Galileo
Erstellt am: September 23rd, 2007In Clive Barkers Buch „Galileo“ geht es um eine Familie, einen Clan. Das Buch beschreibt eine Familiengeschichte des Barbarossa-Clans. Auf den ersten Blick vermutet man eine neue Stilrichtung Barkers, doch übernatürliche Dinge und Erscheinungen lassen nicht allzu lange auf sich warten. Die Geschichte spielt vor einer Vielzahl an Jahren: die Barbarossas, ein Clan (fast) unsterblicher götterähnlicher Gestalten, gibt es schon seit dem Anbeginn der Zeit. Maddoy Barbarossa schreibt an einer Familienchronik. Wie alle Mitglieder der Familie ist auch er unsterblich. Das Herrenhaus im amerikanischen North Carolina bringt ihn zurück in die Vergangenheit: die Gearys.
Die Gearys, eine der reichsten Familien der Welt, stoßen im ersten Weltkrieg hinzu. Das Schicksal beider Familien ist eng miteinander verknüpft. Eine außerordentliche Spannung erwartet den Leser, denn an ihm ist es die Zusammenhänge herauszubekommen.
Die Einzelereignisse erinnern teilweise an eine Soap-Opera, teils aber auch an die guten alten Gothic-Horror Geschichten der 40er und 50er Jahre. Clive Barker liefert eine ungewöhnliche Mischung, die sich nicht leicht beschreiben lässt. Das Buch ist ein weiterer hervorragender Roman des Horrorautors Clive Barken. (PF / DB)
Titel: Galileo
Autor: Clive Barker
Verlag: Heyne Verlag
Seiten: 910
ISBN: 3453174259
Feuerwurm
Erstellt am: September 23rd, 2007Ein Psychiater, dessen Spezialgebiet die „Theripie vorangegangener Leben“ ist, klingt nicht gerade vertrauenserweckend. John Cunningham ist dieser Psychiater. In dem Buch „Feuerwurm“ von Ian Watson führt er seine Patienten mittels Hypnose in vergangene Zeiten und Leben zurück. Schreckliche Geschichten kommen zu Tage.
Tony, ein Patient des Psychiaters, berichtet unter Hypnose, dass zwei Schuljungen in den 50er Jahren einem schrecklichen Wesen begegnet sind. Lauert es noch immer in den tiefen Felshöhlen vor der englischen Küste?
Ian Watson schreibt voller Spannung . Bereits die ersten Zeilen des Buches fesseln den Leser auf eine besondere Art und Weise. Der Autor schreibt einfach und klar verständlich. Der spannende Roman verknüpft zugleich historische Elemente, wie Alchemie, aber auch klassisches aus Science-Fiction und Horror. (Patrick Fiekers)
Titel: Feuerwurm
Autor: Ian Watson
Verlag: Blitz Verlag
Seiten: 221
ISBN: 3898409015
Meister der Dimensionen
Erstellt am: September 23rd, 2007Robert Wolff stößt bei der Besichtigung eines Hauses auf ein Tor in eine fremde, unbekannte Welt. Dort sieht er einen Mann, der ihm ein silbernes Horn zuwirft. Da er jeden Moment überrascht werden kann, versteckt er es schnell. Nachts bricht er in das Haus ein und dringt mit Hilfe des Hornes in die Fremde Welt ein.
Dort trifft er auf eine von phantastischen Geschöpfen bevölkertes Paradies und wird durch die dort vorgefundene Nahrung wieder zum jungen, kräftigen Mann. Mit der Zeit findet es heraus, daß die Bewohner zwar ein dem Vergnügen gewidmetes Leben führen, aber sonst keinerlei Ambitionen zu haben scheinen. Auch von einem geheimnisvollen, scheinbar allmächtigen Herrn über diese, anscheinend künstlich geschaffenen Welt erfährt er.
Gerade als er sich mit einer der Bewohnerrinnen näher anfreundet, wird er von einer Horde fürchterlicher Wesen angegriffen. Er kann vorerst knapp entkommen, doch schließlich überwältigen sie ihn, bemächtigen sich des Mädchens und des Horns und lassen ihn in einer ausweglosen Situation zurück. Ein anderer Bewohner dieser seltsamen Welt rettet ihn und er macht sich an die Verfolgung einen riesigen Berg hinauf.
