Königin von Deutschland

Erstellt am: September 16th, 2007

Von Anfang an ist es Ihr Bestreben – Madame Nessi Tausendschön, Kabarettistin, Sängerin und Schauspielerin möchte Mutter der Nation werden – Königin von Deutschland und das in 2 Stunden. Kein leichtes Unterfangen, doch Nessi schwärmt vom Adel und nutzt den Kontakt zum Publikum, ihren zukünftigen Untertanen. Sie stellt fest, das durch normale Thronfolge dieses nicht möglich ist, also wird der Veranstaltungsort zum Wahlkampf und Nessi versucht durch Wahlversprechen, ganzem Körpereinsatz, und ihrer ganz typischen Liederart mit Ihrem Tastenschmeichler Uwe Rössler an die Macht zu kommen.

Eine neue Interpretation zu Rio Reisers – König von Deutschland – läßt das Publikum schon am Anfang toben und man bekommt Lust auf das Ende. Es gibt viel zu tun. Sie packt es an.

Man muss kein Intellektueller „Untertan“ sein um Ihre lieben und eigenartigen Lieder zu mögen. Mit ganzem Körpereinsatz, mit ausdrucksstarkem Wahlkampfreden, eigenartigem Liedgut, Chansons und ein Hauch von Stand up Comedy betört sie ihre zukünftigen Untertanen. Für Madame Nessi Tausendschön ist es kein Problem sich von der Vielfalt ihrer Kollegen und Kolleginnen abzuheben. Nessi lockt ihre Zuhörer 63 Minuten in ihr Königreich, schafft es in der kurzen Zeit den Zuhörer zu becircen und die Lust auf ein Lifeprogramm ist spätestens nach 30 Minuten vorprogrammiert. Majestät hat es geschafft.

Nessi Tausendschön
Geboren wurde die Vollblutentertainerin Nessi Tausendschön in Hannover.
Nach einer Zierpflanzengärtnerlehre absolvierte Sie ein Studium in Theaterwissenschaften, Iberoromanische Philologie und Deutsche Sprachwissenschaften. Ihr Name verdankt Sie dem Volksmund, das Gemeine Gänseblümchen (Bellis perennis). Ihr erstes Programm: „Ich sing Dir in die Ohren Kleines“ startete sie 1989. Zu ihren größten Erfolgen zählt sicherlich im Jahr 2000 der Deutscher Kabarettpreis (Sonderpreis), Internationale Kabarettpreis „Salzburger Stier“ sowie der Handelsblatt Kabarettpreis in Kommödchen in Düsseldorf.

Uwe Rössler
begann seine klassische pianistische Ausbildung im Alter von fünf Jahren und studierte Anglistik und Germanistik. Er ist mehrmaliger Preisträger und dreimaliger Gewinner des Wettbewerbs „Jugend jazzt“.

Fazit:
Die liederliche Landesmutter und hat es geschafft. Ein Streifzug durch Stand up Comedy, Fröhlichem und eigenartigem Liedgut in Verbindung mit Operettengesang, Hip Hop, Volksmusik, Sächsisch, Japanisch und einem Schlaflied…… hat den Zuhörer überzeugt. Sie selbst bezeichnet das, was sie auf der Bühne darstellt als „skurrilpoetisches Musiktheaterkabarettvariete mit akrobatischen Einlagen“ mit Körper , Stimme und Wort., doch es ist einfach mehr!

Madame Nessi Tausendschön ist Königin von Deutschland und in der heutigen Zeit wäre es auch nicht schlecht – zumindest mal für ein paar Tage oder Wochen!
God save this Queen. (Werner Wessel)

Titel: Königin von Deutschland
Autor: Nessi Tausenschön
Verlag: Roof Music

Der weiße Fetischmann

Erstellt am: September 16th, 2007

Zum 125. Geburtstag Albert Schweitzers am 14. Januar und zum 35. Todestag des Friedensnobelpreisträgers am 5. September 2000 ließ die Deutsche Grammophon den Schauspieler Klausjürgen Wussow aus den Büchern des elsässischen Geistlichen, Arztes und Organisten vorlesen. Die sonore Stimme Wussows, der mit der „Schwarzwaldklinik“ im Fernsehen populär wurde, passt ausgezeichnet zu der getragenen Stimmung, die von Schweitzers „Afrikanischen Geschichten“, von „Zwischen Wasser und Urwald“ sowie vom „Albert-Schweitzer-Lesebuch“ ausgeht.

