechen stellen. Auf dem Düsseldorfer Flughafen erwartet ihn schon Iwan Kunaritschew, ein weiterer Agent der PSA. Beide begeben sich auf die Spur des Grauens, und da sie nicht vorsichtig genug sind, werden sie bald übertölpelt von Leuten, die dämonische Kräften besitzen und alles dran setzen, um in den Besitz eines bestimmten Zauberbuches zu kommen und um Chopper, den Geist aus dem Jenseits, zu entthronen. Eine recht verworrene Geschichte mit viel makabrer Magie und mystischen Begebenheiten. Letztlich geht es den Bösewichtern um Macht, um viel Macht. Nur gut, dass noch ein dritter Agent auftaucht, der seine Kollegen befreit und dem Guten zum Sieg verhilft.

Die Hörspiel-Serie Larry Brent wird auch im Rahmen der Aktion „Remake der Klassiker“ neu aufgelegt. Dabei wurden bedauerlicherweise diverse Szenen gekürzt. Dennoch steht Larry Brent für Spannung pur. Eine schreckliche Geschichte, ein wahres Schauermärchen. Aber es soll ja Menschen geben, die sich für solche Gruselmärchen begeistern können. (Ursula Homann / PF)

Titel: Chopper – Geisterstimme aus dem Jenseits
Autor: Charly Graul
Verlag: Europa / BMG Ariola Miller

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