Wieder gerät er in Gefangenschaft. Dieses mal ist es eine Art Harpie, die über zahlreiche riesige Adler herrscht und den Herrscher der Welt abgrundtief hasst. Mit Hilfe eines anderen, wortgewandten Gefangenen kann Wolff sie davon überzeugen, dass er selbst hinter Häschern des Herrn her ist und dadurch wieder in Freiheit gelangen. Zusammen mit diesem Mann, dessen Name Kickaha ist und der sich auf dieser seltsamen Welt sehr gut auszukennen scheint, macht er sich wieder an die ursprüngliche Verfolgung. Von seinem neuen Freund erfährt Wolff, dass diese Welt wie eine mehrstöckige Torte beschaffen ist, der Paradiesgarten war die unterste Ebene, als nächste erreichen sie eine Ebene, die der amerikanischen Prärie vor Ankunft der Weißen ähnelt. Manche dort lebende Geschöpfe gab es auf der Erde aber bestenfalls in Legenden.
Ähnlich wie im “Flußwelt”-Zyklus hat Farmer hier einen Fantasyroman mit Science Fiction-Hintergrund geschrieben. Ein Mensch gerät in eine phantastische, von legendären Wesen bevölkerte Welt, die von einem fremden, technisch weit höher entwickeltem Volk geschaffen worden ist. Im Grunde ist es aber ein reiner Fantasyroman. Die Haupthandlung besteht aus einer für dieses Genre so typischen Reise durch eine märchenhafte Welt mit wunderlichen Geschöpfen und seltsamen Gegenständen um schlussendlich den Oberbösewicht zu besiegen. Die Protagonisten sind ebenso durchschnittlich und mit relativ wenig Überraschungen ausgestattet wie die Geschichte selbst. Zu seiner Entstehungszeit waren diese Gleise aber noch nicht so ausgefahren und die Idee noch innovativ. Für den heutigen Leser bleibt dank der Erzählkunst des Autors noch immer ein überdurchschnittlicher Fantasyroman.
Das Buch hat übrigens ein richtiges Ende, obwohl noch vier Fortsetzungen folgen.
Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at
Titel: Meister der Dimensionen
Autor: Philip José Farmer
Verlag: Knaur
Seiten: 288
ISBN: 3426605112
Die Chronik der Unsterblichen – Der Todesstoss
Erstellt am: September 23rd, 2007Der Schwertkämpfer Andrej und sein treuer Freund, der Pirat Abu Dun, stoßen auf ihrer Reise durch Bayern, zufällig auf eine Hexenverbrennung. Andrej erkennt in der Gestalt auf dem Scheiterhaufen Maria. Zehn Jahre sucht er bereits nach ihr, hatte auf ein Lebenszeichen von ihr gehofft und wurde ständig enttäuscht. Nach der erfolgreichen Rettung erkennt Andrej, dass es sich nicht um Maria handelt, sondern um Alessa, ein Wesen seiner Art. Fassungslos muss Andrej wenig später ihren Tod beklage, nahm er doch bislang an, Wesen seiner Art könnten nur durch eine Gewalttat sterben. Auf der Suche nach der Puuri Dan, der weisen Frau aus Alessas Sippe, von der Andrej mehr über die Herkunft des Mädchens und damit auch seine eigene zu erfahren hofft, führt ihn und Abu Dan in das bayerische Dorf Trentklemm. Fremde scheinen hier nicht willkommen zu sein. Einzig Birger bietet den Reisenden seine Gastfreundschaft an und offenbart die Gründe für die Zurückhaltung. Anhänger eines alten Teufelskultes, überfielen das Dorf und raubten Frauen und Kinder. Darunter auch die Tochter Birgers. Bei dem Versuch das Mädchen zu befreien, gerät Andrej in die Fänge eines dämonischen Geschöpfes.