Chronologisch folgt der hier vorgelesene Text der Reise Schweitzers von Straßburg über Teneriffa und Dakar in Senegal nach Lambarene, wo der Arzt vor allem gegen die Lepra und die Schlafkrankheit seiner Patienten ankämpfte. Aus den Reiseschilderungen wird deutlich, dass es nicht fremde Landschaften und Gegenden waren, die Schweitzer reizten – er schildert die Meere aus Wasser und Wäldern als monoton -, sondern allein die beseelende Aufgabe, Menschen zu helfen. Sehr gut tritt dabei in diesen unkommentiert vorgestellten Texten Schweitzers die europäische Herablassung zu Tage, mit der die fremde Mentalität eines afrikanischen Volkes als skurril und infantil empfunden wird.

Gerade die zeitliche Distanz lässt es als wünschenswert erscheinen, eine solche Publikation als Forum zu nutzen, um auch mit kritischen Anmerkungen das Lebenswerk Schweitzers zu relativieren. Immerhin entstand diese Produktion in Zusammenarbeit mit dem Museumspädagogischen Dienst Berlin „Schauplatz Museum 1999“, so dass es hätte nahe liegen können, auch afrikanische Sichtweisen auf Schweitzer zu integrieren und von der eurozentristischen Position abzuweichen.

Aus einem rein akustisch orientierten Aspekt heraus ist „Der weiße Fetischmann“ aber eine überaus gelungene CD. Das liegt, wie erwähnt, zum einen an der Wahl Wussows zum Sprecher, und zum anderen an der Trennung der einzelnen Kapitel durch Aufnahmen Bachscher Orgelwerke, die Schweitzer selbst spielte und mit denen er einst auf Tournee ging, um Spenden für sein Hospital zu sammeln. Schweitzer trägt hier einige der bekanntesten Werke von Johann Sebastian Bach vor, etwa Toccata und Fuge d-moll (BWV 565, 2 bis 5 und 9 bis 12), Fuge g-Moll (BWV 678, 6 und 7) sowie das Choralvorspiel „Liebster Jesu, wir sind hier“ (BWV 731, 1 und 8). Damit ist diese CD mit einem weiteren Jubiläum, dem Bach-Jahr 2000, verknüpft.

Ob man sich also für den Theologen, den Arzt oder den Musikwissenschaftler Schweitzer interessiert – „Der weiße Fetischmann“ bedient alle diese Bereiche.

Kritik geschrieben von Manfred Loimeier, BÄNG 2000 – Das kritische Magazin für Leute mit Horizont

Titel: Der weiße Fetischmann
Autor: Albert Schweitzer
Verlag: Deutsche Grammophon

Aufzeichnungen aus Georgien

Erstellt am: September 16th, 2007

Am Anfang der schriftstellerischen Laufbahn des 1954 geborenen Autors Clemens Eich steht Mannheim. Die Stadt am Zusammenfluss von Rhein und Neckar verlieh ihm 1980 einen Förderpreis für seinen Gedichtband „Aufstehn und gehn“, dem 1984 das Theaterstück „So“ und 1987 der Prosaband „Zwanzig nach drei“ folgten. 1996 erhielt der in Rosenheim am Inn zur Welt gekommene Eich den Mara-Cassens-Preis der Stadt Hamburg für den Roman „Das steinerne Meer“.

Als der Schriftsteller vor etwas mehr als zwei Jahren, am 22. Februar 1998, starb, schrieb Ulrich Greiner in der Wochenzeitung Zeit, dass Eich „auf dem Weg in die erste Reihe der deutschen Autoren“ war. „Clemens Eich war eine Figur auf der Grenze und zwischen den Zeiten.“ Das trifft sehr genau die Art, was und wie Eich schrieb. Er bewegte sich zwischen den Genres, war auf keine einzelne Gattung festzulegen. Neben Lyrik, Erzählungen und dem genannten Roman verfasste Eich auch eine literarische Reportage, die soeben als Hörbuch veröffentlicht wurde: „Aufzeichnungen aus Georgien“ ist zugleich Reisebericht, Innenschau, politisches Feature. Und auch die Themen von Eichs Arbeiten bewegten sich stets „dazwischen“. Hier, in seinem Werk über Georgien, ist es die Suche nach seinem unbekannten Ururgroßvater einerseits und andererseits der Versuch, die frühere Sowjetrepublik und Heimat Stalins sowie Schewardnadses, die Terra inkognita touristisch zu bereisen.