Nach einem Kampf, den Andrej mit knapper Not überlebt, büßt er seine übermenschlichen Kräfte ein. Trotzdem gelingt es ihnen Birgers Tochter zu befreien. Erneut treffen die beiden Freunde auf das Ungeheuer und besiegen es schließlich. Andrej erkennt, dass das Geheimnis des Ungeheuers eng mit seiner Existenz verbunden ist. Mit dem Tod des Ungeheuers kehren auch allmählich seine übermenschlichen Kräfte zurück.
Auf dem Rückweg nach Trentklemm kommt es zu einem Kampf zwischen Andrej und einem Soldaten. Als dieser verwundet vor ihm liegt, riecht Andrej das Blut des Mannes und verliert die Kontrolle über sich. Der winzige, menschlich gebliebene Teil in ihm krümmt sich vor Entsetzen, als er sieht, was er dem Mann angetan hat, aber der Wolf in ihm triumphiert.
Der Todesstoss ist der dritte Teil der Chronik der Unsterblichen. Eine absolut süchtig machende Geschichte. Ein lesenswertes Buch, das einen neuen Typus von Vampir beschreibt. Der Inhalt überzeugt, doch leider nicht das Buch an sich. Der Preis ist nicht gerechtfertigt. Grosse Buchstaben und fast mehr Seitenränder als Text sind bei einem Preis von ca. DM 40 eine Frechheit. (Silvia Dunker)
Titel: Die Chronik der Unsterblichen – Der Todesstoss
Autor: Hohlbein, Wolfgang
Verlag: vgs verlag
Seiten: 405
ISBN: 3802527712
Necropolis
Erstellt am: September 23rd, 2007Seiner Anfälligkeit für Krankheiten verdanken Dark-Fantasy-Fans einen der besten Erschöpfer düsterer Welten und bizarrer Erzählungen: Im Alter von fünf Jahren erkrankte Clark Ashton Smith und der Schulbesuch wurde für über ein Jahr unmöglich. Während dieser Zeit entwickelte er sich zur Leseratte und verschlang von „Robinson Crusoe“ über „Andersen Märchen“ bis hin zu „Gullivers Reisen“ alles, was ihm als literarisches Futter in die Hände fiel.
Ähnlich wie H.P. Lovecraft, der sich später zu einem großen Bewunderer von Smith entwickelte, der diese Bewunderung in gleichem Maße erwiderte, entwickelte sich Smith zu einem Stubenhocker, der mit anderen Menschen nur wenig anfangen konnte und seine Zuflucht in dem unerschöpflichen Reich der Fantasie fand. Dazu passt auch, dass er den Besuch der Highschool nach wenigen Wochen abbrach, da er der unerschütterlichen Meinung war, dass er autodidaktisch besser lernen könnte und sich so optimal auf sein Berufsziel Dichter vorbereiten könne. Sein Eigenunterricht war von grandiosem Erfolg gekrönt: Er brachte sich selbst Latein, Französisch und Spanien bei und las das komplette amerikanische Wörterbuch und prägte es sich Wort für Wort ein. Dieser Wortschatz wirkte sich äußerst positiv auf seine Erzählungen aus, dessen erste Blüten bereits im Alter von 11 Jahren erschienen. Im Alter von 13 Jahren kam Smith zum ersten Mal mit dem Werk von Edgar Allan Poe in Kontakt, der ihn und seine Arbeiten stark beeinflusste.
Im Laufe der folgenden Jahre konnte Smith einige seiner Werke an die damals relativ populären Pulp-Magazine wie „Weird Tales“ verkaufen, wo auch Lovecraft einige seiner Werke veröffentlichen ließ. Lovecraft war es auch, der Smith dazu überredete, seine Werke an „Weird Tales“ zu verkaufen, da Smith zuvor sein Geld primär mit ihm verhasster körperlicher Arbeit verdienen musste, denn die Zeit war damals noch nicht reif für die hohe literarische Qualität seiner Geschichten.