Eich, der als ausgebildeter Schauspieler in Zürich, Landshut, Frankfurt am Main und in Wien tätig war, bewies ein gutes Gespür für emotionale Schwingungen, und als Literat zeigte er ein beneidenswertes Talent, diese Schwingungen in Worte fassen zu können. Seine „Aufzeichnungen aus Georgien“ liefern Sachkunde, vermitteln die Kultur des Landes und thematisieren auf eine ungemein subtil-unterhaltsame und selbst-ironische Weise die geradezu anachronistische Position des reisenden Betrachters in Georgien.

Der Schauspieler Matthias Fuchs liest diesen bemerkenswerten Text Eichs in einer Produktion des Südwestrundfunks (SWR). Fuchs‘ tiefe und volle Stimme bringt erstaunlich genau zu Gehör, wie sehr ein Text, zumal ein vorgelesener, von der Stimme seines Interpreten lebt. Der Schauspieler Fuchs, der in München, Wien, Hannover, Köln, Frankfurt, Düsseldorf und Hamburg auf der Bühne stand, öffnet die im Text verankerten Türen, die den Zugang zur Psyche der Protagonisten, zur Seele eines Kaukasus-Volkes erlauben, das in ihrer Vielfalt von Eich so hervorragend porträtiert wurde.

Kritik geschrieben von Manfred Loimeier, BÄNG 2000 – Das kritische Magazin für Leute mit Horizont

Titel: Aufzeichnungen aus Georgien
Autor: Clemens Eich; gelesen von Matthias Fuchs
Verlag: Deutsche Grammophon

Chopper – Geisterstimme aus dem Jenseits

Erstellt am: September 16th, 2007

Schauplatz der Handlung ist Düsseldorf im August 1983. Zwei junge Mädchen, die hübsche Bettina und die etwas schwerfällige Andrea, kehren frühmorgens von einer Betriebsfeier zurück. Als Bettina zu Hause ist und Vorbereitungen trifft, um ins Bett zu gehen, ertönt plötzlich eine furchterregende Stimme, macht anzügliche Bemerkungen und droht, Bettina zu massakrieren, falls sie widerspenstig wird. Der Besitzer dieser Stimme bleibt unsichtbar. Aber jemand scheint tatsächlich im Zimmer zu sein. Denn plötzlich löst sich das Schwert an der Wand – es ist ein Reiseandenken aus Spanien – und schwebt bedrohlich über Bettinas Hals.

Szenenwechsel: der Totengräber Heiko Baumann schwankt stockbetrunken nach Hause. Ein potentieller Einbrecher erspäht ihn und beschließt, die Gunst der Stunde zu nutzen. Aber als er bei Baumann einbricht, erwartet ihn ein grauenvoller Anblick. Baumann ist tot, schlimmer noch, er befindet sich bereits im Zustand der Verwesung. Der Einbrecher erleidet, wie wir später erfahren, ein ähnliches Schicksal.

In New York erhält kurz darauf der Agent Larry Brent einen Einsatzbefehl für Düsseldorf, um die beiden Verbrechen aufzuklären. Larry Brent ist Agent der PSA, einer geheimen Organisation die sich dem Kampf gegen das Verbrechen stellen. Auf dem Düsseldorfer Flughafen erwartet ihn schon Iwan Kunaritschew, ein weiterer Agent der PSA. Beide begeben sich auf die Spur des Grauens, und da sie nicht vorsichtig genug sind, werden sie bald übertölpelt von Leuten, die dämonische Kräften besitzen und alles dran setzen, um in den Besitz eines bestimmten Zauberbuches zu kommen und um Chopper, den Geist aus dem Jenseits, zu entthronen. Eine recht verworrene Geschichte mit viel makabrer Magie und mystischen Begebenheiten. Letztlich geht es den Bösewichtern um Macht, um viel Macht. Nur gut, dass noch ein dritter Agent auftaucht, der seine Kollegen befreit und dem Guten zum Sieg verhilft.

Die Hörspiel-Serie Larry Brent wird auch im Rahmen der Aktion „Remake der Klassiker“ neu aufgelegt. Dabei wurden bedauerlicherweise diverse Szenen gekürzt. Dennoch steht Larry Brent für Spannung pur. Eine schreckliche Geschichte, ein wahres Schauermärchen. Aber es soll ja Menschen geben, die sich für solche Gruselmärchen begeistern können. (Ursula Homann / PF)

Titel: Chopper – Geisterstimme aus dem Jenseits
Autor: Charly Graul
Verlag: Europa / BMG Ariola Miller

Der Mörder mit dem Janus-Kopf

Erstellt am: September 16th, 2007

Ein weiteres Hörspiel für Erwachsene ist „Der Mörder mit dem Janus-Kopf“. Die Folge dreht sich einzig und allein um den Geisterjäger John Sinclair. Die „Edition 2000“, der John Sinclair-Reihe in der heutigen Zeit, begeistert den Zuhörer mit neuen, einzigartigen Abenteuern. Sinclair versucht wieder einmal die Welt vor dem Bösen zu retten.

Bastei Lübbe konfrontiert Sinclair in der Folge 5 mit einem besonders gefährlichem Gegner, dem Janus-Kopf. Der Januskopf findet Anschluss an ein besonders mächtiges Verbrechersyndikat. Zusammen wollen sie den Geisterjäger für immer in den Tod schicken. John Sinclair kann einem Anschlag nur haarscharf entkommen. Doch weitere Überraschungen warten auf ihn. Sinclair wird selbst zum Gejagten.

Der Janus-Kopf selbst ist vom Teufel gesandt. Er trägt zwei Gesichter. Eins dieser Gesichter dient dem Janus-Kopf um Menschen zu töten. Allein sein Blick kann töten.

Der Bösewicht in dieser Folge wird wieder einmal von Udo Schenk gesprochen. Er verleiht dem Janus-Kopf seine ausdrucksvolle Stimme.

„Der Mörder mit dem Janus-Kopf“ ist eine weitere spannende Sinclair-Produktion. Diese Folge verläuft nach einem anderen Prinzip. John Sinclair wird zum Gejagten. Dem Zuhörer werden – Sinclair-Manier – Gruseleffekte, Action und Spannung pur geboten.

Negatives gibt es zur Story und Aufmachung nicht zu sagen, lediglich die Qualität der Kassette kann nicht überzeugen. Nach mehrmaligem Hören litt die Wiedergabe unter dem schlechten Band. Wir empfehlen daher die CD-Version. (Patrick Fiekers)

Titel: Der Mörder mit dem Janus-Kopf
Autor: Oliver Döring, Jason Dark
Verlag: WortArt

Achterbahn ins Jenseits

Erstellt am: September 16th, 2007

Geisterjäger John Sinclair bemüht sich auch im Jahr 2000, die Welt von Geister und Dämonen zu befreien. Bastei Lübbe sorgt mit der „Edition 2000“ für neue Hörspiel-Abenteuer im Bereich des Übernatürlichen.

Die neuen Abenteuer des Geisterjägers spielen in der heutigen Zeit. Die Menschheit konnte der Natur zahlreiche Geheimnisse entlocken. Der Glaube an Geister und Dämonen sorgt nur noch für Gelächter. Doch das Böse bereitet sich auf einen erneuten Kampf gegen die Menschheit vor, so auch in der Folge „Achterbahn ins Jenseits“.

Ein alter Friedhof soll abgerissen und neu bebaut werden. Doch der Friedhof ist verflucht. Mit den Planierraupen taucht ein Totengräber auf, der die Arbeiter warnt. Er spricht furchtergreifende Prophezeiungen aus, die sich erfüllen, wenn die Ruhe des Friedhofes zerstört wird. Die Arbeiter ignorieren diesen Wahnsinnigen und vermuten lediglich einen Scherz. Gegner des Friedhofsabriss gehen schon seit längerem gegen die Arbeiter vor.

Schließlich wird doch ein Jahrmarkt auf dem Platz errichtet. Hier kommt es immer wieder zu Todesfällen. Der Tod, in Form des Totengräbers kehrt zurück und fordert sein Tribut. Die Mächte des Bösen wollen Rache. John Sinclair kommt mit Suko, seinem landjährigen Freund zur Hilfe. Sie erfahren von der Prophezeiung biblischen Ausmaßes. Ein Kampf gegen das Böse beginnt. Der Tag, auf den das Böse sich seit Jahrhunderten vorbereit, ist gekommen.