Im vorliegenden „Necropolis“, welches in „H.P. Lovecrafts Bibliothek des Schreckens“ im Festa Verlag erschienen ist, geben 15 Erzählungen einen repräsentativen Querschnitt durch das gesamte schriftstellerische Können von Smith. Spielen einige seiner Erzählungen in Fantasiewelten, so bleiben sie immer noch so realistisch, dass man darin Gleichnisse von immer noch aktueller Bedeutung sehen kann. Sein Schreibstil hinterlässt auch heute noch tiefen Eindruck bei vielen Horrorautoren, so dass man bei der Lektüre seiner Erzählungen unwillkürlich denkt, dass man einiges davon schon bei anderen Autoren gelesen hat. Doch auch die Einflüsse, die andere Autoren auf ihn hatten, sind vorhanden: Manche Passagen oder Vergleiche ähneln Ambrose Pierce, mit dem ihm auch eine starke Abneigung gegen alles Weibliche gemein zu sein scheint.
Das Buch beinhaltet sieben Geschichten aus Zothique, dem letzten Kontinent der Erde in ferner Zukunft. Dieser Erdteil wird von Söldnern, Leichenbeschwörern und Magiern bevölkert, die Technik wurde von der Magie verdrängt. Doch was jetzt wie ein typisches Setting für eine Conan-Erzählung klingt, entwickelt sich unter Smiths Feder zu einem dekadenten Alptraum, der exemplarisch ist für die anderen Zyklen, die Smith im Laufe seiner kreativen Karriere erschuf.
Die andere Hälfte des Buches enthält Geschichten aus dieser und jener Welt, deren Gleichnischarakter stets offensichtlich ist, von ihrer Spannung und hohen sprachlichen Qualität ganz zu schweigen. Abgerundet wird dieser empfehlenswerte Beitrag zu „H.P. Lovecrafts Bibliothek des Schreckens“ von einer umfangreichen Biographie und einem Gedicht, welches H.P. Lovecraft höchstpersönlich für Clark Ashton Smith verfasst hat. (Tino Hahn)
Titel: Necropolis
Autor: Clark Ashton Smith
Verlag: Festa Verlag
Seiten: 254
ISBN: 3935822030
Der Anhalter
Erstellt am: September 23rd, 2007Wie kaum anders zu erwarten, garantiert auch das neue Buch des Gänsehaut-Experten Stine wieder einige spannende Lesestunden für Jugendliche . Diesmal geht es um einen attraktiven jungen Anhalter mit einem schwierigen, zum Jähzorn neigenden Charakter, offensichtlich auf der Flucht vor den Folgen seines eigenen Temperaments – und zwei Teenager auf Urlaubsfahrt, die ihn mitnehmen. Die beiden Mädchen reagieren sehr unterschiedlich auf den geheimnisvollen Mann. Die eine, draufgängerisch und mit Sinn für’s Gefährliche, interessiert sich sehr für ihn , während die andere ihm, eher vorsichtig und ängstlich, ablehnend und feindselig gegenübersteht. Ein kleiner aggressiver Zwischenfall in einer Raststätte, Radiomeldungen über einen von einem Anhalter begangenen Mord an einem Autofahrer sowie eine bei einem Verwandtenbesuch entwendete Brieftasche rücken ihn nicht gerade in ein gutes Licht. So knistert es heftig im Wageninneren, und zu allem Überfluss werden die drei auch noch verfolgt. Es kommt zu Streit und Unstimmigkeiten, bis eines der Mädchen verschwindet… Aber wie das so ist im Krimi, am Schluss kommt alles ganz ganz anders – und nach dem verblüffenden furiosen Finale liest man das Buch gleich noch einmal, um zu sehen, wo man dem Autor auf den Leim gegangen ist. In einem Wort: Voll krass.
Titel: Der Anhalter
Autor: R. L. Stine
Verlag: Heyne Verlag
Seiten: 140
ISBN: 3453189957
Stein und Efeu
Erstellt am: September 23rd, 2007Mychael ab Arawn, der Bruder von Ceridwen (bekannt aus Kelch und Schwert) ist auf Carn Merioneth geblieben, während seine Schwester mit ihrem Geliebten, dem Magier Dain, nach Norden gegangen ist. Nach der gewaltigen Schlacht um Carn Merioneth, die Rhuddlan, der König der Quicken-tree gewonnen hat, versucht dieser nun, die Burg bei der Menschheit in Vergessenheit geraten zu lassen. Zu viel ist passiert, so dass man Angst haben muss, die Menschheit kann mit dem Erbe der magischen Völker die auf der Erde leben, nicht umgehen.