Die „Achterbahn ins Jenseits“ ist wieder einmal ein atemberaubendes Hörspiel aus dem Hause Bastei Lübbe. Das Hörspiel für Erwachsene sorgt für jede Menge Abwechslung, spannende Szenen und gruselige Effekte. Die Sprecher, dazu zählen Frank Glaubrecht (John Sinclair), Joachim Kerzel, Martin May (Suko) oder Udo Schenk, der mit seiner kräftigen Stimme immer wieder einen Bösewicht spielt, sind sehr professionell. Die Musik- und Soundeffekte vermitteln die passenden Eindrücke bei gruseligen Szenen. Aber auch sonst sind Dialoge und Geräusche perfekt aufeinander abgestimmt.

Die dritte Folge der „Edition 2000“ ist ein Klassiker unter den John Sinclair – Folgen. (Patrick Fiekers)

Titel: Achterbahn ins Jenseits
Autor: Oliver Döring, Jason Dark
Verlag: WortArt

Die Totenkopf-Insel

Erstellt am: September 16th, 2007

Spannung und zahlreiche Gruseleffekte verspricht die „Edition 2000“ der John Sinclair – Hörspiele. John Sinclair – Geisterjäger – kämpft gegen das Übernatürliche, gegen Geister und Dämonen. Sein Glauben an das Übernatürliche macht ihn zu einem Kämpfer gegen das Böse.

Die „Edition 2000“ spielt in der heutigen Zeit. Die Menschheit ist der Natur weit voraus. Wissenschaft und Technik ist weit fortgeschritten. Der Glaube an Okkultismus, Geister und Übernatürliches ist längst verdrängt worden. Doch das Böse existiert auf der Welt und es ist bereit aus der Dunkelheit aufzutauchen. Die Gestalten der Hölle warten nur noch auf den Tag, an dem Satan die Macht übernimmt.

John Sinclair, auch „Sohn des Lichts“ genannt, stellt sich gegen die Dunkelheit. Tag für Tag rafft er sich auf, um gegen das Böse in den Kampf zu ziehen. So auch in dem Abenteuer „Die Totenkopf-Insel“. Ein Agent des Secret Service macht sich auf dem Weg zu „Proctor Island“, der Insel eines Millionärs. Basil Proctor bereitet auf dieser Insel alles vor, um mit den Mächten der Finsternis zusammenzutreten.

Der Secret Service – Agent kann letztendlich nur noch einen Notruf absenden. Ab diesem Zeitpunkt fehlt von ihm jede Spur. John Sinclair macht sich auf dem Weg zur Totenkopf-Insel Der Name ist passend gewählt, denn die Insel schwebt in der Lust, in Gestalt eines Totenschädels. Auf der Insel angekommen, gerät er direkt in Schwierigkeiten. Während der Proctor sich auf die Ankunft der Dämonen vorbereit, steht Sinclair einer Horde „Zombie-Piraten“ gegenüber. Wer wird den Kampf gewinnen?

Hervorragende Sprecher und eine ausgezeichnete Produktion zeichnen dieses Hörspiel aus. John Sinclair, gesprochen von Frank Glaubrecht wird überzeugend dargestellt. Im Vergleich zu den Romanen von Jason Dark steht der Hörspiel-Sinclair der Romanfigur in nichts nach. Die Soundeffekte und Hintergrundmusiken sorgen für die Gruseleffekte und erzeugen beim Zuhörer die passende Stimmung.

Dieses Hörspiel ist ein Genuss auf der ganzen Linie. Hoffen wir, dass Geisterjäger John Sinclair uns noch länger mit seinen Abenteuern unterhält. (Patrick Fiekers)

Titel: Die Totenkopf-Insel
Autor: Oliver Döring, Jason Dark
Verlag: WortArt

Der Eisplanet Krypton

Erstellt am: September 16th, 2007

Unsere drei Abenteurer, der Professor, Jim und Joy, befinden sich am Rande des Sonnensystems auf dem Raumschiff Stargate im Jahr 2996. Während die beiden Jungens den Bordcomputer testen, versorgt DX7 den Professor mit wichtigen Informationen. Zur Erinnerung: die drei sind auf der Suche nach dem bösen Ork, um sich das Sonnenauge zurückzuholen, damit sie wieder in die Gegenwart zurückkehren können, und um zu verhindern, dass die Erde sich in einen Eisplaneten verwandelt. Denn der Tag, an dem dies geschehen könnte, scheint nicht mehr fern zu sein. Plötzlich entdeckt der Professor ein selbstleuchtendes Objekt. Für den Professor ist dies eine wissenschaftliche Sensation, er gibt ihm den Namen Nemesis.