Mychael wird von einer Ruhelosigkeit angetrieben, die er sich nicht erklären kann. In seinen Adern brennt ein Feuer, was er als Wahnsinn deutet und den er unbedingt bekämpfen will. Da ihn niemand versteht, ist er auf Carn Merioneth ein Außenseiter. Ähnlich ergeht es Llynya, dem Ätherwesen. Sie trauert noch immer Morgan hinterher, der Dieb ist in ein Wurmloch gefallen und treibt seitdem durch die Unendlichkeit.
Llynya möchte Morgan befreien, und der einzige der ihr bei einem Abstieg in ein Wurmloch helfen könnte, wäre Mychael. Also versucht sie, den wilden Mann auf sich aufmerksam zu machen. Das klappt auch, aber ganz anders, als sie es sich vorgestellt hat, denn Mychael fühlt sich geradezu magisch von der bezaubernden Llynya angezogen.
Doch es bleibt keine Zeit für sie, ihre Gefühle in Ruhe zu erforschen. Denn die Dunkelheit ist auf dem Weg, die Erde zu verschlingen und Mychael und Llynya müssen ihrer Bestimmung folgen und kämpfen, nicht nur um ihr Leben, sondern um das Leben aller …
Eine wahrhaft meisterhaft geschriebene Fortsetzung zu “Kelch und Schwert”. Fantasy vom Feinsten, gemischt mit einer tollen Liebesgeschichte, dieses Buch sollte sich niemand entgehen lassen. Glenna McReynolds gibt dem Begriff Fantasy Romance eine ganz neue Bedeutung!
Kritik geschrieben von Isolde Wehr, Herausgeberin von “Die romantische Bücherecke”
Titel: Stein und Efeu
Autor: Glenna McReynolds
Verlag: Goldmann / Blanvalet
Seiten: 575
ISBN: 3442352991
Die Masken des Cthulhu
Erstellt am: September 23rd, 2007Die Erzählungen in „Die Masken des Cthulhu“ bedienen sich definitiv Lovecraftscher Themen und Motive, wie eine Vorbemerkung versichert und der interessierte Leser schon nach wenigen Sätzen überdeutlich spürt. Sofort spürt man wieder das typische Grauen, welches von Lovecrafts Geschichten und seinen Fantasien und Kreationen ausgeht. Bei „Die Masken des Cthulhu“ handelt es sich um einen Episodenroman und eine der Episoden, „Hasturs Rückkehr“, wurde noch vor dem Tod Lovecrafts begonnen, welcher sogar die Anfangsseiten und das Expose gelesen hatte und einige Ideen und Vorschläge einbrachte. Doch trotz der Mitarbeit von Lovecraft an der Geschichte versprüht eine andere der insgesamt sechs Geschichten das größte Grauen und den schockierendsten Grusel: Es handelt sich hierbei um die Geschichte „Etwas aus Holz“, deren Stil überwältigend ist und ein Fest für jeden Freund Lovecraftscher Atmosphäre darstellen dürfte. Aber auch die restlichen Geschichten um Ziegenmelker in den Bergen, einem Haus im Tal und dem Siegel von R`Lyeh sind Kleinode des literarischen Schrecken, von denen man heutzutage leider viel zu wenige findet.
„Die Masken des Cthulhu“ wurde von August Derleth (1909-1971) verfasst, der entscheidenden Einfluss auf den weltweiten Ruhm von H.P. Lovecraft hatte. Ohne seinen Enthusiasmus, mit dem er sich des kargen literarischen Werkes seines verstorbenen Freundes annahm. Nach der Gründung des Verlags Arkham House verlegte er dort die Erzählungen von Lovecraft, die sich im Laufe der Jahre von Geheimtipps zu anerkannten literarischen Horrorromanen entwickelten und sich neben Autoren wie Edgar Allan Poe etablieren konnten. Derleth griff viele der Motive von Lovecraft auf und ersann daraus die Geschichten, die jetzt in diesem Episodenroman vorliegen, wobei zu beachten ist, dass sich sämtliche Stories aus dem Cthulhu-Mythos berufen. Dadurch stellen die Geschichten in diesem siebten Band in „H.P. Lovecrafts Bibliothek des Schreckens“ welche im Festa Verlag erscheint, einen wunderbaren Tribut und eine tiefe Würdigung eines genialen Autors dar.