Plötzlich hört der Zuhörer die Stimme von Ork, er will die Gäste, wenn sie kommen, empfangen und dann vernichten.

Inzwischen haben unsere drei mit Hilfe von DX7 herausgefunden, dass der Eisplanet Krypton eine Kopie der Erde ist. Nur besteht hier alles aus Eis und Schnee. Aber es kommt noch dicker: der Planet Krypton ist sogar bewohnt. Man beschließt, sich das Ganze etwas näher anzusehen und steigt aus. Überall entdeckt unsere Crew Spuren der Zerstörung, und als dann das Licht grün zu werden beginnt und damit anzeigt, dass eine neue Zeit der Zerstörung naht, fliegt sie weiter zum Südpol von Krypton. Hier entdecken die drei eine Zeitblase und mitten drin einen echten Zauberberg. Wie kommt man dorthin, überlegt der Professor, sollen sie einen Zeittunnel bauen? Aber dann wagen sie den Ausstieg und begeben sich auf einen langen, mühsamen Weg. Sie stoßen auf die Eiserne Maske, und plötzlich erscheint auch Ork auf der Bildfläche. Dieser glaubt, durch Gleichschaltung oder durch eine große Synchronisation bald den Schlüssel zur Macht in den Händen zu halten. Als die Jungen ihm frech kommen, wird unsere kleine Mannschaft in das Gästezimmer gesperrt. Zu allem Unglück wird die Batterie von DX7 immer schwächer. Aber für jede brenzlige Situation gibt es eine Lösung. Durch eine Übertragung von DX7 auf ein von Ork künstlich erschaffenes Wesen versucht man, die Daten zu sichern. Doch als dieses merkwürdige Wesen eine Träne verliert, kommt es zu einem Kurzschluss und einem fürchterlichen Durcheinander, das unsere Helden nutzen, um zu fliehen. Und während Krypton explodiert, wird die Stargate mit ihrer Mannschaft auf die Erde in die Gegenwart zurückgeschleudert. Aber wer steckte hinter all dem Tohuwabohu? Auch dieses Rätsel wird gelöst. Es hat mit den sechs Königen von Atlanta zu tun, aber mehr wird nicht verraten, um die Neugier nicht zu früh zu stillen.

Die Verfasser dieser Hörreihe haben ihrer Fantasie wahrlich keine Zügel angelegt und keine Mühe gescheut, um eine utopische, fast unglaubliche Geschichte grandios zu inszenieren. (Ursula Homann)

Titel: Der Eisplanet Krypton
Autor: Peter Liendl & Gisela Klötzer
Verlag: Polaris-Hörspiele

Im Feuer der Sonne

Erstellt am: September 16th, 2007

Fantastisch hatte die fünfte Folge „Das große Labyrinth“ der Hörspiel-Serie „Das Buch der Könige“ geendet, fantastisch geht es in der neuen Folge „Im Feuer der Sonne“ weiter. Es ist Spätsommer im Jahr 2996. Die bunte Gesellschaft, die wir im Haus des Professors antreffen, hat sich nicht ganz freiwillig dort in einer für uns noch fernen Zukunft versammelt, wie nach einer kurzen Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse deutlich wird. Der Professor, Jim und Joy erinnern sich an ihre Zeitreise in die Vergangenheit, die ihnen das Sonnenauge ermöglicht hat. Bei ihrer Rückreise in die Gegenwart jedoch geschah ein Unfall, so dass sie alle in ihrer alten Stadt tausend Jahre später in der Zukunft landeten. Zu allem Missgeschick kam ihnen noch das Sonnenauge abhanden. Ohne Sonnenauge aber gibt es keine Rückkehr in die Gegenwart. Fürwahr, ein ernstes Problem, wie der Professor hellsichtig erkennt. Doch wie immer fällt ihm nach kurzem angestrengten Nachdenken etwas ein. Anfangs sieht es in der Stadt recht friedlich aus. Von dem angekündigten Krieg ist nichts zu bemerken. Sollte Ork seine teuflischen Pläne aufgegeben haben? Dann allerdings droht plötzlich neue Gefahr, diesmal von der Sonne. Alles wird mit einmal kalt und dunkel, und es sieht ganz so aus, als würde sich die Erde allmählich in einen Eisplaneten verwandeln. Da hilft nur eins, wie dem Professor alsbald klar wird: sie müssen in das Innere der Sonne, wo das Sonnenauge zu finden ist. Allerdings ist das leichter gesagt als getan, zumal es noch keine Flugverbindung zur Sonne, sondern nur eine zum Merkur gibt. Man bucht und fliegt also erst einmal dorthin. Kaum angekommen, kapern sich unsere Helden das Flugzeug und steuern schnurstracks die Sonne an. Natürlich gibt es auch dort wieder ungeahnte Schwierigkeiten zu bewältigen. Ork, der achte König von Atlantis, plant, wie gewohnt, nichts Gutes. Aber aufgeweckte Jungen wie Jim und Joy, mit dem Professor im Bunde, wissen sich zu helfen. Am Ende machen sich die drei erneut auf die Reise, diesmal an den Rand unseres Sonnensystems, um dort den Eisplaneten Krypton zu suchen.

Spannend und lustig ist auch diese Geschichte. Selbst Erwachsene dürften sich daran noch ergötzen. Die gut hör- und erkennbaren Stimmen, die nicht durch Nebengeräusche gestört werden, sind mit den Hintergrundklängen gut aufeinander abgestimmt. Und last but not least: einen Roboter, der wie DX7 sogar Gedichte macht, trifft man auch nicht alle Tage. (Ursula Homann)

Titel: Im Feuer der Sonne
Autor: Peter Liendl & Gisela Klötzer
Verlag: Polaris Hörspiele

Das Große Labyrinth

Erstellt am: September 16th, 2007

Das Polaris-Hörspiel „Das Buch der Könige“ besteht aus sieben Teilen. „Das große Labyrinth“ ist Folge 5 dieser Hörspielreihe, in der es um die „Eiserne Maske“ und die „Orks“ geht. Beide sind verfeindet und meiden den Kontakt. Die wilden „Orks“ leben in der Kanalisation. Von dort aus führen sie einen erbitterten Krieg gegen die Soldaten der „Eisernen Maske“. Es herrscht Chaos.

Die Fortsetzung wird nun ziemlich spannend. Aus dem Strom der Zeit heraus sind der Professor und die beiden kindlichen Begleiter Jim und Joy in die Vergangenheit gereist, um im antiken Griechenland den Philosophen Plato zu treffen. Leider denkt der Professor nicht daran, dass Krieg herrscht. Dies ist man vom Professor schon gewohnt, denn er leidet unter Schusseligkeit. Ihr Schifft wird angegriffen – es kentert im Sturm. Jim und Joy werden dabei vom Professor getrennt. Die Kinder und Mambo können sich auf eine Insel retten, wo sie den Professor und einen Unbekannten treffen. Der Unbekannte bringt das Team einen weiteren Schritt näher an das Geheimnis. Er erzählt ihnen von der verwunschenen Stadt und dem Labyrinth, in dem Ork, der achte König von Atlantis lebte. Sie erfahren viel über das Sonnenauge und über Ork selbst. Als sie zum Schluss in das Sonnenauge schauen, sehen Sie schöne, verwunderliche Dinge.

Leider verlieren Sie das „Auge der Ewigkeit“ im Strom der Zeit, als sie Mambo mitnehmen wollen. Sie werden aus ihm herausgestoßen und landen in der Zukunft. DX7 hat hier die Stellung gehalten und ist nun überglücklich, den Professor und die Kinder wiederzusehen. Es hat sich allerdings viel verändert.

Diese Folge ist hervorragend. Für die Story ist diese Folge sehr wichtig, macht aber einzeln ohne die Teile davor und danach wenig Sinn. Nicht so gut sind die ,,Dialekte“ von Mambo und Plato, die etwas gekünstelt klingen.

Musik- und Geräuschtechnisch erhält diese Folge eine glatte Eins. Auch die Idee, die geschehenen Dinge Revue passieren zu lassen, und zwar im Kontext eingebunden, ist gut. (Christoph Morgenroth / PF)

Titel: Das Große Labyrinth
Autor: Peter Liendl & Gisela Klötzer
Verlag: Polaris Hörspiele

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