Fazit: „Die Masken des Cthulhu“ ist ein Muss für alle Fans von Lovecraft und dem von ihm kreierten Cthulhu-Mythos. Auch Fans von atmosphärisch hochwertigen Gruselgeschichten dürfen unbesorgt zugreifen.
Titel: Die Masken des Cthulhu
Autor: August Derleth
Verlag: Festa Verlag
Seiten: 175
ISBN: 3935822073
Imagica
Erstellt am: September 23rd, 2007Charlie Eastbrook hetzt seiner Frau Judith einen Killer auf den Hals, weil sie sich von ihm getrennt hat. Doch bald darauf bereut er diesen Schritt und bittet den ehemaligen Liebhaber Judiths, John Furie Zacharias Judith zu warnen. Der Lebemann und verhinderte Maler Zacharias kommt gerade zurecht, um einen Anschlag zu verhindern. Als er den Killer verfolgt, kommt es zu einer seltsamen kurzen Begegnung zwischen Verfolger und Flüchtenden. Judith will aber von Zacharias nichts wissen und er kehrt zurück. Wieder trifft er auf den seltsamen Killer namens Pie’oh’pah und wird von ihm auf eine Reise in das wundersame Imagica mitgenommen. Auch Judith hat inzwischen von dieser ungewöhnlichen Welt erfahren und reist nach vielen Verwicklungen mit dem zwielichtigen Dowd ebenfalls dort hin. Und damit beginnt für Beide eine Zeit der Wunder …
Ein umfangreiches Fantasy-Epos mit zahlreichen Protagonisten. Barker vermischt gekonnt typische Mysteryelemente mit Fantasy und macht eine packende und trotz des Umfanges des Buches niemals langweilige Geschichte daraus. Wobei vor allem seine Beschreibung der Figuren und der komplexe Hintergrund ausgezeichnet beschrieben werden. Obwohl er auch eine Reise, das klassische Element der Fantasy für die Beschreibung einer fremden Welt und ihrer Bewohner benutzt, ist es keine der üblichen Tolkien-Nachahmungen mit ihren üblichen, mittelalterlichen Welten. Eine Menge guter Ideen werden mit gekonntem Schreibstil zu einer umfangreichen aber schlüssigen Geschichte verwoben. Nur manchmal hat sich der Autor etwas zuviel mit der modernen Esoterik beschäftigt, und man merkt es manchmal etwas zu deutlich. Die beste Geschichte, die ich bisher von Barker gelesen hab und reichlich ausgezeichneter Lesestoff für vergleichsweise wenig Geld.
Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at
Titel: Imagica
Autor: Clive Barker
Verlag: Heyne Verlag
Seiten: 1069
ISBN: 3453082060
Die Stadt der Götter
Erstellt am: September 23rd, 2007Rap und Inos reisen sich mit ihren jeweiligen Reisegefährten nach Hub, der Hauptstadt des mächtigen Impire. Dort treffen sie auf ihre Gegner und die vier berüchtigten Hexenmeister zu einem furiosen Finale.
“Die Stadt der Götter” ist der vierte und letzte Teil der Pandemia Saga. Insgesamt ist es solide und auch spannend geschriebene Unterhaltung.
Die Hintergrundwelt Pandemia bietet zwar wenig überraschendes und ist zum Teil aus der irdischen Geschichte abgekupfert und mit für Fantasy-Romane typische Namen versehen und zum Teil genau so wie Elben, Zwerge usw. auch in anderen Büchern des Genres beschrieben werden. Dafür sind die Personen gut und oft als vielschichtige Charaktere beschrieben. Der richtige Lesestoff um zwischendurch verschlungen zu werden.
Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at
Titel: Die Stadt der Götter
Autor: Dave Duncan
Verlag: Bechtermünz Verlag
Seiten: 542
ISBN: 3404202880
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